Fremdgegangen: Das Serendipity-Handbuch

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Erinnert sich noch jemand an Videocassetten? Gut. Erinnert sich auch noch jemand an den Kampf zwischen VHS, BetaMax und Video 2000? Nein? Kurz gesagt gab es damals mehrere Video-Cassetten-Systeme von denen sich (Hallo Mr. Darwin – wie schmeckt Ihnen das?) nicht das technisch beste durchgesetzt hat. Sonst hätten wir nämlich alle BetaMax-Videorecorder gehabt.

So ähnlich kommt es mir ja manchmal mit WordPress vor.

Die eine oder andere Leserin mag sich erinnern, dass ich eine Zeit lang versucht habe in einem eigenen Blog über User-Interfaces zu bloggen. Aber man verhaspelt sich ja, wenn man zu viele Blogs hat und so … aber egal, was ich eigentlich sagen wollte: Da hatte ich damals mal Serendipity ausprobiert. Ich wollte ein Jahr nach meinem Umstieg auf WordPress mal wieder was neues sehen.

Und ich war beeindruckt. Alle schien mir irgendwie runder, alles war genau das kleine bißchen besser gemacht. Der Adminbereich war logischer (und viel schöner!), die PlugIn-Funktionalität hat mich umgehauen, der Code war meines Erachtens sauberer.
Alles also toll.
Und auch, wenn man sich im Web mal an Stellen herumtreibt, wo nicht nur End-User, sondern Menschen mit technischer Ahnung sitzen bekommt man diese Meinung bestätigt: Serendipity ist das bessere System.

Trotzdem ist WordPress deutlich verbreiteter – aber wir haben ja damals schon bei den Videocassetten gelernt, das das nicht an der Güte des Systems hängt. (Bei mir hing es übrigens einfach daran, dass Smarty und ich auf den entgegengesetzten Seiten des Verständnishorizontes bewegen. Aber das nur zur Erklärung, warum ich hier über die eine Software lobhudele und die andere benutze.)

Warum ich überhaupt davon erzähle?

Garvin „Mr. Serendipity“ Hicking hat – wie ich gerade lesen konnte – sein Serendipity-Handbuch fertig geschrieben:

Rund 700 Seiten liegen dem Verlag derzeit zur Korrektur und Verfeinerung vor, prall gefüllt mit ausführlichen Beschreibungen von allem, was mit Serendipity zu tun hat.
Viel Herzblut und Freizeit ist in das Buch geflossen, und ich hoffe damit sehr, den Nutzern endlich eine vollständige Dokumentation in die Hand geben zu können. Gleichermaßen ist es auch für Neulinge zum System gedacht, da alle Aspekte des Systems beschrieben werden.

Das klingt verheißungsvoll – also sollte man gleich mal zu Amazon rüber und das Serendipity-Handbuch vorbestellen. Dann erscheints nämlich schneller. Sagt Garvin.

Das Serendipity-Handbuch

Gebundene Ausgabe: 500 Seiten
Verlag: Open Source Press; Auflage: 1 (Mai 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3937514546
ISBN-13: 978-3937514543


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4 Reaktionen

Am 05.02.2008 um 17:10 Uhr sprach Thierry:

Ich habe hieraufhin Serendipity vor einigen Tagen auch mal auf meinem Server installiert, da ich seit längerem auf der Suche nach einer Alternative zu WordPress bin. Vieles gefällt mir zwar an Serendipity, aber ich werde trotzdem bei WordPress bleiben.
Die Medienbibliothek ist eine sehr hilfreiche Funktion, und der Import von WordPress ist sehr sauber.
Irgendetwas am Design funktioniert für mich aber nicht – das ist ein sehr subjektives Gefühl und ich kann es nicht erklären. Vom Aussehen des Adminbereiches bin ich auch nicht wirklich überzeugt. Schade eigentlich.

Ich werde das Projekt aber weiterhin verfolgen, es schaut auf jeden Fall nach einem interessanten Versuch aus.


Am 03.05.2008 um 11:16 Uhr kommentierte www:

alles nichts neues!
wordpress ist offen gesagt in vielen dingen eine zumutung.
aber, es ist einfach zu installiehren, hat ne menge plugins und themes.
und exakt das ist es was ein produkt im netz braucht um eine hohe aufmerksamkeit zu erreichen.
und selbst dein beitrag, ist in letzter konsequenz werbung für wordpress!
warum?
der neuling der diesen beitrag liest, kennt nun wordpress und weis das es das meiost verreitetzte ist. also wird er auch drauf setzen und hoffen das die fehler nicht so ramatisch sind. im zweifwelsfalle, kann man wegen der hohen verbreitung, aber sicherlich überal hilfe erhalten!


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