Filme im Juni 2012

Aus der Kategorie »just movies«

Alle Filme – egal ob im Kino, auf DVD oder im Fernsehen im Juni 2012:

  • Æon Flux (IMDB)
    Lief auf Kabel Eins. Sagt das schon was aus?
    Der Großteil der Menschheit wurde von einer Seuche getötet, die letzten Menschen leben in einer Stadt mit großer Mauer drumrum und werden von einem Rat von Wissenschaftlern kontrolliert.
    Æon Flux ist eine Agentin einer Rebellen-Untergrund-Bewegung und soll einen der Regierenden töten, kann es aber, als sie vor ihm steht, aus einem ihr nicht verständlichen Grund nicht.
    Zum einen ist der Film unglaublich ästhetisch. Das liegt nicht nur an Æon, die von Charlize Theron gespielt wird, sondern vor allem an der Architektur, die die Macher rund um Berlin und Potsdam fanden. Und auch die Kampfszenen sind unglaublich durchchoreographiert und auch eher ästhetisch als alles andere. Allein was fehlt ist eine Geschichte. Ich habe die Inhaltsangabe jetzt aus der Wikipedia geholt, obwohl der Film noch läuft – so wirr und inhaltsleer ist alles. Genau: Schön, aber leer.
    Das reisst auch Charlize nicht raus.
    Bechdel-Test: Ja, ich denke schon – die Untergrund-Bewegung besteht nur aus Frauen. Es wird zwar insgesamt wenig gesprochen, aber ich denke, das passt schon.
    ★★★☆☆☆☆☆☆☆
  • Nick of time (Gegen die Zeit) (IMDB)
    Letztens mal aufgenommen und Sonntagsabends geguckt
    Gene Watson hat gerade seine Frau beerdigt und reist beruflich nach L.A. Dort wird seine Tochter gekidnapt und die Entführer wollen ihn damit dazu zwingen, eine Gouverneurin zu töten. Er hat dazu eine Stunde Zeit, sonst wollen Kidnapper seine Tochter töten.
    Als er den Sicherheitsleuten von all dem erzählen will, stellt er fest, dass auch die in die Verschwörung involviert sind.
    Der Film ist quasi in Echtzeit erzählt – das heisst, für den Zuschauer vergehen die eineinhalb Stunden, die die Verbrecher Herrn Watson geben, genauso quälend wie für ihn. Nein, im Ernst – das hätte eine schöne Idee sein können, ist aber irgendwie extrem lahm umgesetzt. Johnny Depp hin oder her.
    Bechdel-Test: Nope, es sei denn, ich wäre zwischendurch weggenickert und hätte einen kompletten Handlungsstrang verpasst.
    ★★★☆☆☆☆☆☆☆
  • Irgendwie außer Konkurrenz:
    Underworld: Evolution (IMDB) und Underworld: Rise of the Lycans (IMDB)
    ProSieben versuchte wohl so eine Art Anti-EM-Programm
    Ich habe nicht einmal eine Ahnung, wie das Genre heisst, von dem ich jetzt sagen müsste, dass ich keine Ahnung von ihm habe. Das ist doch kein Horror, oder?
    Ah: »Fantasy/Horror/Action« sagt die Wikipedia – sprich: Die haben auch keine Ahnung.
    Egal. Ich mag den Look, ich mag die Stimmung, ich mag die Musik, ich mag die Schauspieler, ich mag die Figuren der Underworld-Filme – aber ich habe so sehr keinerlei Ahnung, ob das jetzt gut gemacht ist oder nicht, dass ich den Mund halte.
    ★★★★★★★★☆☆
  • Spice Girls: Giving you everything (IMDB)
    Bei maxdome entdeckt und nachts spontan geguckt
    Eine Fernseh-Doku über die fünf Spice Girls, kurz vor der Comeback-Tour 2007 gedreht.
    Ich mochte die Spice Girls schon immer irgendwie, auch wenn man sie natürlich nicht mögen durfte, auch wenn das alles Plastik-Pop und überhaupt und bla und blubb, alles voll egal. Und so mochte ich auch diese Doku, sie zeigte den Weg aller fünf in die Band, den Ruhm, die Trennung und die Vorbereitungen zur Tour. Und die Engländer drehen ja eh die besseren Pop-Dokumentationen.
    Und ich mag Pop-Dokumentationen.
    Bechdel-Test: Ja sicher. Girlpower!
    ★★★★★★★☆☆☆
  • L’instinct de mort (Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt) (IMDB)
    PayTV. Hurra.
    Jacques Mesrine kommt vom Militärdienst in Algerien zurück, findet den Einstieg in die Gesellschaft nicht wieder. Er bekommt Kontakt zu einem Unterweltboss und beginnt für ihn zu arbeiten. Er wird gefasst, eingesperrt, versucht nach dem Gefängnis noch einen Anlauf ins bürgerliche Leben, gerät aber wieder zurück an die alten Freunde.
    Er überfällt Banken, raubt, mordet und verlässt irgendwann Frankreich nach Montreal. Dort wird er gefasst und eingesperrt, kann aber fliehen, sein Leben ab da wird im zweiten Teil, »Public Enemy No. 1 – Todestrieb« erzählt.
    Jacques Mesrine gab es wirklich, er war bis zu seinem Tod 1979 auf Grund seiner immer extremer werdenende Taten Frankreichs Staatsfeind Nummer eins.
    Der Film ist sehr französisch und sehr brutal, wortkarg und schnell. Und damit exakt so wie Jacques. Puh.
    Bechdel-Test: Nope. Frauen werden gevögelt, geschlagen, betrogen.
    Der zweite Teil ief dann irgendwann unangekündigt spätnachts, ich hab immerhin noch zwei Drittel gesehen und es ging ähnlich weiter.
    ★★★★★★★★☆☆
  • A kiss before you go – Live in Hamburg
    Natürlich sofort die DVD bestellt
    Dass ich Katzenjammer sehr liebe, dürfte der aufmerksamen Leserin bekannt sein – also habe ich natürlich sofort zum Erscheinen die Live-DVD bestellt. Die DVD zeigt ein Konzert in Hamburg in der großen Freiheit im letzten November, außerdem gibts ein paar Videos.
    Katzenjammer sind großartig, die DVD ist halt ein – wenn auch gut – abgefilmtes Konzert, die unglaubliche Stimmung kommt ganz gut rüber. Trotzdem: Man kann mehr aus einem Konzert-Film machen.
    Bechdel-Test: Aber sicher, so irgendwie.
    ★★★★★★★★☆☆
  • Brubaker (IMDB)
    Reingezappt und hängegeblieben
    Brubaker ist der neue Gefängnisdirektor eines Gefängnisses, in dem Folter, Vergewaltigung und Koruption an der Tagesordnung sind. Um seine neue Arbeitsstätte kennen zu lernen, lässt er sich zuerst inkognito als Gefangener einweisen. Nachdem er sich outet und seinen Job wirklich beginnt, stößt er auf diverse Widerstände, weil sich bis in weit höhere Ebenen alle ganz gut eingerichtet haben.
    Robert Redford spielt Brubaker, der Film ist von 1980; damit ist schon viel gesagt; der Film ist wortkarg und hart. Der Film ist aber auch exakt das Kino, mit dem ich angefangen habe, Filme zu sehen, er erinnert mich daran, wie Filme früher waren, er weckt ein altes, vetrautes Gefühl.
    Ich mag diese amerikanischen Filme.
    Bechdel-Test: Nope.
    ★★★★★★★★☆☆
  • The tourist (IMDB)
    maxdome sei gepriesen
    Frank Tupelo ist ein Tourist, der im Zug von einer mysteriösen Frau, Elise Ward, angesprochen wird. Sie nimmt ihn mit in ein Hotel und lockt damit die Polizei und diverse Verbrecher auf seine Fährte. Die sind eigentlich alle hinter einem anderen her sind, den Angelina aber deckt, in dem sie ihn als Köder benutzt.
    Angelina Jolie und Johnny Depp spielen die beiden Hauptfiguren in der Neuverfilmung von »Fluchtpunkt Nizza«, Florian Henckel von Donnersmarck hat Regie geführt. Schön anzusehen ist das alles, nicht nur die beiden Hauptdarsteller: Schöne Bilder, schöne Städte, schöne Menschen, alles ist sehr ästhetisch und betont mysteriös.
    Andererseits denkt man an vielen Stellen, dass die Kulissen vom Grundkurs »Matte-Painting« Babelsberg gemalt wurden und es gibt lustig haarsträubende technische Fehler. Sehr seltsam.
    Und wenn man irgendwann am Anfang den Dreh gekriegt hat, über die Auflösung nachzudenken ist das alles auch eher langweilig und pseudo-mysteriös. Hübsch, aber belanglos.
    Bechdel-Test: Nope. Außer Angelina gibt es keine Frauen.
    ★★★★★☆☆☆☆☆

Was ist eigentlich dieser Bechdel-Test? Guckstu hier.



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