Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

For The Love Of God

Ich hatte es gestern versprochen.
Aber erst ein paar Worte dazu. Steve Vai ist – schaut man sich das Video an – nach heutigen Maßstäben natürlich furchtbar. Optisch ist er fast noch mehr das pure Klischee eines achtziger-Jahre-Rockstars als Bon Jovi und das will wirklich etwas heißen. Konsequenterweise tritt er heute auch gerne mit einer Windmaschine vor sich im Boden auf.

Egal. Blendet man das mal aus, erliegt man nicht der reflexhaften Versuchung, sich über Haare, offene Rüschenhemden und ähnliches lustig zu machen und hört statt dessen der Gitarre zu – dann ist das einfach beeindruckend. Und nicht nur technisch.

Wie gestern angedeutet, hatte ich das Video mal der Bürokollegin gezeigt – hauptsächlich, damit wir uns gemeinsam darüber amüsieren konnten, wie die Menschen, deren Musik micht früher sozialisiert haben mit dem Blick von heute so wirken – und dann sprach sie: „Der hat mir ja gerade mit der Gitarre eine Geschichte erzählt”.

Open minded eben. Sucht man sich seine Bürokollegen gut aus, dann kann man so ein Glück haben.

Aber hier, bitte: Mr Steve Vai. Ehemals bei Frank Zappa zuständig für „Stunt Guitar” mit einem Song seiner ersten Solo-LP. Einem mit dem er meiner Meinung nach perfekt beweist, dass er nicht nur technisch einer der besten ist, sondern dass er all die Technik dafür einsetzt, sein Instrument sprechen zu lassen.

2 Antworten zu “For The Love Of God”

  1. Kiki sagt:

    Ich kann so gar nicht auf Steve Vai, aber dank eines Vai-Bewunderers in meiner alten Band bin ich recht vertraut mit seinem OEuvre. Wirklich beeindruckt war ich damals, als ich erfuhr: Steve Vai spielt nicht nur den Part des Teufels Gitarristen, sondern (im wirklichen Leben) auch den Teil, den Karate Kid Ralph Macchio auf seiner Tele simulierte. Ry Cooder hat’s zwar wohl (mit)komponiert, aber nicht spielen können. :)

    https://www.youtube.com/watch?v=bMAkr_Z74E8

    Ansonsten fällt mir immer wieder das Kinn runter, wenn ich mir Vais Hände ansehe … Klosettdeckelgrösse, die Gitarre sieht in seinen Händen wie ein Spielzeug aus; mit der Spannweite konnte höchstens noch Hendrix mithalten.

  2. Steffen sagt:

    Irre. Auch, dass ich’s nach 20 Jahren immer noch mitsingen kann (nein, nicht spielen).

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