Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

I don’t want to believe

Nehmen Sie einmal an, Sie hätten ein Haus. Rund um dieses Haus fallen immer mal wieder Kosten hier und Kosten da an, und Sie haben irgendwie im Hinterkopf, dass da vor einigen Monaten, ja fast schon Jahren, jemand in Ihrem Garten herungelaufen ist, um das Grundstück zu vermessen. Ist klar, bei den Erdbewegungen hierzulande muss das ja regelmäßig kontrolliert werden, ob noch alles da ist, wo es hingehört.
Aber egal – worum es geht ist folgendes: Dieser jemand hätte seine Dienste noch nicht angemessen abgerechnet.

Jetzt ist es andererseits ja so: Man denkt ja nicht täglich daran, hinter allen nicht eintreffenden Rechnungen hinterher zu telefonieren, da bleibt ja gelegentlich auch mal was liegen.
Oder anders: Wir wussten zwar, dass da noch eine Rechnung kommen würde, aber man reißt sich ja nicht drum. Ist ja seine Schuld, wenn er nicht dran denkt, seine Rechnungen zu schreiben.

Jetzt liegt dieses Vermessungsbüro direkt an einem unserer Lieblings-Spazier-Wege.
Letztens, genauer am Donnerstag, kamen wir also wieder einmal dort vorbei und die Liebste setzte – direkt vor dem Büro – an zu sprechen: „Weißt Du eigentlich, dass wir …“ aber ich unterbrach sie schnell: „Nein! Halt! Nicht aussprechen, das bringt Unglück!“
Und wir lachten beide.

Gestern Morgen lag – nach 14 Monaten – die Rechnung im Briefkasten.

Mulder? Wo sind Sie Mulder?

2 Antworten zu “I don’t want to believe”

  1. Garvin sagt:

    Tja…wenn ihrs ausgesprochen hättet, wär’s vielleicht nicht so gekommen? ;-)

  2. serotonic sagt:

    Ich wusste schon immer, die bösen Mächte sind stark in Menden. Das erklärt auch die Erdbewegungen. Ein selbstunterhaltendes System also, das mit dem Vermessungsbüro.

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