Flüssig? Überflüssig?

Aus der Kategorie »just links«

Drüben bei der Frau serotonic lag ein Stöckchen rum. Ich habe diverse Schmerzmittel in einer hauptsächlich von der Farbigkeit der Pillen bestimmten Mischung im Kopf und fühle mich in einer entsprechend fröhlichen Laune, um mir Antworten auszudenken.

  1. Frühstücksei, hart oder weich?
    Also, wenn Sie es sich so richtig mit mir und mir so richtig den Tag verderben wollen, dann servieren Sie mir irgendein Ei, an dem noch ein Tropfen Glibber erkennbar ist. Das gilt nicht nur für Frühstückseier, das gilt für alles. Spiegeleier zum Beispiel müssen zum Ende hin einmal herumgedreht werden. Da verzichte ich doch lieber auf die sunny side up, als das mir da noch ein Tropfen weißes … – sehen Sie, jetzt ists mir schon wieder übel.
  2. Pudding?
    Der hingegen sollte ruhig flüssig sein. Ich bin ja aufgrund der hier schon öfter mal erwähnten Schwierigkeiten mit fester Nahrung im Moment ganz gut im Thema und kann da auch ganz klare Produktempfehlungen ausprechen: Ravensberger Pudding Creme Schoko mit Muh Dessert-Sauce Vanille ist eine ziemlich gute Kombi. (Kalorienzähler und WeightWatcher folgen diesen beiden Links besser nicht)
    Joschka hört das meiner Meinung nach geräuschlose Eingießen des Puddings in eine Glasschale übrigens auf 25m Entfernung, kommt dann zu mir, wartet schnurrend, bis ich die Schüssel leer habe und kriegt zum Schluss eine Fingerspitze zum Ablecken.
    Eventuell mitlesende Ernährungsberaterinnen bitte ich von Kommentaren bezüglich der Ausgewogenheit meiner Ernährung abzusehen. Ich weiss es ja.
  3. Das überflüssigste Haushaltsgerät?
    Diese Kombiabroller, in denen man eine Zewa-Rolle, eine Rolle Alufolie und eine Rolle Frischhaltefolie parkt, um dann, wenn die Milch umkippt mit einem Ruck das ganze Ding von der Wand zu ziehen.
  4. Sprachen, flüssig, überflüssig?
    Deutsch flüssig. Also, so einigermassen, Ihr kennt das ja.
    Englisch konnte ich zu Abizeiten gut genug, um in London im Pub um halb zehn eine Guinness-geschwängerte Diskussion über Philosophie mit einem Einheimischen zu beginnen. Wenn ich heute sehe, mit was für Fremdsprachenkenntnissen Menschen in „mein neues Leben“ oder ähnlichen Sendungen in andere Länder auswandern denke ich: Englisch immer noch flüssig.
    Latein hab ich zwar lange Jahre gelernt, aber flüssig war das nie. Interessantwerweise habe ich heute gelegentlich das Gefühl, dass es mir da was bringt, wo es alle damals immer geagt haben: „Damit kannst Du alle Fremdwörter verstehen!“
    Französisch und ich, wir aben uns nie so verstanden. Ich hab zwei Jahre lang durchgängig die schlechteste Arbeit im Kurs geschrieben und es dann wieder abwählen dürfen. Das reicht genau dafür, dass ich zum großen Vergnügen von S. (die die Sprache fließend im Schlaf beherrscht) französische Bedienungsanleitungen in der richtigen Aussprache aber ohne einen Hauch einer Ahnung, was ich sage vorlesen kann.
    Von meinem dritten bis zu meinem sechsten Lebensjahr habe ich im flämischen Teil von Belgien gelebt. Dadurch konnte ich lange gesprochenes flämisch und holländisch verstehen. Jedenfalls so lange, bis ich alt genug war, um mal nach Amsterdam zu fahren und es zu gebrauchen. Da hatte es sich dann abgenutzt.
  5. Das überflüssigste Fernsehprogramm?
    „Aber Leute, das kann doch nicht so schwer sein, eine Automarke mit A? Ich höre gerade, wir machen jetzt noch die Leitung 744 auf, wenn Ihr die trefft, dann könnt Ihr 12000,- gewinnen – ich mach jetzt mal nen Countdown…“
  6. Die überflüssigste Sendung?
    Das Wort zum Sonntag. Wieso kriegen die Sendezeit?

Ich lass das Ding mal hier liegen, wer mag kann sich ja auch ein paar überflüssige Gedanken machen.


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