Frag immer den, der unten liegt

Aus der Kategorie »just people«

Die ein oder andere treue Leserin mag sich erinnern, dass ich ein paar Jahre in einem Jugendtreff gearbeitet habe. Dieser Jugendtreff lag in einem sogenannten sozialen Brennpunkt – was ja unter anderem bedeutet, dass vor der Eröffnung dieses Jugendtreffs hier und da kleine Grüppchen von Jugendlichen auf der Straße rumgehangen hatten. Diese Grüppchen hatten vorbeigehende angepöbelt, hatten auf die Straße gerotzt, hatten die gaballte Motorkraft ihrer Fahrzeuge lautstark vorgeführt – und sie hatten sich, wenn sie sich nahe genug kamen, gelegentlich auch mal was aufs Maul gehauen.
Dann hatte unser Jugendtreff eröffnet und dieses komplizierte Machtungleichgewicht, diese mühsam erarbeiteten Teritorialansprüche auf dem Marktplatz verschoben sich in den Cafébereich unsere Treffs.

Na hurra.

Aber es war ja nun mal unser Job, wir hatten das alle vorher gewusst – und ein paar Dinge, um mit so etwas umzugehen hatten wir ja auch alle mal gelernt. Unter anderem folgendes:
Wie gesagt, es gehörte zum guten Ton, Meinungsverschiedenheiten hin und wieder nonverbal zu lösen. Und auch Diskussionen über die Anführerschaft in der Gruppe wurden oft eher mit der geschwungenen Faust als mit dem eleganten Wort gelöst.
Eine der Grundregeln, die man als Mitarbeiter in so einem Treff wissen musste, war also: Wenn Du auf zwei Leute triffst, die sich gerade raufen (ich benutze dieses Wort absichtlich, denn es gibt einen klaren Unterschied zwischen Raufen und Prügeln), dann frage den, der gerade unten ist.
Bestätigt nämlich der untere Dir lachend, dass alles ok ist, dann ist es Raufen, Du kannst aufatmen und weiter gehen.

Ruft allerdings nur der obere »Ist nur Spaß!« liegt der Verdacht nahe, dass es sich doch um eine Prügelei handelt – oder um etwas anderes, was nicht in beider Interesse liegt. Und dann Du musst einschreiten.
Im Fortgeschrittenenkurs lernt man dann auch noch: Je lauter der obere schreit, dass er aber Recht hat desto weniger hat er es. Fast immer. Aber wie gesagt: Das ist schon der F-Kurs.

Auch die Liebste, die ja als Lehrerin schon an der ein oder anderen Schule gearbeitet hat, bestätigt mir noch heute: Man fährt sehr gut mit dieser sehr simplen Regel: Frag immer den, der unten liegt.

Wenn wir ehrlich sind, dann ist diese Regel nicht nur eine sehr simple, sondern eigentlich auch eine auf den Alltag übertragbare. Denn wir alle waren doch wahrscheinlich schon in Situtionen, wo wir uns gewünscht hätten, ein Sozialarbeiter wäre vorbei gekommen und hätte uns gefragt, ob gerade Spaß gemacht würde. (Und uns im Zweifelsfall aufgeholfen und dem Vollhonk, der gerade noch seine Knie auf unseren Oberarmen hatte, Hausverbot erteilt hätte.)

Klar, die meisten von uns werden sich im Alltag eher selten prügeln, aber es gibt da ja genug andere Situationen, wo so eine helfende Hand einfach mal nett wäre. Und wo es schön wäre, wenn nicht der gefragt würde, der uns eh gerade auf dem Ego herumtrampelt, der uns gerade im Meeting die Idee aus dem Mund nimmt, der nur wegen seiner großen Klappe schon wieder befördert wird, oder der uns rempelnd gerade bei H&M den letzten Pulli in L wegschnappt. Oder?
Und auch sonst hat sich dieses Verfahren größtenteils bewährt: Frag nicht den Dieb – sondern die atemlose Frau ohne Handtasche, frag den Kassierer und nicht den Typen mit Apfel und ohne Kassenbon.

D’accord? D’accord. Schön, das wir uns einig sind.

Ach ja, eine Frage noch: Warum fragt überhaupt noch jemand irgendwelche »weißen« »Sprachschützer« über das Vorkommen des Wortes »Neger« in irgendeinem Buch?


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Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

27 Reaktionen

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Am 19.01.2013 um 18:37 Uhr antwortete Kiki:

Vielleicht, weil die Dinge selten so einfach und schwarz-weiss sind? Weder auf der Straße, noch in der Kultur?


Am 19.01.2013 um 18:54 Uhr meinte Christian:

Wenn jemand, jemand anderem auf den Oberarmen kniet und ihm ins Gesicht schlägt, dann ist das sehr einfach.
Wenn jemand sich von jemand anderem durch dessen Sprache diskriminiert fühlt, weil die Sprache sich auf Jahrhunderte voller Diskriminierung und Ausbeutung bezieht, dann auch.
Ich finde das sehr einfach.


Am 19.01.2013 um 19:32 Uhr antwortete Kiki:

Zumindest im Internet ist alles ganz einfach: Lass dich auf irgend eine Diskussion ein und du kannst nur verlieren.

Ich habe einfach von jeher ein Problem mit moralinsauren, selbstgerechten Typen, die sich das Deckmäntelchen der Gerechtigkeit überwerfen und das Banner der Anständigigkeit vor sich her tragen und jeden als des Teufels bezichtigen, der nicht laut ihre Hymne mitsingend hinter ihnen herläuft. Ich traue solchen Leuten nicht weiter, als ich ein Klavier werfen kann. Und nein, damit bist Du nicht gemeint, aber so ziemlich 90% der Kinderbuchschänder und Sprachschützer_innen.


Am 19.01.2013 um 19:56 Uhr sprach Christian:

D’accord mon … äh. Du weisst schon.
Deswegen finde ich es wichtig, sich hin und wieder zu erinnern, wo die einfachen Grundlagen für all den Mist liegen.


Am 20.01.2013 um 0:20 Uhr wusste Christian:

Ist es wirklich so einfach mit der Sprache? Ist das Wort Neger tatsächlich diskriminierend gemeint oder bezieht es sich nur auf die Hautfarbe? Es gab eine Zeit in Deutschland, da wurde das Wort Jude diskriminierend gebraucht. Mit dem Wort schwul ist es teilweise heute noch so, dass es als Schimpfwort gebraucht wird.

Es kommt bei den letzten beiden Beispielen sehr auf den Kontext an, ob ich damit einfach nur die Religion meine oder antisemitische Diskriminierung betreibe; ob ich die sexuelle Orientierung einer Person beschreibe oder ob sie deswegen verurteile.

Es gibt dunkelhäutige Menschen, die sich auch selbst als Neger bezeichnen, es gibt welche, die den Begriff abwertend verstehen. Wir haben hier nicht einen, der unten liegt, sondern viele verschiedene Leute. Kennt man sein Gegenüber nicht, oder richtet man sich an die Allgemeinheit, dann sollte man natürlich Worte vermeiden, die den andern verletzen können.

Sollte man diese Worte dann aus Literatur streichen, in der sie unbedarft verwendet werden, weil sie einem anderen Zeitgeist unterliegt?

Es ist alles andere als einfach.


Am 20.01.2013 um 1:02 Uhr antwortete Lina Luna:

Klingt tatsächlich nach einer gelungenen Faust(hahaha)regel.


Am 20.01.2013 um 7:56 Uhr meinte Christian:

@Christian:

Erstens: Ja, jedes Wort, das ein willkürliches Merkmal eines Menschen nimmt, um ihn damit im Ganzen zu beschreiben ist diskriminierend; es reduziert denjenigen nämlich auf etwas – in diesem Fall auf seine Hautfarbe oder seine sexuelle Orientierung. Und dann packt es alle konnotativen Bedeutungen dazu, die irgendwann auf diesen Begriff draufgeladen wurden.
Tipp: Nimm Dir mal eineinhalb Stunden und guck Dir dieses Video an.

Zweitens, und viel wichtiger: Es geht – so lange Du nicht eine dunkle Hautfarbe hast und »N*eger« genannt wirst – nicht darum, wie Du es siehst, wie Du es verstehst, wie Du es meinst.

Und drittens: Natürlich sollte Literatur – so wie schon seit Jahrunderten immer wieder angepasst werden, damit sie verstanden werden kann. Das passiert ständig und es kümmert – ausserhalb der Übersetzer-, der Literatur-Nerd- und der Feuilleton-Szene keine Sau.
Nur jetzt und hier geht eine Welle los, weil es so en vogue geworden ist, sich über politische Korrektheit zu echauffieren.


Am 20.01.2013 um 10:50 Uhr ergänzte Christian:

@Christian: Richtig, sobald ich das Wort benutze um jemanden damit im Ganzen zu beschreiben, obwohl es nur einen Teil seiner Identität betrifft, ist das diskriminierend.

Dabei macht es aber keinen Unterschied welches Wort ich benutze: Wenn ich frage: „Wie ist der neue Kollege?“ und es wird geantwortet „Ach, das ist so ein Schwarzer“. Dann ist das diskriminierend. Es spielt keine Rolle welches Wort da hinten steht, denn es beschreibt in dem Moment nicht die Hautfarbe sondern die Vorurteile des Sprechers über eine Personengruppe.

Es bringt dann nichts, ein Wort zu verbannen, denn die Aufladung mit Konnotationen erfolgt eben aus dem Kontext nicht aus dem Wort. Man müsste alle 10 Jahre ein neues Wort suchen, weil für das alte genug negative Verwendung aktenkundlich ist.

Zum zweiten: Ich darf ein Attribut nicht gebrauchen solange es nicht selbst auf mich zutrifft? Ich darf nicht sagen, jemand ist dick, wenn ich nicht selbst dick bin? (Was für ein Glück dass ich Übergewicht habe). Richtig ist, ich soll keine körperlichen Merkmale ins Spiel bringen, wo sie nichts verloren haben. Und in 99% der Fälle hat die Hautfarbe nichts zu sagen, und braucht deswegen nicht in einen Satz eingebaut zu werden, egal mit welchem Wort.

Würden wir dieselbe Diskussion um das Wort schwul führen? Es ist zweifelsohne negativ konnotiert. Sollten alle, die nicht selbst homosexuell sind, den Schwulen- und Lesbenverband deswegen Homosexuellenverband beiderlei Geschlechts nennen?


Am 20.01.2013 um 11:15 Uhr sagte Christian:

@Christian
Attribute zu verwenden ist überhaupt kein Problem. Aber es gibt einen Unterschied zwischen »ein Mensch mit schwarzer Haut« oder »ein Schwarzer«.
Denn das eine heißt: »ein Mensch, mit einem Merkmal (das ich jetzt nehme, um ihn in dieser Situation zu beschreibe)« und das andere »ein Mitglied einer Gruppe, die keine ist, von mir aber einfach mal in diese Gruppe reingesteckt wird«.
Genau so gut kann ich auch sagen »die neue Kollegin ist die langhaarige / Die, die immer im Channel-Kostüm rumläuft / Die mit der tiefen Stimme.«

Richtig deutlich wird das, wenn man statt der Hautfarbe irgendein anderes, ebenso willkürliches Merkmal rausnimmt:

Die Linksträger, die Telefonierer, die Bartträger, die Haarlosen. Alle diese Generalisierungen sagen nichts über die Menschen aus. (»Linksträger können ja schnell laufen und gut tanzen«??)

Nehmen wir das schöne deutsche Wort »Idiot«, das noch Ende der 60er für Menschen mit niedrigem IQ verwendet wurde.

Möchtest Du irgendwann mitkriegen, dass Dich der Stammtisch der Uniprofessoren oder der örtliche Mensa-Stammtisch als »der ist halt so ein Idiot« bezeichnet, wenn er über Dich spricht?

Vermutlich nicht, das Wort hat einen Bedeutungswandel mitgemacht und wird nicht mehr (oder wenn dann auch als deutliche Beschimpfung) benutzt. Und so ist es Dein Recht zu sagen, dass Du nicht als Idiot bezeichnet werden möchtest.
Und so ist es auch das Recht anderer Menschen, nicht als Neger beschimpft zu werden.

Und: Wenn der Schwulenverband gerne so genannt werden möchte, dann ja. Das sagt ja der obenstehende Artikel von mir: Hört doch alle mal auf, Euch darüber zu unterhalten, ob etwas »normal«, »üblich« oder sonstwas ist, wenn die, über die gesprochen werden es als Beleidigung zu verstehen. Denn das bedeutet nur, dass es eben üblich ist, jemanden zu beleidigen.


Am 20.01.2013 um 11:56 Uhr ergänzte Kiki:

„Und: Wenn der Schwulenverband gerne so genannt werden möchte, dann ja. Das sagt ja der obenstehende Artikel von mir: Hört doch alle mal auf, Euch darüber zu unterhalten, ob etwas »normal«, »üblich« oder sonstwas ist, wenn die, über die gesprochen werden es als Beleidigung zu verstehen. Denn das bedeutet nur, dass es eben üblich ist, jemanden zu beleidigen.“

Jein. Nicht jedes Mitglied einer Minderheit oder diskriminierten Gruppe ist im Verband organisiert und möchte, daß andere für es sprechen. Und jeder Mensch fühlt sich wegen irgend etwas anderem beleidigt, teils zu Recht, teils zu Unrecht (weil vom Absender überhaupt nicht so gemeint). Ich kann es beispielweise überhaupt nicht ab, wenn jemand vermeintlich für mich spricht und mir die Entscheidung abnimmt, wann und wodurch ich mich beleidigt oder diskriminiert fühlen muss. Mehr als einmal musste ich mich dann obendrein noch von solchen wohlwollenden Fürsprecher_innen beschimpfen lassen, ich wäre zu blöd zu erkennen, daß ich gerade diskriminiert wurde oder wäre eine unsolidarische, egozentrische Spalterin, die der gemeinsamen Sache – z.B. dem Feminismus –schaden würde. (Welcher gemeinsamen Sache? Ich hab’ nie in Euer Baumhaus gewollt, hallo? Danke der Nachfrage!)


Am 20.01.2013 um 14:10 Uhr wusste Christian:

Ich muss gestehen, dass es mir reicht, wenn ich einen einzigen Menschen weniger beleidigen kann.

Wem da (das ist jetzt nicht hintenrum auf Dich gemünzt, das betrifft jetzt die öffentlich geführte Debatte) seine eigene gefühlte Sprachreinheit wichtiger ist, der disqialifiziert sich imho schon arg. Vor allem, wenn er dann mit Argumenten kommt, die schlicht nicht wahr sind und die alle im Endeffekt nur schreien „ICH will aber das alles so bleibt, wie ICH es mag)

Ich weiss, dass das Thema schwierig ist. Aber deswegen fand ich es gut, mal ein paar Basics wieder zu erwähnen.
Und wenn ich diese Metadiskussionen um die Sprache in Kinderbüchern lese, geführt von Menschen, die vor 120 Jahren zuletzt ein Kinderbuch lasen und denen aus jedem Satz quillt, dass sie einfach nur keinen Bock haben, sich den Befindichkeiten eines schwarzhäutigen Menschen auch nur einen Zentimeter entgegen zu bewegen, dann bekomme ich das kotzen.


Am 20.01.2013 um 14:11 Uhr ergänzte Christian:

Nachtrag: Und die Probleme der „Minderheitenverbände“ haben wir ja alle spätestens seit dem Split der Volksfront Judäa auch begriffen ;)


Am 20.01.2013 um 14:12 Uhr sagte Christian:

Kiki, bin deiner Meinung.

Christian: Wenn du bitte hinschaust habe ich nicht behauptet dass es üblich ist, sondern dass es innerhalb der Gruppe der betroffenen beide Meinungen gibt. Also genau das, was du forderst: Die Leute fragen, die unten liegen.

Du warst derjenige, der auf Kikis ersten Kommentar geantwortet hat, in diesem Fall sei es nicht nötig, weil es „sehr einfach“ ist.

Nun kenne ich persönlich eine Frau, die von sich wegen ihrer Abstammung als Neger bezeichnet (sie benutzt tatsächlich die männliche Form, niemals „Negerin“). Da das Thema in der Presse ist, habe ich heute auch einige Leserbriefe gefunden, wo Stimmen von dunkelhäutigen Menschen sichtbar werden: Einige stimmen dir zu und halten das Wort für diskriminierend, andere sind eher für meine Position und sagen, dass es auf den Kontext ankommt.

Offenbar ist es nicht so einfach, denn die Schwarzen selbst haben alle verschiedene Meinungen dazu – und würden wir das nicht anerkennen, würden wir uns in der Tat rassistisch verhalten.


Am 20.01.2013 um 14:24 Uhr schriebChristian:

Dann ist es ja kein Problem, in einem geschützen Raum, in dem nur Deine Bekannte angesprochen wird und auch weiß, dass sie gemeint ist zu Ihr »Neger« zu sagen.

Es gibt einen guten Freunde, den ich mit »Na, Kapitalistensau« begrüße, weil sein Job schon arg außerhalb dessen liegt, was er und ich mal irgendwann als moralisch vertretbar vorgestellt hatten.

Trotzdem würde ich nie in einem Buch oder einem Blogbeitrag alle InvestmentBanker als Kapitalistensäue bezeichnen, weil ich damit alle treffe.
Man könnte sagen: Er und ich haben uns da einen eigenen Konnotaionsrahmen geschaffen. So wie Deine Bekannte und Du auch.

Frage: Würdest Du jeden, Dir unbekannten Menschen mit dunkler Haut direkt als »Neger« ansprechen?

In einem Buch spricht man mehr Menschen an, als wenn man den kleinen eigenen Bekanntenkreis persönlich anspricht. In einem Buch lernen wieder Menschen etwas daraus, gerade, wenn es Kinderbücher sind. (Und jetzt sag nicht, dass Eltern das ihren Kindern dann ja erklären können – das geht am Alltag einer Gute-Nacht-Geschichte vollkommen vorbei)


Am 20.01.2013 um 14:48 Uhr sprach Kiki:

Es ist auf jeden Fall ein diskussionsförderndes Thema (von ‚wichtig‘ sehe ich mal ab, denn das fände ich nicht zutreffend). Und ich bin Dir sehr dankbar, daß wir es hier unaufgeregt und ohne mit irgendwas zu werfen diskutieren können.


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Auch anderswo wird darüber gesprochen …

[...] Frag immer den, der unten liegt. „Wenn Du auf zwei Leute triffst, die sich gerade raufen (ich benutze dieses Wort absichtlich, denn es gibt einen klaren Unterschied zwischen Raufen und Prügeln), dann frage den, der gerade unten ist. Bestätigt nämlich der untere Dir lachend, dass alles ok ist, dann ist es Raufen, Du kannst aufatmen und weiter gehen.“ [...]
[...] habe, weil es eben nicht meine Gefühle sind, die verletzt werden (dazu empfehle ich den Text von Christian vom Jawl sowie diesen Artikel bei Schreibgold). Ich habe auch so spontan niemanden zur Hand, den ich fragen [...]

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