Ein Film von Juli 2012 und ein paar von Dezember 2012

Aus der Kategorie »just movies«

Alle Filme – egal ob im Kino, auf DVD oder im Fernsehen im Juli & Dezember 2012. Naja, das war wenigstens der Anspruch, aber irgendwie ist mir da zwischendurch meine eigene kleine Reihe verloren gegangen und jetzt hol ich zumindest auf, woran ich mich noch erinnere.

  • Salmon Fishing in the Yemen (Lachsfischen im Jemen) (IMDB)
    Im Kino, jawohl.
    Ewan McGregor spielt Dr. Alfred Jones. Einen harmlosen Experten für Fischzucht, der ein beschauliches Leben lebt und der auf einmal einen Scheich betreuen soll. Der will nämlich bei sich zuhause im Jemen gerne ebenso Lachse fischen, wie in seinem kleinen Cottage in Schottland. Als sich eine PR-Expertin der Regierung einmischt, weil man gerade eine gute Schlagzeile aus dem mittleren Osten braucht und als er sich in seine Kollegin verliebt wars das dann mit der Beschaulichkeit.
    Hm. Tja. Irgendwie eine schöne, angenehm skurrile Geschichte, an vielen Stellen auch sehr schön umgesetzt. Aber zum einen merke ich, dass mich dieser Bechdel-Test echt für »normales« Hollywood-Kino versaut (wo sind die Frauen?) – und wenn man dann schon mal am mäkeln ist, dann fällt einem auf, dass der unauffällige Alfred viel zu gut sitzende Anzüge trägt, dass die hübsche Harriet in nett enger westlicher Freizeit-Kleidung im Jemen rumläuft und auch sonst die ein oder andere Kleinigkeit der Geschichte geopfert wurde.
    Bechdel-Test: Nein. Es gibt eh nur zwei Frauen, die eine ist Sidekick und darf traurig verliebt sein, die andere ist extrem tough und dabei extrem unsympathisch dargestellt.
    ★★★★★★☆☆☆☆
  • Skyfall (IMDB)
    Im Kino, jawohl.
    James Bond prügelt sich mit jemandem auf einem Zug, als M einer Kollegin den Befehl zum Schießen gibt – auch auf die Gefahr hin, Bond zu trefen. Kollegin schießt, Bond wird getroffen und scheint tot.
    Trotzdem das sein Verhältnis zu M beeinträchtigen könnte, kehrt er später zurück zum MI6 und hilft auch eifrig mit, als MI6 und M angegriffen werden. Einige Autos, Häuser und Terroristen müssen dran glauben. Und das ist natürlich die fahrlässig verkürzeste Inhaltsangabe, die je über diesen Film geschrieben wurde.
    Daniel Craig (aka. »der neue Bond«) ist Geschmackssache, so wie jeder andere vor ihm. Ich mag ihn, ich mochte den Film, ich habe bereitwillig über die ein oder andere Unlogik und seinen Bond-untypischen Umgang mit Frauen sowie die fehlende Gentlemanigkeit hinweggeguckt. Und ich habe den Vorspann geliebt.
    Bechdel-Test: Nein. So nett auch eine neue Moneypenny auftaucht, so seltsam ist, wie gesagt, des aktuellen Bonds Verhältnis zu Frauen.
    ★★★★★★★★☆☆
  • The Hobbit: An Unexpected Journey (Der Hobbit – Eine unerwartete Reise) (IMDB)
    Im Kino, schon wieder.
    Der Hobbit Bilbo Beutlin wird vom Zauberer Gandalf auserkoren mit einer kleinen Gruppe Zwerge zum einsamen Berg zu reisen. Dort sitzt nämlich der Drache Smaug auf einem großen Haufen Gold, der einst dem Opa des Oberzwergs gehörte in einer Halle, die ebenfalls dem Opa gehörte. Und die Gruppe möchte den Drachen so langsam mal wieder loswerden und wieder selber in der Halle wohnen. Sie ziehen los, treffen Trolle, Orks, Elben und andere Orks; bis auf die Elben wollen ihnen alle den Kopf von den Schultern trennen. Bilbo trifft außerdem Gollum und findet einen Ring. Im Buch gehts dann erst richtig los, aber Peter Jackson macht einfach gerne Dreiteiler.
    Die Geschichte dürfte vermutlich jeder kennen, deswegen ist die auch total egal; mir gefällt, was Herr Jackson für Bilder für die Geschichte findet. Sie decken sich so mit meinem beim Lesen, dass es nie irritiert und sind immer genau eins schöner, größer, beeindruckender, dass es mir unfassbar Spaß macht und ich mich jetzt schon auf den nächsten Teil freue.
    Bechdel-Test: Nein. Außer Galadriel sieht man mit viel Glück ganz kurz eine Zweregenfrau und sonst ist das eine reine Männerveranstaltung.
    ★★★★★★★★★☆

Was ist eigentlich dieser Bechdel-Test? Guckstu hier.



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