Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Ich will genau das, was sie hatte

Drüber im Zweierpack unterhält man sich über Freundschaften zwischen Männern und Frauen.
Interessant finde ich, dass sich die Diskussion hauptsächlich darum dreht, ob Männer und Frauen befreundet sein können, ohne dass ihnen der Sex dazwischen kommt. Ist es also egal, ob ihnen die Liebe dazwischen kommt? Geht folglich zwar (natürlich!?) Sex ohne Liebe aber nicht Liebe ohne Sex?
Versuchen wir doch mal zu definieren – es gibt also die partnerschaftliche Liebe („verliebt“, „Partnerschaft“, „Beziehung“).
Dann darf man seine (am besten die alten) Freunde lieben, aber das sagt man nicht.
Geschwister und Eltern und Kinder werden geliebt – und wehe wenn nicht.
Lieben ist also einerseits hochexklusiv und andererseits stark reglementiert.

Ich merk schon, es geht dann doch im Endeffekt um den Sex.

Ach ja: Ich hab übrigens Freundinnen, mit denen ich nicht schlafen möchte.

12 Antworten zu “Ich will genau das, was sie hatte”

  1. Tapedeck sagt:

    Der letzte Satz ist doch etwas böse xD Ich…*überleg*…verdammt, ich hab einen zu hübschen weiblichen Freundeskreis ^^

  2. Christian sagt:

    hm – stimmt, wenn man ihn anders liest – ich möchte in „ich hab übrigens Freundinnen, mit denen ich nicht befreundet bin, um mit ihnen zu schlafen“ ändern.

  3. Christian sagt:

    … was ja nicht heisst, dass in einer anderen Welt oder Zeit oder … nicht vielleicht …

  4. Christian sagt:

    obwohl natürlich … wenn man dann widerum ….

  5. Christian sagt:

    … man kann sich natürlich auch selbst in die Scheisse reden …

  6. Christian sagt:

    … je nachdem wer einen gerade so falsch verstehen möchte …

  7. serotonic sagt:

    Also ich hab ja auch einige Freundinnen, mit denen ich nicht schlafen möchte.

  8. Christian sagt:

    hättest du denn Freundinnen, mit denen ich schlafen möchte? (um das Niveau schon mal in den verdienten Feierabend zu schicken)

  9. joerg sagt:

    Ich weiß nicht ob das besser ist zu sagen „ich hab übrigens Freundinnen, mit denen ich nicht befreundet bin, um mit ihnen zu schlafen“, denn das heißt ja wohl im Umkehrschluss, dass du mit dem Rest durchaus befreundet bist, um mit ihnen zu schlafen, oder irre ich mich ;-)

    Ich für meinen Teil habe Freundinnen, mit denen zu schlafen ich wahrscheinlich eher nicht in Versuchung kommen werde, ja, deren Beischlafangebote ich möglicherweise sogar ablehnen würde. Um der Freundschaft (zu ihr und/oder ihrem Lebensabschnitssgefährten) willen. Allerdings sind die in der Minderheit…

    PS: da hast du deinem Commentspam-Wachhund wohl jetzt ein Schnippchen geschlagen, was?

  10. Christian sagt:

    wann genau ist die Solidarität unter Männern den bach hinunter gegangen ;-) ?
    Ehrlich gesagt wusste ich auch vorher schon, dass ich mich hier völlig in die Scheisse geritten hatte …

    Ps.: Sorry? Was ist mit dem kleinen Akismet?

  11. serotonic sagt:

    So, Spaß mal beiseite, ich habe leider zur Zeit auch keine solchen zur Verfügung, werter Herr Fischer ;)

    Ich glaube grundsätzlich, dass Freundschaft geschlechtslos ist. Genauso grundsätzlich, wie ich glaube, dass das klassische Männer-Frauen-Bild aufgeblasen ist wie ein Zeppelin. Will sagen: Alles Quatsch. Alles Klischeebilder.

    Einige meiner engsten Freunde sind Männer. Ich habe mit keinem von ihnen geschlafen, noch verspüre ich das Bedüfnis, es zu tun. Und das, obwohl ich mit ihnen so vertraut bin, dass das Wort intim fast passen würde, ich viel Zeit mit ihnen verbringe, mit ihnen quatsche, lache, schäker, mich auch einmal anlehne oder mit ihnen in einem Bett schlafe. Also alles eigentlich alles teile, was man teilen kann, bis auf körperliche Intimität.
    Das alles basiert auf Vertrauen und von dem eigenen Bild, das man von der Männer-Frauen-Rollenverteilung hat. Mein persönliches Bild führt dazu, dass sich eine solche Freundschaft nicht von der mit einer Frau unterscheidet. Natürlich vergesse ich nicht, dass ich einen Mann vor mir habe – aber das spielt in diesem Kontext einfach keine Rolle. Das meine ich, wenn ich sage, Freundschaft ist geschlechtslos.

    In Punkto Liebe: Dieses Gefühl ist so vielschichtig, dass ich für mich weiß: da ist genug Platz drin, um auch meine engen Freunde zu umfassen. Und es ist schade, dass dieses Wort so unverkennbar mit Sex verknüpft ist, sobald zwei Geschlechter aufeinandertreffen.

  12. Christian sagt:

    Merci. Für das zurückholen des Niveaus und der Ernsthaftigkeit. Mehr sag ich an dieser Stelle hier aus Sicherheitsgründen nicht mehr. Reiner Selbsterhaltungstrieb. Ich kenn das, wenn ich jetzt was sage, dann sagt hinterher jemand anders „Christian will nicht mit joerg schlafen“ oder so. Nee, nee. Aber trotzdem vielen Dank, auch wenn ich da jetzt hier nicht mehr so drauf einsteige.

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