Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Die falschen 2 Prozent

Es gibt ja Menschen, die behaupten, dass wir nur zwischen zwei und zehn Prozent unserer Gehirnkapazität nutzen.
Zwei Situationen aus der letzten Stunde machen mich da nachdenklich:

Zum einen suchte ich eben eine Viertelstunde lang den Zettel, auf dem ich mir die genauen Arbeitsanweisungen für heute notiert hatte um ihn dann genau da zu finden, wo ich meine ToDo-Listen und Zettel mit Arbeitsanweisungen hin zu legen pflege.

Zum anderen habe ich soeben eine Cassette(!) von 1985(!!) herausgekramt, weil darauf ein Stück ist, was ich für den CD-Swap 08 brauche. Und erwische mich dabei, wie ich jedes Wort auswendig mitsingen kann. Und – nur zum Verständnis: Es handelt sich hier mitnichten um eine Single-Auskopplung, die man immer mal wieder im Formatradio hört, nein es geht um eine Live-Aufnahme, die ich damals vom Radio mitschnitt und die sonst unveröffentlich ist.

Fazit a) Mein Gehirn merkt sich eindeutig die falschen zwei Prozent.

Fazit b) Ich glaube, mein Swap wird was ganz besonderes.

5 Antworten zu “Die falschen 2 Prozent”

  1. Thomas sagt:

    Cassette, …, wow!

    Dir ist schon klar, dass nur ganz wenige Menschen noch verstehen, wovon wir gerade „reden“. ;-)

    Das hört sich gut an, ich hab‘ meine CD gestern weggeschickt und bin ganz stolz drauf, ist auch was Besonderes geworden – interessant, wohin solche Wege (die des Musikzusammenstellens) einen führen …

  2. Dentaku sagt:

    Ich habe hier noch ein paar schöne Sachen auf Tonbändern (1/4″, teils 19cm/s, teils 9,5cm/s). Leider hat mein Tonbandgerät den vorherigen Umzug nicht überlebt.

  3. Christian sagt:

    @Thomas: Och, Cassetten dürften doch schon bei den meisten noch im Hinterkopf präsent sein – zwar als antiquiert, aber die Existenz …?
    Die Idee fü den Swap hatte ich schon länger im Kopf, da war der Termin jetzt nur der willkommene Auslöser.

    @Dentaku: Tonbandgerät hatte ich nie, war immer ein Traum. Und als ich damals im Tonstudio rumhing war schon die ADAT-Zeit anegbrochen …

  4. allerlei sagt:

    es soll schon vorgekommen sein, dass Kinder beim Spaziergang über den Flohmarkt ihre Eltern fragten, für was denn diese runden schwarzen Platten mit den Rillen drauf sind. Topfuntersetzer wohl nicht, denn da aus Plastik, würden sie schmelzen …

  5. Christian sagt:

    Naja klar – je nach Elternhaus stirbt ja nun auch die CD gerade aus …

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