Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Ich bin Kinder-Ferien-Spaßer

Kiki hats vorgemacht. Und Recht hat sie, ich hab ja auch noch mehr gemacht als nur dieses Internetzeugs.

1. Was machst du beruflich?

Ich studiere zwar noch, aber in den Sommerferien bespaße ich Kinder, die nicht in die Ferien fahren konnten. Wir haben einen Bauwagen voll mit Spielsachen und Bastelkram, mit dem wir auf irgendwelche Spielplätze fahren – deswegen heißt die Aktion auch einfach „Bauwagen“.

2. Was ist gut – was ist nicht so gut daran?

Der Job ist super – so für einen Sommerferienstudentenjob. Ich bin sechs Wochen am Stück jeden Nachmittag draußen und bin hinterher absolut Urlaubs-gebräunt, ich verdiene für Studentenverhältnsse gut und das Team mit dem ich arbeite hat sich so lieb, dass wir uns zu Nachtreffen verabreden und einige von ihnen auch 10 Jahre später zu meinen besten Freunden gehören.
Außerdem haben wir jeden Nachmmitag zwischen 20 und 140 Kinder um uns und haben mit denen einen riesigen Spaß.

Der Job ist furchtbar – wir sind sechs Wochen am Stück jeden nachmittag draußen und sechs regenfreie Wochen am Stück gab es in Deutschland noch nie. Wenn es regnet gehen wir mit 20 oder aber auch 140 Kindern in irgendeine Turnhalle und versuchen da den Nachmittag rumzukriegen. Wisst Ihr, wie 140 nasse Kinder riechen?
Außerdem blockieren wir mit unserer Aktion gelegentlich die Plätze, an denen sich sonst die coolen Jugendgangs gerne treffen – dann sind wir damit beschäftigt, die vom Platz fern zu halten. Und finden abends unsere Autos beschmiert und am nächsten Morgen unseren Bauwagen demoliert vor.

3. Was wäre dein absoluter Traumberuf?
Das wechselt im Laufe der sieben Jahre, die ich den Job mache. Zu Beginn denke ich noch, dass ich Sonderpädagoge werden will – wobei ich rückblickend gar nicht mal weiß, ob ich das damals „Traumberuf“ genannt hätte. Im siebten Jahr habe ich das Studium längst aufgegeben und habe absolut keine Ahnung wohin mit mir.

4. Warum gerade dieser?
Tja. Aus heutiger Sicht reingerutscht, nachdem mir keiner das Studium an der Grafik-Schule bezahlen wollte. Und dann war da noch diese Sonderpädagogen-Familie, in der ich damals ein und aus ging …
Ich weiß, es sollte da bessere Gründe für einen Traumjob geben.

4 Antworten zu “Ich bin Kinder-Ferien-Spaßer”

  1. rebhuhn sagt:

    cool, danke – das liest sich [auch] interessant!

  2. Kiki sagt:

    „Wisst Ihr, wie 140 nasse Kinder riechen?“ Hammerfrage.

    Mehr!

  3. […] fast genau einem Jahr schrieb ich darüber, wie ich früher mal als Kinder-Ferien-Spaßer mein Geld verdiente. Und aus irgendwelchen […]

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