Ich hab ja nichts zu verstecken

Aus der Kategorie »just politics«

(Telefon)

  • Sag mal, ich hab da gerade eine Frage: Stell Dir mal vor, Du warst auf einer Website und hast Dir Schuhe angeschaut und gehst dann auf die nächste Website und dann ist da eine Anzeige von genau den Schuhen. Wie kommt das? Das ist Google, oder?
  • Nee, das ist jetzt nicht Google, das ist der Anzeigenanbieter, der setzt ein Cookie und … [Hier bitte hindenken: Eine längere, aber immer noch arg gestraffte Erklärung über Anzeigenanbieter und Cookie-Tracking und so.]
  • Hm, ok, das hab ich so ziemlich verstanden. Aber letztens war doch auch was mit Google in den Nachrichten, das die jetzt böse sind?
  • Das war was anderes, da ging es um die Verzahnung der verschiedenen Dienste …
  • … die benutze ich ja nicht …
  • … wie zum Beispiel YouTube …
  • … oh, das ist Google? Das benutze ich!
  • … und warum das problematisch sein kann [Hier bitte hindenken: Eine arg gestraffte Datenschutzproblematik-Erklärung.]
  • Naja, ich hab ja eh nichts zu verstecken, mir ist das egal
  • Echt? Zum einen weißt Du ja nicht, ob etwas was Du jetzt tust in Zukunft nicht vielleicht besser zu verstecken wäre – und wenn erst einmal alles gespeichert wird, dann ist das ja auch in einer vorgestellten Zukunft abrufbar …
  • Hmmmmm…
  • … und zum anderen: Nehmen wir an, Deine Mutter ruft Dich an, weil ihre Nachbarin einen Psychotherapeuten braucht und weil Du ja im Internet bist wo man ja schneller Adressen finden kann. Und nehmen wir weiter an, auch Dein Arbeitgeber findet, dass er Deine Web-Suche mitschneiden darf, weil Du ja nichts zu verbergen hast. Und dann schmeist er Dich unter irgendeinem fadenscheinigen Grund raus, weil Du ja offensichtlich psychische Probleme hast und er sich damit nicht belasten will.
  • Oh.

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