Das war 2012

Aus der Kategorie »just jawl«

  • Wohl gefühlt oder krank gewesen?
    2012 war das Jahr, in dem die Seele dem Körper gesagt hat, dass es so nicht mehr geht. Es war das Jahr, in dem ich mich selber davon überzeugen musste, dass es so nicht weiter geht. Es war das Jahr, in dem ich versucht habe, die Balance zu halten und exakt an der Grenze zwischen »schaff ich schon wieder« und »zuviel« zu leben. Das ist nicht immer einfach, vor allem, wenn »zuviel« so viel weniger ist, als man es gewohnt ist. Es war das Jahr, in dem ich lernen musste, das auch Dinge, die Spaß machen, dass auch Dinge, die ich als Erholung angesehen hätte Stress erzeugen und Stress von meinem Körper mit sofortigen Versagen quittiert werden.
    Ich habe viel gelernt dieses Jahr, ich habe einen weiten, aber so langsam auch guten Weg zurückgelegt und zum Ende des Jahres das Ziel wieder aus den Augen verloren. Und bin erst einmal wieder krank umgefallen. das gehört wohl dazu, zu diesem Lernprozess.
    Zusammengefasst: Nein, ich habe mich nicht wohl gefühlt; ja, ich habe ich in den Momenten, in denen mir die ungewohnte Gratwanderung gelang sehr wohlgefühlt.
  • Haare länger oder kürzer?
    Die wachsen immer auf 5mm heran, bevor ich sie wieder kürze. Das hat sich übers Jahr immer wieder so wiederholt. Aber die Koteletten sind länger geworden – sowohl in der Gesamt- als auch in der Haarlänge.
  • Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
    Plan für den Januar: Mal wieder checken lassen – wenn ich die Probleme beim Autofahren in der Nacht so betrachte (pun intended), dann müssen wohl mal neue Gläser in die Brille.
  • Mehr ausgegeben oder weniger?
    Mehr für besseres Essen. Gute Entscheidung.
  • Mehr bewegt oder weniger?
    Zu Beginn des Jahres mühsam angewöhnt, mich jeden Tag einmal für mindestens eine halbe Stunde aus dem Büro raus und in den Wald hinein zu bewegen. Je besser es mir damit ging, desto nachlässiger wurde ich – siehe auch Antwort eins.
  • Der hirnrissigste Plan?
    Ach, das passt ja alles wieder, machen wir doch weiter wie gewohnt.
  • Die gefährlichste Unternehmung?
    Mir Dinge einzugestehen.
  • Der beste Sex?
    Ich war dabei.
  • Die teuerste Anschaffung?
    Der Frau Ihr neues MacBook. Der X-Wing-Fighter.
  • Das leckerste Essen?
    Immer wieder das im Laufe des Jahres perfektionierte schmeiss-ein-paar-Sachen-in-den-Wok-Curry.
  • Buch des Jahres?
    Ich hab nicht viel gelesen, aber wirklich beeindruckt hat mich Netzgemüse von den Haeuslers. Ein unaufgeregtes, positives Buch. Und das auch noch übers Internet, sowas muss man erst mal schaffen.
  • Serie des Jahres?
    The Big Bang Theory. Hat für mich nahezu »Friends«-Qualitäten. Großartig unterhalten haben mich aber auch New Girl, Two broke girls und Homeland.
  • Film des Jahres?
    This ain’t California und Berg Fidel
    Der eine hat mich zum einen sehr gut unterhalten und mich gleichzeitig sehr weit nach früher katapultiert.
    Und der andere, weil er gezeigt hat, dass vieles wofür die Liebste – und ich auch auch irgendwie – kämpfen wirklich geht. Und klug ist. Und das in unserem Land einiges besser sein könnte.
  • Das beste Album?
    Das war – auch wenn es offiziell von 2011 ist – Tina Dico live mit dem Danish National Chamber Orchestra.
  • Das beste Lied?
    True North. Auch von Tina Dico. Es hat am tiefsten die Seele berührt.
  • Das schönste Konzert?
    Da gab es zwei sehr unterschiedliche: Zum einen waren das Katzenjammer im Tanzbrunnen, das war ein sehr klassisches Partykonzert und außerdem stand vorne auf der Bühne Turid, in die ich ja sehr verliebt bin.
    Und dann war das Tina in der Kölner Philharmonie – nicht nur aber auch weil ein paar Idioten mir ihr Konzert in Essen so sehr versaut hatten. Aber in Köln war es dann das pure Glück.
  • Die meiste Zeit verbracht mit …?
    Sorgen.
  • Die schönste Zeit verbracht mit …?
    Der Liebsten.
  • Vorherrschendes Gefühl?
    Sorge.
  • 2012 zum ersten Mal getan?
    Ernsthaft überlegt, wer was erben soll.
  • 2012 nach langer Zeit wieder getan?
    Reset gedrückt.
  • 3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
    Eine nicht besuchte Hochzeit. Nicht besuchte Parties, Lesungen und Freunde. Herzrhythmusstörungen.
  • Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
    Es muss sich etwas ändern, denn so geht es nicht mehr.
  • Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
    Mach einfach, wie es Dir guttut. Ich weiß doch, wie es Dir geht.
  • Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
    Frag da doch besser »jemanden«.

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5 Reaktionen

Am 20.01.2013 um 13:59 Uhr kommentierte rebekka:

*


Am 20.01.2013 um 14:03 Uhr kommentierte Christian:

:)


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[...] dem Christian Fischer (aka jawl), dem es im vergangenen Jahr gar nicht besonders gut gegangen ist, dem wünsche ich ein besseres [...]