Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Filme März 2012

Alle Filme – egal ob Kino, DVD oder Fernsehen im März 2012:

  • The Lazarus Project (IMDB)
    Ein Samstagsabendfernsehabend
    Ben Garvey (Paul Walker) ist ein Ex-Knacki, der glücklich ein friedliches Leben führt, sich aber dummerweise noch einmal auf einen Raubzug einlässt. Dabei kommt es zu einer Schießerei, drei Menschen sterben und Ben wird (Texas, Baby!) zu Tode verurteilt. Nach der Todesspritze wacht er als Hausmeister einer psychatrischen Klinik wieder auf – als unfreiwilliger Teilnehmer eines seltsamen Experimentes.
    Atmosphärisch hat mir der Film sehr gut gefallen – sowohl die liebevolle heile Welt zu Beginn als auch die verwirrende Umgebung in Mount Angel sind ziemlich dicht und gerade durch den Kontrast sehr eindringlich.
    Die Auflösung ging mir dann doch etwas zu hopplahopp, mir fehlt da ein bisschen die Geschichte, warum ausgerechnet ben da landet. Aber trotzdem: Hat Spass gemacht.
    Bechdel-Test: Nö. Voll nicht.
    ★★★★★★★☆☆☆
  • Live Free or Die Hard (Stirb langsam 4.0) (IMDB)
    Ein Sonntagsabendfernsehabend
    Amerika wird von Terroristen bedroht, die die Computer-Infrastruktur der Stadt angreifen. Bruce spielt den aus Die Hard 1-3 bekannten John McClane, der erst nur einen Hacker zum FBI bringen soll und dann aber immer tiefer in den Fall reinschliddert.
    Wie üblich bei ihm knallt und rumst es ordentlich, wie immer ist er müde und will das alles eigentlich gar nicht und irgendwann kämpft dann auch ein Truck gegen eine F35. Man nennt diese Form des Zweikampfes auch Jumping the shark.
    Trotzdem ist das alles nicht ununterhaltsam und ich erinnere mich, dass ich im Kino die Konfrontation von alter Bullenschule vs. Hackerwelt ganz lustig fand.
    Insgesamt: Man weiß ja vorher, was man will und das bekommt man auch.
    Außerdem ist „I’m so sick“ vom Soundtrack ein ziemliches Knallerstück.
    Bechdel-Test: Bruce spricht nicht mit Frauen.
    ★★★★★★☆☆☆☆
  • Sheryl Crow: Miles from Memphis Live at the Pantages Theatre (IMDB)
    Auf DVD
    Sheryl Crow hatte 2010 mit 100 Miles From Memphis ein sehr untypisches, ein ziemlich souliges Album veröffentlicht – dieser Film zeigt ein Konzert der dazugehörigen Tour. Zu dieser Tour hat sie ihre langjährige Band ausgewechselt und sich mit wenigen Ausnahmen auf die Rolle der Sängerin beschränkt. Bei Sheryl habe ich immer das Gefühl, sie fühlt sich eigentlich auf der Bühne gar nicht wohl – es gibt zwar wild tanzende Momente aber irgndwie sehen auch die seltsam durchchoreografiert aus. Aber irgendwie macht das einen millionenschweren Megastar mit nahezu 20 Jahren Karriere doch auch sympathisch, oder? Trotzdem wirkt sie dadurch auch immer etwas distanziert.
    Dennoch: Die neue Band ist der Hammer, das Album habe ich eh sehr gemocht, es gibt ein sehr hübsches, 20-minütiges Making of: Thumbs up.
    ★★★★★★★☆☆☆
  • Tina Dico: Live with the Danish Chamber Orchestra
    DVD von der Serotonic geschenkt bekommen.
    Tina Dico habe ich – wie die geneigte Leserin wahrscheinlich weiß – vor drei Jahren entdeckt und mich spontan sehr verliebt. Dieser anfängliche kleine Crush ist zu einer tiefen, warmen und umfassenden Liebe herangewachsen und diese DVD zeigt mir wieder warum.
    Tina sagt von sich selbst, dass sie ein sehr schüchterner Mensch ist. Und trotzdem ist sie quasi ständig unterwegs, ständig auf der Bühne. Und ich schätze, gerade deswegen sind ihre Lieder, Ihre Konzerte so voller Intimität, voller Liebe. Denn da stehen Menschen auf der Bühne, die uns ihr Innerstes zeigen, ihre wahre innere Schönheit in die Hand geben und uns ganz teilhaben lassen.
    Diesmal wird Tina – neben Dennis und Helgi – unterstützt von Danish Chamber Orchestra. Und da Frau Dico ganz nebenbei eine der definitiv besten Songschreiberinnen und Musikerinnen ist, die ich kenne ist diese Unterstützung wieder einmal nur eine grandiose Erweiterung dessen, was ich von ihr kenne. Egal ob alleine mit Gitarre, im Duo mit Helgi oder mit Band oder eben jetzt mit Orchester – es entstehen immer wieder die schönsten Momente die ich kenne.
    (Entschuldigt, man kann über Liebe und Schönheit nicht sachlich schreiben)
    Tina erzählt zwichendurch auf dänisch etwas über die Konzerte, ich verstehe kein Wort, werde aber jetzt dänisch lernen, um sie zu verstehen.
    (Sie ist übrigens im Herbst wieder in Deutschland auf Tournee – ich bin in Essen und in Köln. Meet me at the headshop there.)
    ★★★★★★★★★★★

3 Antworten zu “Filme März 2012”

  1. rebhuhn sagt:

    darf ich dich als kalender benutzen und du schreibst nochmal VOR essen/köln, daß das dann stattfindet? ich bin mehr als halb interessiert…

  2. rebhuhn sagt:

    ähm. oder ich gucke einfach selbst, wann das ist [soeben geschehen] und entscheide mich, wenn, dann in OL zu gehen [kann da eh gut meine eltern besuchen]…

    ;)

  3. Christian sagt:

    Womit Du Dir natürlich die Chance auf einen netten Kaffee nimmst :)
    (Aber Du wirst viel Spaß haben, da bin ich ziemlich sicher …)

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