Hols Dir doch

Aus der Kategorie »just people«

Jede Generation entdeckt ja ein paar Worte, mit denen sie ihre Eltern verläßlich aufregen kann. Meine Eltern durchlitten den ausgiebigen Gebrauch von „Ey!“ und dank Bruce und Bongos freundlicher Unterstützung auch die Umwidmung des Wörtchens „Geil“.
Außerdem amüsierten sie sich über „holen“ – also über „holen“ im Sinne von „und vom Konfirmationsgeld hol‘ ich mir ein BMX-Rad.
Irgendwie hat sich das bei mir eingebrannt: „Holen“ statt „kaufen“ ist kein gutes Deutsch.

Letztens habe ich ja die Zeitungen gekündigt, die noch zu uns ins Haus kamen und auch mit dem Mann von der Süddeutschen geklärt, warum.
Unsere Lokalzeitung hat sich nicht soviel Mühe gegeben. Obwohl ich auch ihnen gerne erklärt hätte, dass meiner Meinung nach ihr Niveau – inhaltlich wie sprachlich – stetig und seit Erscheinen des neuen Chefredakteurs noch mal mehr gesunken ist.

Aber sie schickten nur eine Kündigungsbestätigung, in der sie hohlphrasig ihr Bedauern zum Ausdruck brachten und hofften, dass ich mir ihre Zeitung doch vielleicht noch mal gelegentlich am Kiosk hole.
Quod erat demonstrandum.

Update, 11.2. 12:05 Uhr:
Jetzt riefen sie doch noch an. Ihr Versuch, mich direkt mit Bestechung „tollen Prämien“ zu halten hat meinen Blick auf ihr Niveau nicht wirklich gehoben. Aber sie darf wirklich gerne in ein paar Monaten noch einmal anrufen. Vielleicht fehlt mir das Stück Papier auf dem Frühstückstisch ja wirklich.


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2 Reaktionen

Am 10.02.2008 um 1:52 Uhr schriebPepino:

Besser im Kiosk als „runter“ :-D


Am 10.02.2008 um 11:12 Uhr kommentierte Christian:

Da muss ich an diese unsägliche Kampagne im ..? hm… Real? ja ich glaube im Real denken.
Da schrie einen eine Zeit lang aus jedem Einkaufswagen vorne ein „Besorgs Dir doch einfach!“ entgegegen.


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