Gelesen: »Bad hair years« von Martina Kink

Aus der Kategorie »just read«

Ich muss vorweg schicken: Ich bin hier nicht ganz unparteiisch. Martinas Blog ist seit Jahren ein fester Bestandteil meiner morgendlichen Blogrunde gewesen (als sie da noch etwas reinschrieb) und in den gängigen sozialen Dingsen sind wir auch verbandelt.
Beides von meiner Seite aus hauptsächlich mit dem Grund, dass ich ihre Schreibe sehr mochte.

Dann bekam ich mit, dass sie ein Buch schrieb und ich habe beim Online-Buchhändler meines Vertrauens auf »Vorbestellen« geklickt – und innerlich gleichzeitig auf »Vorfreuen«. Und merkte dann: Ich weiß nicht mal, worum’s geht. Also wohl auch auf „Vorvertrauen“ . Ist aber- um das vorwegzuschicken – nicht enttäuscht worden

Vor ein paar Tagen kam das Buch, gestern hab ich’s leer gelesen gehabt.

Erste Frage ja immer: Wovon handelt’s denn?
Simple Antwort: Die Erzählerin passt nach dem Abi nicht richtig auf und wird versehentlich Sekretärin. Arbeitet hier, dann da, dann in New York, dann nicht, dann wieder, dann selbstständig. Währenddessen hat sie hauptsächlich keinen Mann an der Seite.
Das klingt natürlich furchtbar profan, denn wenn das alles wäre und ich das hier in zwei Zeilen schreiben kann, dann könnte Martina das sicher auch, die schreibt nämlich besser als ich.

Zweite Frage also: Wie ist es denn so?
Toll. Schnell. Mich-bestens-unterhaltend. Es ist wirklich schnell, es ist witzig, es ist toll geschrieben.
Das ganze ist von vorne bis hinten eine einzige Anspielung auf die gängigen Klischees zwischen CosmopolitanBrigitteGala und Lifestyle-Tipps, zwischen Lebensratgeber und so-macht-mans-nun-mal. Und wie frau mit all dem umgeht, wenn sie doch selber gar nicht so weiß.
Und so schlingert die Geschichte zwischen allen diesen Ansprüchen, die man als moderner Mensch ja gerne ins Leben gepackt bekommt hin und her. Und es macht großen Spaß, Martina dabei zuzusehen, wie sie damit lebt und ihren eigenen, meist sehr selbstironischen Weg findet. Perfekt beschriebener Alltag mit all seinen kleinen Geschichten. Und das kann nicht jeder.
Beim Lesen dachte ich öfter: „(No) Sex and the City auf Speed“. And I like.

Außerdem kann ich’s eh immer gut mit Leuten, die auf dem Dorf großgeworden sind, oder die in ihrer Jugend schwarz gekleidet zwei vor, zwei zurück und in der Mitte eine Katze schlachten. Aus Gründen.
(Nein, dem vorletzten Satz fehlt kein Verb)
Ein großer Spaß also beim Lesen – ein Spaß der gar nicht so sehr aus dem „Was“, dafür aber unglaublich aus dem „Wie“ kommt.


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