Bielefeld

Aus der Kategorie »just pix«

Mehr Fotos gibt es übrigens drüben auf meiner Foto-Site smalltown-snapshots.de

Die jüngeren Leserinnen unter Euch werden es vielleicht gar nicht wissen. Stellt Euch also bitte jetzt auf eine vielleicht erschreckende Wahrheit ein, denn: Es gibt eine Verschwörung. SIE behaupten, es gäbe eine Stadt namens Bielefeld. (Aber lest selbst hier die Hintergründe)

Da dieses Wissen in der allwissenden Müllhald… im Internet schon lange bekannt aber dementsprechend auch schon fast wieder verschüttet ist hat sich das jawl, Euer Magazin für investigativen Qualitätsjournalismus gestern auf den Weg gemacht, um selbst zu sehen, was sich hinter den Papp-Ortsschildern und den Kulissen verbirgt.

Zuerst: SIE haben sich wirklich Mühe gegeben. Wenn man mit dem Auto hineinkommt sieht es an vielen Stellen aus, wie eine hässliche deutsche Stadt. Es gibt graue Industriegebiete und die gleichen Bausünden wie an vielen anderen Orten der Republik. Aber wenn man aufmerksam ist, kann man bemerken, dass da immer noch Lädenattrappen stehen, die in unseren Breitengraden schon lange verschwunden sind. SIE machen also Fehler.

Nachdem ich S. dann bei ihrem Termin abgesetzt hatte, habe ich meine Nachforschungen fortgesetzt. Wie man’s so macht bin ich in die Innenstadt gefahren, habe mir ein Parkhaus gesucht und meine Schritte in die Innenstadt gelenkt.
Und? Tja, SIE haben wohl zu wenig Statisten engagiert, denn in dieser Innenstadt war am ersten warmen(!) Freitagnachmittag(!) des Jahres … niemand! Vielleicht 20 gelangweilte arbeitslose Schauspieler, denen man den Frust über ihren Job deutlich ansah gammelten uninspiriert dort herum.

Nächster Versuch: Die sogenannte Kunsthalle. Und auch hier haben SIE zwar versucht, den richtigen Eindruck zu erwecken, aber: Ich stand vor einer verschlossenen Tür; rein zufällig wurde gerade eine neue Ausstellung aufgebaut. Ja ja, was ein Zufall …

Die nächste sogenannte Sehenswürdigkeit: Die Sparrenburg. Dass die auch geschlossen war überraschte mich natürlich nicht mehr sonderlich – aber die Tür zum Pseudo-Restaurant war (vermutlich versehentlich) nicht abgeschlossen.
Schwupps! saß ich drin und bestellte bei der überraschten „Kellnerin“ eine Waffel und einen Kakao.

Ich muß gestehen, diese Waffel, die sie dann nach einer beträchtlichen Wartezeit brachte, das war die verfickt beste Waffel, die ich je gegessen habe. Aber schon der nächste Dialog mit ihr versaute den gerade aufgebauten Eindruck wieder:

Ich: Sagen Sie mal: Was macht man denn hier in Bielefeld, wenn Burg und Kunsthalle geschlossen sind?
Sie: Kunsthalle auch zu? Oh, dann … äh. Nix.
Ich: Nix? Wie?
Sie: Ja … ähm … mögen Sie Tiere? Der Tierpark hat auf.

Tja, IHR. Das müsst Ihr aber noch beträchtlich verbessern, bevor jemand Euch das abnimmt, dieses Bielefeld-Ding.

S.‘ Termin war übrigens auch nicht so super. Was ein Glück, das wenigstens jemand ein paar Tiere in den Tierpark gesetzt hatte. (Bilder nach dem Klick)

Einen Storch zum Beispiel

Einen Storch zum Beispiel

der guckte auch mal, der Storch

der guckte auch mal, der Storch

Ein Schwan war auch da. Guckte aber nicht.

Ein Schwan war auch da. Guckte aber nicht.

Und ein Bär. Braun, also nicht der Knut.

Und ein Bär. Braun, also nicht der Knut.

Noch ein Bär. Hellbraun. Knut ungewaschen?

Noch ein Bär. Hellbraun. Knut ungewaschen?

Ein Luchs. Quasi Joschkas großer Vetter.

Ein Luchs. Quasi Joschkas großer Vetter.

Angeblich ja sehr schlau, diese Tiere. Hat aber nix kluges gesagt.

Angeblich ja sehr schlau, diese Tiere. Hat aber nix kluges gesagt.

Wer hat gesagt, Eulen gucken arrogant? Hat voll recht.

Wer hat gesagt, Eulen gucken arrogant? Hat voll recht.

Ja, so war das gestern in Bielefeld.


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Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

7 Reaktionen

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Am 20.03.2010 um 14:32 Uhr sprach Moritz:

… zu gefährlich … kann ich nicht mehr mit dir reden … muss Kontakt abbrechen …


Am 21.03.2010 um 13:41 Uhr sagte rebhuhn:

ich melde kaiserslautern für bielefeld!!


Am 22.03.2010 um 7:08 Uhr meinte Thomas:

Früher hielten wir Bielefeld für ein Hirngespinst, heute wissen wir, dass es im Zuge der 5er-Postleitzahlen eben jenes poktemkinsche Dorf aus dem Nichts hochgezogen wurde, um uns Münsteranern unsere schöne Postleitzahl zu nehmen und uns zu demütigen.


Am 22.03.2010 um 11:12 Uhr sprach Dentaku:

Der Moiré-Effekt auf den Storchbildern ist interessant. Maschendrahtzaun?

(Eule: O’RLY?)


Am 22.03.2010 um 11:20 Uhr sagte Christian:

Klar. Maschendrahtzaun, an den ich nicht nah genug drankam, um „durchzugucken“. Aber ich mochte die Bilder trotzdem …


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