Friday night

Aus der Kategorie »just music«

Wie gesagt bin ich dann heute Abend nochmal zu Tina Dico gefahren. Und abgesehen davon, dass ich immer noch und wieder völlig verliebt bin (hier erwartet doch keiner einen »normalen« Konzertbericht, oder?) gab’s ne Menge zu erleben:

Erst einmal stand vor der Tür ihr Bus und vor dem Bus klebte der kleine Pfeil auf dem Boden – das war ja in den letzten Tagen meine Lieblingsgeschichte in ihrem kleinen Tourblog gewesen.

Im Jovel waren so geschätzte 500 Menschen, und es war zwar wieder bestuhlt, was ich recht schade fand aber rund um die Stühle war noch genügend Platz, dass da auch Menschen stehen konnten. Oder auch mal ein bisschen sich bewegen oder sogar mal tanzen.

Überhaupt find ichs da recht hübsch, auch wenn sich ein paar Menschen neben mir darüber unterhielten, dass es bei den Diskos doch immer etwas groß und steril sei. Und sowieso nur die Bauern aus der Umgebung kämen. Rudis Resterampe sozusagen. Aber ich wollte ja gar nicht zur Disko.

Das Konzert war großartig. Gestern in der Stadthalle in Mühlheim war es auch sehr schön, aber den Unterschied zwischen einer Stadthalle und dem Jovel machte dann das Publikum. Jedenfalls ein Großteil des Publikums, aber dazu später.

Denn die Stimmung war – Stühle hin oder her – phantastisch, die Menschen kannten die Songs, sangen zu Tinas Freude auch mal mehr mit als nur den von ihr selbst dafür vorgesehenen Refrain von »Copenhagen« mit, bejubelten alte Songs, weil es alte Songs waren, und neue, weil sie sie so gerne hatten, schwiegen still, als Tina ohne Mikro die Halle füllte und klatschten und hüpften bei rockigeren Nummern.

Apropos »rockige Nummern«: Wer Tina schon einmal live gesehen oder sich gründlich bei YouTube umgesehen hat, der weiß, dass ihr Gitarrist gerne mal den Rocker gibt. Am Ende des Songs vor »Count to ten« spielte er sich ziemlich in Rage, sprang, rannte, kniete und rutschte irgendwann auf dem Rücken vor seinem Verstärker herum. Der Großteil der Halle johlte, pfiff und klatschte, nur vor mir die beiden Mädchen guckten pikiert. Und ich hörte so Satzfetzen wie »… soll denn das? … muss der sich so produzieren? … peinlich!«

Äh ja.

Passend dazu hörte ich dann beim Autogramm-Anstehen neben mir drei Mädels: »… wenn ich zu einem Konzert gehe, dann will ich doch den Star hören und nicht den Nebenmann … – … ja genau, gerade bei einem Konzert, da singt der Künstler ja auch einmal etwas ein wenig anders phrasiert als auf der Platte und dann stört es ja auch, wenn dann jemand ohne ausgebildete Stimme nur die Version der Platte mitsingt … – … ich muss ja gestehen, ich hab bei einem Lied auch mitgesungen, aber natürlich nur in mich herein und nicht laut …«

Zum Glück für alle fragte mich Tina dann nach meinem Namen, ich hatte nämlich gerade ein paar unfreundliche Worte rund um »’mal den Stock aus dem Arsch« gesammelt.

Wir quatschten kurz über die Unterschiede zwischen einer Stadthalle in der Woche und dem Jovel on a friday night und sie meinte, sie hätte sehr, sehr viel Spaß gehabt.

Dann waren wir ja schon zwei. *Hach*

Bei Black-Cat-Net gibt es Bilder des Abends


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