Gelesen: Girl In A Band

Aus der Kategorie »just read«

Kim Gordon: Girl in A Band (KiWi, 2015)
Übersetzt von Kathrin Bielfeldt und Jürgen Bürger

Auf der Suche nach etwas, was ich lesen mochte erinnerte ich mich dunkel, dass ich früher Künstler-Biografien mochte. Dann stieß ich irgendwo auf eine Besprechung von „Girl In A Band“ und der Rest war logisch.

Kim Gordon ist Künstlerin, Modedesignerin, Punk, Mutter und viele Jahre lang die Bassistin und eine Hälfte von Sonic Youth. Die wiederum waren zwar so wichtig, dass das Cover von Goo in bestimmt 2 x2 Meter Größe mein damaliges zweites Wohnzimmer – sprich, das berühmt berüchtigte Point One – schmückte, ich aber musikalisch irgendwie haarscharf an ihnen vorbeigeschrapt bin.
Dass sie aber wichtig für Nirvana und den Grunge waren, war klar, also: Her mit dem Buch.

Wer eine klassische Rockmusiker-Bio erwartet ist vermutlich enttäuscht. Kim schreibt das Buch am Ende ihrer Ehe, am Ende von Sonic Youth. Sie beginnt mit dem letzten Konzert und arbeitet sich dann teils chronologisch, teils an verschiedenen Alben orientiert durch die Zeit vor und mit Bandkollege und Ehemann Thurston.

Ich denke, dass Kim wie viele Künstlerinnen ewig auf der Suche ist – und für mich liest sich die Bio eben genau wie die Beschreibung ihrer langen Suche. Es gibt keinen Anfang, kein Ende, keinen Spannungsbogen – aber so wie im Roadmovie der Weg das Ziel ist, so kann ich das Buch auch ebenso lesen.
Fragmente, kleine Ausschnitte, Rückblicke und Erinnerungen ergeben zusammen ein Bild. Aber es ist das Bild einer Person, einer Künstlerin, eines Punks, einer Feministin auf der Suche nach ihrem Platz in Band, Familie, Ehe und Kunst – und nicht das Bild einer Band oder das Bild von Sonic Youth.

Ich hab das gemocht. Aber ich mag auch RoadMovies und Sonic Youth hatte ehrlich gesagt zwar einen Platz in meinem Kopf und keinen in meinem Herzen.

Und im Zuge des Buchstellen-Googelns bin ich dann auf dieses Video gestoßen: Kim singt bei der Aufnahme von Nirvana in die Rock’n’Roll-Hall of Fame Aneurysm. Ich denke, das ist die einzig angemessene Ehrung Kurt Cobains. Muss mich wohl doch mal mit Sonic Youth beschäftigen.

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