Filme und Serien im September 2014

Aus der Kategorie »just movies«

Alle Filme und Serien – egal ob @Kino oder @home im September 2014.

  • Under the Dome (S2) (IMDB)
    Serie, @home, 2014
    Nachdem die erste Staffel ja halbwegs unzufriedenstellend mittendrin aufhörte geht das Leben unter der Glasglocke weiter. Machtkämpfchen, Intrigen, Heldentaten und paranormale Erlebnisse.
    Zwischendurch passieren Dinge, die ich mit offenem Mund als „Lost”-Momente bezeichnete – kleine Spins, in denen auf einmal vollkommen unerwartetes passiert, wo neue Ebenen, neue Personen einegführt werden – aber die bis jetzt noch alle gut passen.
    Wir fanden das weiterhin spannend.
    Und wie schon bei Staffel 1 hängen wir jetzt am Cliff, aber sowas von.
    Bechdel-Test: Ich glaub ja.
    ★★★★★★★★☆☆
  • Die Welle (IMDB)
    Film, @home, 2008
    Anarcho-Lehrer Wenger bekommt für die Projektwoche das Thema „Autokratie” aufgedrückt. Um den Schülern zu verdeutlichen, was für eine Dynamik eine Bewegung bekommen kann, erfindet und gründet er spontan eine Bewegung namens „die Welle”. Und wird prompt von ihr davon getragen.
    Das Buch von 1981 gehörte wahrscheinlich bei den meisten Mitgliedern (m)einer Generation zur Pflichtlektüre und es ist kein dummes Buch. Basierend auf einem Sozialexperiment „The third wave”, das 1967 in Kalifornien stattfand zeigen Buch und Film, wie einfach es ist, ein Gruppengefühl aufzubauen und zu benutzen.
    Die Verfilmung von 2008 geht schon in Ordnung.
    Bechdel-Test: Ich glaub ja.
    ★★★★★★★★☆☆
  • Hacker (IMDB)
    Doku, @home, 2010, @home
    Am Beispiel fünf verschiedener Beispiele versucht die Doku sich dem Phänomen „Hacker” zu nähern. Sowohl Altmeister, die bei der Gründung des CCC dabei waren als auch junge Virenschreiber werden begleitet, interviewt und erzählen ein bisschen.
    Als jemand, der sich selber auch als Hacker bezeichnet, dabei aber nicht nur an Computer denkt fand ich die Doku thematisch etwas einseitig. Als jemand, dem der Unterschied zwischen „Hacker” und „Cracker” noch etwas wert ist wurde mir nicht so richtig klar, was die Doku denn überhaupt bezwecken soll. Wer sie sich etwas open minded anguckt, der dürfte aber schon ein bisschen etwas mitnehmen.
    ★★★★★★☆☆☆☆
  • Hangover Girls (IMDB)
    Film, @home, 2013
    Claire wird heiraten und verbringt ihren Junggesellinenabschied mit drei Freundinnen in Vegas (Baby!)
    Die Dinge geraten, nachdem sie aus dem obligatorischen Stripclub geflogen sind (nein, man fasst keine Stripper an, auch wenn sie einem ihre Genitalien ins Gesicht hängen!) recht schnell einigermaßen außer Kontrolle.
    Die Idee ist nicht neu, ganz im Gegenteil – nur statt der vier Jungs snd hier halt vier Mädels unterwegs. An mancher Stelle hatte ich das Gefühl, dass man nach dem Überraschungs-Mega-Erfolg von „Hangover” ganz fix eine Mädels-Version dranhängen und den Erfolg ein wenig mitreiten wollte. Die Idee ist eins zu eins übernommen, nur die einzelnen Episoden sind halt anders. Und weniger überraschend, weniger skurril, dafür derber. Naja.
    Bechdel-Test: Ja.
    ★★★★☆☆☆☆☆☆
  • Sex Tape (IMDB)
    Film, @the movies, 2014
    Annie und Jay sind schon eine ganze Weile verheiratet und seit der Ehe, seit den Kindern und dem Vororthäuschen ist das Sexleben etwas eingeschlafen. Dann hat sie an einem kinderfreien Abend die Idee, ein Sextape aufzunehmen. Nach drei durchgevögelten Stunden schlafen sie glücklich und erschöpft ein – doch statt dass er am nächsten Tag das Video wie verabredet löscht behält er es auf seinem iPad. Apropos „iPad” – die Dinger sammelt er quasi manisch – abgelegte Exemplare verschenkt er großzügig an Freunde, Verwandte und den Postboten. Wie dumm, dass er die Cloud-Synchronisation nicht vorher abgestellt hat.
    Den Rest des Films versuchen die beiden, die iPads beziehungsweise die Video-Datei wieder unter Kontrolle zu bekommen.
    Das ist ziemlich belanglos aber halt nette Hollywood-Unterhaltung. Ich persönlich gucke Cameron Diaz schon länger gerne beim Schauspielen zu und auch mal auf den Hintern – und müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass es mich gestört hat, dass der Hintern auch mal unbekleidet war.
    Jason Segel ist und bleibt Marshall Eriksen.
    Bechdel-Test: Nope.
    ★★★★★★★☆☆☆
  • Anvil: The Story of Anvil (Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft) (IMDB)
    Doku, @home, 2010
    Als alter Metalhead musste ich hier natürlich reingucken, als mir der Film beim maxdome-Stöbern vor den Mauszeiger kam. Anvil waren damals, als ich begann mir die Matte wachsen zu lassen ein wichtiger Name: Sie hatten noch vor Metallica und Anthrax einfach die Geschwindigkeit massiv erhöht und damit ein komplett neues Genre innerhalb des Heavy Metal erschaffen.
    Im Gegensatz zu diesen beiden Bands hörte man aber dann später nichts mehr von ihnen. Die Doku begleitet die beiden Gründungsmitglieder „Robbo” und „Lips”, wie sie nach all den Jahren immer noch an den Erfolg als Rockstars glauben und sich das Geld zusammen leihen, um ihr dreizehntes Album aufzunehmen – nachdem kurz davor eine mit viel Hoffnung getartete Europatour im Disaster endet.
    Ich war am Ende des Films unfassbar traurig – wenn Dir zwanzigjährige mit einem Strahlen im Gesicht erzählen, dass das DIESMAL aber der GROSSE DURCHBRUCH sein wird, dann hat das Charme und Energie. Mittfünfziger, die seit dreißig Jahren kaum anderes machen, machen traurig.
    Aber vielleicht macht mich das auch deswegen traurig, weil mir und allen anderen um mich herum dieser tiefe Glaube an sich selbst irgendwann verloren gegangen ist.
    Wikipedia sagt, dass der Film der Band geholfen hat, noch einmal etwas bekannter zu werden. Ich fände das schön, wenn das auch überhaupt nicht mehr meine Musik oder mein Stil ist.
    ★★★★★★★★★★
  • Abduction (Atemlos – Gefährliche Wahrheit) (IMDB)
    Film, @home, 2011
    Der Schüler Nathan stößt auf einer Website für vermisste Kinder auf sein eigenes Bild und findet so heraus, dass er dann wohl adoptiert ist. Die Website stellt sich allerdings als Falle eines skrupellosen Killers heraus, der auf der Suche nach Nathan ist, da er eigentlich Nathans Vater, einen super-geheimen Geheimagenten sucht. Das FBI wiederum hatte eigentlich vor Nathan zu beschützen, als der aber jetzt ins Visier des Bösen gerät, muss der 16-jährige das halt selbst übernehmen. Ist ja klar, dass ein Team Profis das nicht so gut kann.
    Das hätte ein ganz hübsches Filmchen werden können, wären da nicht zum einen die in der Beschreibung schon angedeuteten Unlogiken und zum anderen die doch etwas lieblos zusammengesetzte Story – jedenfalls gibts immer wieder ganz solide Action-Momente. Sehr viel mehr aber auch nicht.
    Außerdem wirken einige Szenen so, als hätte Taylor Lautner (wir erinnern uns: Jacob aus den BISSigen Vampir-Filmchen) eingefordert, doch bitte einmal eine richtige Hauptrolle spielen zu dürfen. So eine mit sich-prügeln und viel Moped-fahren. Vielleicht hat auch darunter das Drehbuch dann gelitten. Aber ich war ja schon immer im Team Edward.
    Bechdel-Test: Nope.
    ★★★★☆☆☆☆☆☆
  • Die Schlikker-Frauen (oder so ähnlich)
    Film, @home, 2014
    Die Drogeriekette Schlikker meldet Insolvenz an. In einer Filiale beschließen die Mitarbeiterinnen, das nicht mit sich machen zu lassen. Sie besetzen die Filiale und entführen den unsympathischen Herrn Schlikker.
    Liebe Katharina Thalbach, lieber Sky Dumont, liebe Annette Frier: Warum? Also: Warum???
    Mein Gott, was für eine hohle, gequirlte Scheiße. Wir hatten ja nicht super viel von diesem Sat1 Film-Film erwartet, aber diese drei Schauspieler hatten wenigstens etwas Substanz vermuten lassen. Also wenigstens genug für einen müden Fernsehabend.
    Aber so bleibt als einziger Daseinszweck dieses Films wohl nur, dass man damit schön das Gejammer von Netflix beweisen kann, in Deutschland gäbe es einfach keine Qualität.
    Bechdel-Test: Jup.
    ☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆

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