Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Here we are.

Irgendwie ist es schön, dass jetzt hier direkt untereinander die Erinnerung an Nevermind und die Meldung vom Ende von REM stehen.
Auch wenn die »Shiny Happy People«-Hippies es oft nicht wissen – REM und Nirvana liebten sich gegenseitig sehr. Erst letztens sah ich eine Doku, in der Michael Stipe sich erinnerte, dass er noch versucht hatte, mit Kurt Cobain ein gemeinsames Projekt zu beginnen und seine Erinnerung mit dem traurigen Satz »Aber ich kam zu spät« abschloß.

Schon länger her ist eine Sendung, in der nacheinander zwei Interview-Schnipsel kamen – zuerst erzählte Kurt, dass es ihm in seiner Musik immer um Dynamik gehe: Laut-leise. Und dass er so unglaublich gerne einmal mehr als nur ganz laut und ganz leise spielen würde, so wie REM. Die hätten das echt raus mit der Dynamik.
Dann kam Michael Stipe und schwärmte mit leuchtenden Augen davon, er würde so gerne einmal in seinem Leben nicht der intellektuelle Musiker mit den klugen Kompositionen sein, er würde so gerne einmal so ungezügelt und laut spielen wie Nirvana.

Keine Pointe, ich geh jetzt wieder zur Feier des Tages »In Bloom« hören. Laut.
Sorry, liebe Nachbarn, diese Platte änderte damals mein Leben.

2 Antworten zu “Here we are.”

  1. Dentaku sagt:

    Das „ungezügelt und laut“ gibt es ja von R.E.M. — unter anderem auch zur Verarbeitung Kobains Tods und wahrscheinlich etwas nach den Interviews geschrieben — als Album mit dem Namen Monster. Eins meiner liebsten.

  2. Christian sagt:

    Ja, das gibt es, ich weiss. Aber es ist irgendwie doch gebremster als das was Kurt uns geschenkt hat.

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