Check your blind spots

Aus der Kategorie »just people«

Stellen wir uns doch mal eine Gruppe Freunde vor; eine Gruppe Freunde, die gerne zusammen Sport macht.

Einer ist dabei, der irgendwie immer bremst. Man muss beim Joggen immer auf ihn warten, beim Squash kriegt er die Bälle nicht, beim Basketball kommt er nicht an den Korb.
Aber weil ja alles kernige, gesunde Jungs sind, spricht er mit niemandem darüber.

Er merkt zwar, dass ihm alles schwerer fällt als den anderen, aber weiter denkt er auch nicht.

Eines Tages schlägt ihm eine Freundin vor, doch mal zum Arzt zu gehen. Sie hätte mal genau zugeschaut und ein bisschen den Verdacht, die seltsame Beule am Knie könnte ja ein Stock sein, der sich durchs Gelenk gebohrt hat – was ja die Schwierigkeiten, mit den anderen Schritt zu halten durchaus erklären würde.
Und ein Arzt könnte den Stock bestimmt entfernen – vielleicht würde es am Anfang ein wenig weh tun, aber auf Dauer wäre bestimmt alles viel besser.

Statt dankbar zu sein oder sich sein Knie auch nur mal einen Moment anzusehen reagiert er allerdings empört.

Absurd?
Dann ersetze „Sport“ durch „Leben“ und „Stock im Knie“ durch „Depression“ und lies nochmal.


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Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

3 Reaktionen

Am 08.02.2008 um 18:48 Uhr antwortete Christian:

„… reagiert er allerdings empört.“
Die Einsicht darüber gehört wohl zum Schwierigsten überhaupt …


Am 12.02.2008 um 22:29 Uhr antwortete Franoukwel:

Nicht alles, was hinkt, hat einen Stock im Knie.


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