Blödes Vieh

Aus der Kategorie »just cats«

Es ist ja nun einmal so, dass Joschka morgens erst raus darf, wenn es hell genug ist, dass nicht mehr alle Katzen grau sind. Im Moment also etwas nach acht. Außerdem gibt es die eiserne Regel, dass immer mindestens einer von uns dreien zu Hause ist.

Da ich heute um 10:00 Uhr einen Termin hatte wollte ich dem Katz noch eine Runde gönnen, bevor ich fuhr.
Gehe also runter, öffne der kleinen einladend die Terassentür und schaue sie auffordernd an. Katz sitzt mitten im Wohnzimmer und guckt desinteressiert an die Decke.
Weil ich genau weiß, dass sie spätestens 5 Minuten später maunzend an der Tür sitzen wird, lasse ich die Tür auf und bewege mich möglichst genauso desinteressiert durch den Raum.
So desinteressieren wir beide da so eine Minute rum, bis mir langweilig wird und mir einfällt, dass ich ja noch nicht nach Post geguckt habe.
Katz guckt mir so halb aufmerksam nach und sieht kurz so aus, als wollte sie zur Haustür raus. Ich ziehe im Reflex an der Haustür und weil hinten ja die Terassentür noch auf ist drückt mir der Luftzug die Haustür aus der Hand und ich steh blöd guckend draussen. Natürlich ohne Schlüssel.
Katz sitzt immer noch mitten im Wohnzimmer, schaut aber inzwischen etwas interessierter drein. Klar, so blöd hab ich vermutlich lang nicht mehr aus der Wäsche geguckt.

Zum Glück ist ja die Terassentür ja auf. Trennen mich also nur noch zwei ca 3m hohe Hecken oder wahlweise eine Gartenmauer vom Weg zurück. Fuck.
Der Nachbar hatte dann zum Glück direkt hinter der einen Mauer gerade frisch ein Gerüst gebaut, in dem er sein Kaminholz lagert und zusammen mit ein wenig Hilfe (was hat er gelacht, ein Polizist, der Räuberleiter macht, haha) war ich dann wieder im Garten. Und in der Wohnung.
Das Katz guckte sich das ganze unverändert sitzend aus der Mitte des Wohnzimmers an.

Erst als ich die Terassentür dann schloß setzte sie sich in Bewegung, trottete zur Tür und maunzte um Ausgang. Ich glaube, so nah war sie selbst nach ihrem Darmverschluß nicht am vorzeitigen Ableben.


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Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

2 Reaktionen

Am 17.01.2009 um 13:35 Uhr sagte Johannes:

Lustige und gut erzählte Geschichte. :-) (Ich weiß, du wolltest jetzt eher sowas wie Mitleid, aber … tut mir leid, ich bin selbst Dosenöffner und mit mir hat auch niemand Mitleid. ;-))


Am 18.01.2009 um 15:34 Uhr ergänzte Flummi:

Warum erinnert mich das so an Simon’s Cat? ;-)

Man erlebt schon was mit den Samtpfötchen. (So kann man übrigens auch mit seinen Nachbarn in Kontakt kommen. Sieh’s doch mal positiv. ^^)


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