Dies ist kein Blog

Aus der Kategorie »just links«

Nun geht schon der zweite. Nach ix hat jetzt auch Don Dahlmann beschlossen nicht mehr zu bloggen.
Das ist natürlich einerseits ein ganz witziger Umgang mit dem selbstbezogenen Credibility-Mist, in den sich Klein Bloggersdorf mit deutscher Gründlichkeit manövriert hat. Weiterschreiben wie bisher, einfach was ins Internet schreiben, weil man was sagen möchte (wir erinnern uns: so fing das damals™ mit dem Bloggen ja auch an) – aber es eben nicht mehr „Weblog“ nennen.

Andererseits ist es natürlich auch schade. Denn wenn das zum Trend wird, wenn alle gehen, die etwas können, die das Blogdings, von dem man immer so viel hört weiter und wenigstens ein bisschen nach vorne gebracht haben jetzt den Namen ändern, dann könnte das ja jemand ernst nehmen. Dann bleiben die Kleingeister über und fühlen sich, als hätten sie gewonnen. Denn verstehen werden sie die Aktion eh nicht.

Außerdem müsste ich dann auf Dauer ja auch gehen. Und hätte keinen Namen mehr.


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Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

6 Reaktionen

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Am 08.07.2006 um 10:42 Uhr sprach Jean-Luc:

Was soll denn Kleinbloggersdorf sein.
Das ist doch nur im Kopf, wenn man immer dieselben Blogs liest, die man nicht leiden kann. Und die man liest, weil man denkt, alle lesen die. Und weil die dann immer von Leuten verlinkt werden, die Orientierung suchen.


Am 08.07.2006 um 16:23 Uhr ergänzte Christian:

… naja, „Klein Bloggersdorf“ war ja schon irgenwann mal ein zärtlicher Ausdruck für die deutsche Blogosphäre.
Damals – wie ich ja gerne sage – als in Deutschland die ersten Blogger anfingen und man sich auch größtenteils noch kannte.
Als es dann immer mehr wurden, dann begann irgendwer natürlich auch Regeln zu machen. Oder es entstanden welche – und das eigentlich mutige an Blogs, nämlich das jeder erstmal publizieren kann, was er möchte geriet an manchen Stellen ein bisschen ins Hintertreffen.

Ich kenne – teils auch im RL – auch einige der „Kollegen“ von damals. Der eine hat ein paar Leser am Tag, der andere ein paar tausend.
Nach heute gängigen Regeln würde das den einen vermutlich zum A-List-Blogger machen und den anderen zum nobody.
Nach meinen Regeln ist diese Schublade Bullshit.

Aber natürlich tauchten in den letzten Jahren auch neue Meinungsmacher auf, und es entstanden eben auch neue Meinungen.

Und die einen lesen hier, weil sie es mögen, die anderen da, weil sie einen täglichen Feind brauchen.

Und wenn einer die ungeschriebenen Regeln bricht, darf er angefeindet werden, ist ja klar. Gruppenregeln galore.

Dann ist es ein witziger Umgang, genau das gleiche wie immer zu tun und es vom Namen her auf das zu reduzieren, was es ist: Ins Internet schreiben.
Den Umgang mag ich. Ich mag aber auch bloggen, so ganz friedlich hier für mich.
Aber ich stehe auch nicht so unter Beobachtung, wie die sogenannte „A-List“, da ist vielleicht leicht reden.

Apropops „reden“: immerhin reden gerade mal wieder ein paar Leute darüber, was diese Regeln denn so sollen – das ist ja auch schon was.


Am 09.07.2006 um 14:43 Uhr meinte Jean-Luc:

Ich kenne keine Regeln. Ich habe mich auch nie um die Masse gekümmert. Ich bekomme auch nie mit, wenn sich welche wegen irgendwas streiten.

Du redest gegen Regeln, wendest aber selbst welche an. Ich kenne den Ausdruck A-Blogger nicht. Meist steht sowas bestimmt dafür, daß das Blog langweilig ist. Die guten Sachen finden keinen Anklang in der Breite.

Gemocht wird, womit man sich schmücken kann, was einen Standard vorspiegelt. Aber das ist normal, wenn Millionen ein Blog angelegt haben.

Der dümmste Idee hat die meisten Klicks. Bild Blog.


Am 09.07.2006 um 15:09 Uhr ergänzte Christian:

: Du redest gegen Regeln, wendest aber
: selbst welche an.

äh, nee. Ich erzähle von den Regeln, die sich irgendwo gebildet haben, und die die Masse – oder die mit der lautesten Klappe – für ebensolche halten.
Und die bei Mißachtung von der Masse – oder von denen mit der lautesten Klappe – eingefordert werden.
Der Begriff „A-List-Blogger“ ist so durchs Dorf getrieben worden, dass ich ihn für bekannt hielt.
Meinen Umgang damit kannst Du ca 6cm weiter links in meiner BlogRoll sehen (wenn Du nicht gerade im FeedReader liest)

Klar, wenn etwas erst mal in Maßen eine Massenbewegung geworden ist – was ich bei Blogs noch nicht so sehe – dann beginnt im Schnitt die Qualität zu sinken. Kleinster gemeinsamer Nenner quasi, RTL2-Syndrom sozusagen, wie auch immer.

Da kann man dann mit umgehen. Man kann Grabenkriege führen – die werden vermutlich immer von den Dummen gewonnen werden.
Man kann einfach Qualität liefern und darauf vertrauen, dass Qualität sich auf Dauer durchsetzt.
Man kann sagen, ich mache jetzt kein Blog mehr. Finde ich ganz witzig, aber nicht zu Ende gedacht.
Da mag ich Artes „Ich habe Arte umgelegt“ – Umgang mehr.

Genau, das ist es:
Ich habe Don Dahlmann in der BlogRoll ;-)


Am 11.07.2006 um 21:27 Uhr antwortete liljan98:

Was ich mal wieder sehr lustig finde, ist dass die scheinbar großen wichtigen Diskussionen total an mir vorbei gehen *g*
Irgendwer hat Regeln fürs Bloggen aufgestellt?
Hab ich verpasst.
Irgendwem gefällt das nicht?
Hab ich verpasst.
Manche nennen bloggen jetzt nicht mehr bloggen?
Hab ich verpasst. Finde ich vom Prinzip her aber natürlich schon eine witzige Reaktion.

Daraus folgt aber generell: Ich lebe anscheinend in einem ganz anderen Teil von Klein-Bloggersdorf. Quasi auf’m Land, wo man die „Trends“ halt verpasst oder nur sehr viel später mitkriegt. Aber ehrlich gesagt… mir gefällt’s dort sehr gut. Und ich find’s sehr amüsant, dass sich anscheinend ein Großteil der Blogger oder zumindest der vielgelesenen Blogger mit „Problemen“ beschäftigen, die mir so egal wie nur sonst was sind.

Ich schreibe auch in Zukunft nichts ins Internet. Ich blogge. Fertig!


Am 14.07.2006 um 21:41 Uhr sagte joerg:

Ich bin hab noch nie in Bloggersdorf gewohnt oder wohnen wollen. Höchstens durchgefahren. (Mist, wenn da jetzt alle wegziehen, brauch ich wieder was neues um mich abzugrenzen. ;-)
Meine Seite hat mit den meisten Vertretern des Genres Blog gemein, das neue Sachen immer oben stehen, alte entsprechend nach unten rutschen. And that’s pretty much it.

(A-Lister ist etwas, das es meines Wissens in Amerika gibt.)


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