Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Ich liebe es

Aufmerksame Leserinnen wissen es: Ich hab früher mal Musik gemacht. Also so in verschiedenen Rock-, Pop- und Funk-Bands.
Und habe dabei natürlich eine Menge mit anderen Musikern abgehangen und viele andere Musiker kennen gelernt; unter anderem ein paar wirklich tolle Sängerinnen.

(Denjenigen unter den Leserinnen, die jetzt nicht persönlich mit irgendwelchen musikmachenden Menschen bekannt sind: Gute Sängeinnen sind rar und entsprechend gesucht. Mädchen bekommen zwar gerne mal eine gute musikalische Ausbildung von ihren Eltern (Cello, Querflöte, Harfe, …) haben aber eher selten das dringende Bedürfnis, sich in leicht angeschimmelten, zugigen Fabrikräumen die Abende mit langhaarigen Nerds zu vertreiben.)

Wenn ich mich heute umschaue, dann sind die meisten der Nerds, die ich damals so um mich hatte auf ganz normalen Schreibtischstühlen gelandet und nur den wenigsten ist es vergönnt, noch nebenbei regelmäßig einen Probenraum aufzusuchen. (Dafür sind die dann nicht mehr verschimmelt und haben fließendes warmes Wasser auf dem Klo. Oder überhaupt Wasser. Oder überhaupt ein Klo. Aber ich schweife schon wieder ab.)

Und so frage ich mich gerade: Ob wohl die Sängerinnen, die uns damals damit beeindruckten, dass sie die Skunk Ananasie und Alanis Morisette – Songs problemlos schafften wohl heute nach Feierabend in irgendeinem kleinen Studio stehen und sich nach dem 15. Take vom dicken Mann hinter der Scheibe vorwerfen lassen müssen, es sei noch nicht Gefühl dabei gewesen?

Und sich dann aufraffen und noch einmal alles in die drei Worte legen: „Da da dap da daa – ich liebe es!“

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