Die Geschichte zum Relaunch

Aus der Kategorie »just jawl«

Wer mit mir bei facebook befreundet ist, der kennt die Geschichte zum Teil schon, aber irgendwie ist sie zu schön, um sie dort versauern zu lassen.

Vor ein paar Monaten schaute ich auf mein kleines Blog und fand das, was ich sah, gelinde gesagt zum Kotzen. Ich hatte zwar irgendwie halbwegs konsequent das Layout des jawl immr nur behutsam angepasst, hatte sehr stringent die Gestaltungselemete weiter entwickelt aber das was ich da sah, das war alles zwar logisch aber langweilig und blass und blöd und meilenweit von dem entfernt, was ich noch schön fand.

Ich tat also, was ich tun musste: Ich startete Photoshop, lud die gute alte browser-1280-800.psd und begann, herumzuscribbeln. Ganz frei, ohne jede Bindung an das, was sich bis dahin als jawl so entwickelt hatte. Toll.
Bald schon hatte sich etwas herauskristallisiert, was mir gut gefiel. An den nächsten Wochenenden (in der Woche tue ich ja das gleiche für meine Kunden) bastelte ich weiter, verliebte mich in die Details, schob hier und da noch ein paar Pixel und fand das Ergebnis eigentlich recht gut. Und mich auch.

Ein paar Wochen gingen ins Land, ein paar Wochen, in denen ich anderes zu tun hatte und als ich wieder auf mein Layout guckte fand ichs grauenhaft.

Alles also auf Null. Ich öffnete die gute alte browser-1280-800.psd und fing von vorne an. Ich bastelte, schob Pixel, drehte an dem einen oder anderen Farbregler, legte hier und da mal eine weitere Farbebene darüber, spielte mit den Ebenenmodi herum, landete bei einem grün, was mir gut gefiel, schob weiter Pixel und Regler durch die Gegend und fand es irgendwann recht hübsch.

Da ich mich erinnerte, dass ein kleines Detail bei der Frau serotonic sehr hübsch gelöst war, öffnete ich – natürlich nicht um zu klauen, sondern um mich inspirieren zu lassen – den Browser und tippte zum ersten Mal seit Monaten, wenn nicht Jahren www.serotonic.de (Ich lese Blogs ja quasi nur noch im Feedreader)
Und als der Frau serotonic ihr Blog dann erschien, fiel ich vor Lachen rückwärts in den Stuhl: Ich hatte in meinem Photoshop quasi eins zu eins Ihr Blog gebaut.

Und so sprach ich bei facebook:

Das ist ja mal ein begnadet doofes Ding am Morgen:
Photoshop angeworfen, weil das eigene BlogLayout nervt. Ein bischen rumprobiert, ein bisschen gebastelt, dann zufrieden gewesen.

Dann nach Monaten – fast schon Jahren – das erste mal bei der liebsten Freundin ins Blog geguckt, um ein (natürlich winziges!) Detail nachgucken zu wollen, weil es in dunkler Erinnerung so gut gefiel.
Und festgestellt: Hurra, da hab ich ja quasi eins zu eins alles kopiert.

Unterbewusstsein, Du bist ein Arsch.

Und dann habe ich noch einmal gründlich an diversen Reglern geschoben, habe viele Pixel geschoben, habe zwischendurch herzhaft mit der serotonic über die Geschichte gelacht und bin endlich dann da angegkommen, wo Ihr jetzt lest.

Ja, so ist das manchmal mit dem kreativen Prozess und dem Unterbewustsein.


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