Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Hey Cinestar,

gut, wir haben schon seit längerem ein etwas gestörtes Verhöltnis – aber da wir nun einmal beide gerne dem gar nicht mehr so kleinem Zauberlehrling dabei zusehen, wie er gegen Volde… den, dessen Name nicht genannt werden soll kämpft, wollten wir es noch einmal probieren.

Da wir aber auch gerne die Segnungen des Internets nutzen, wollten wir gerade Plätze reservieren. Trotz unseres angespannten Verhältnisses haben wir nämlich noch so ein Kärtchen mit dem Gegenwert von 5 Kinokarten hier liegen. Und damit ja schon irgendwann einmal faktisch 5 Tickets gekauft.

Versuch 1: Cinestar in der nächstgelegenen Stadt:
Komplette Fehlanzeige, »es ist keine Kommunikation mit dem Ticketserver möglich« Seit gestern Nachmittag übrigens.
(Gut, wenn ich nicht unbedingt müsste, dann würde ich mit DEM Kino auch nicht kommunizieren, das ist also wenn man’s recht bedenkt recht klug von diesem Ticketserver)

Cinestar 2 eine Stadt weiter:
Reservierungen sind nicht möglich, also können wir unser 5-Sterne-Ticket (also unsere bereits gekauften Karten) nicht nutzen. Warum? Weil bei so einem Hype-Film wie Harry Potter eh keiner nachfragt und man schnell nochmal extra Reibach machen kann?
Die Alternative: Wir könnten Tickets kaufen. Das kostet uns dann – je nach Kinosaal unterschiedlich – 1,80 oder 2,20 »Systemgebühr«.

Hallo? Habt Ihr sie noch alle? Ich bezahle Euch nahezu 5,-DM (manchmal muss man einfach noch umrechnen) dafür, dass ich Eure Arbeit mache? Dass ich mir hier Plätze aussuche, anklicke, bezahle und die Tickets ausdrucke?

Wenn ich dazu noch bedenke, dass ich vermutlich heute Abend im Kino wieder von Eurem (nein, natürlich nicht Eurem, das ist ja Vorgabe des Verleihs, schon klar) Sicherheitsdienst angekackt werde …
… dass ich dann über mein Handy diskutieren muss und dann gegen alles was mein Datenschutz- und Persönlichkeitsschutzrechts-Verständnis ausmacht mit Nachtsichtgeräten bespitzelt werde – natürlich ohne vor dem Kauf der Karte darüber informiert gewesen zu sein …
… dann kann ich nur noch zu dem Schluss kommen:

Geht einfach endlich sterben. Ich habe immer den Gedanken hochgehalten, dass man Kunst nicht für umme machen kann, dass irgendwer bezahlen muss, wenn alle ihre Filme nur noch saugen, ich habe hier im Haus gegen vehementes Rumjammern anderer Bewohner und gegen das Unverständnis vieler geladener Gäste striktes kino.to-Verbot erlassen und ausdiskutiert.
Aber gerade bin ich nahe dran.

3 Antworten zu “Hey Cinestar,”

  1. narr sagt:

    War Freitag im Palast-Theater. Keine Bespitzelung, keine super Technik, hat trotzdem Spass gemacht.

  2. Christian sagt:

    Same plan here for tonite.

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    […] Hey Cinestar, « just another weblog :: fine bloggin’ since 2001 – Der Beginn einer Beziehungskrise zwischen Kinogänger und Kino […]

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  • Linkpackung vom 22.07.2011 | Konstantin Klein
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