Krankheit?

Aus der Kategorie »just people«

„Krankheit, Depressionen, Erschöpfung und BurnOut sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind eine Krankheit. Teile dieses Bild, wenn Du das auch findest.”

Immer mal wieder gehen solche oder ähnliche Bilder bei facebook um. Sie bekommen viele Likes, sie werden geteilt und mancher setzt noch einen Punkt in die Kommentare darunter.

Das ist schön, aber Punkte, Likes und Shares helfen auch nur bedingt. Denn: Wie damit umgehen, wenn jemand krank ist? Wenn er sich zurückzieht? Was tun, wenn jemand nicht mehr teilhaben kann? Wenn er von heute auf morgen nichts mehr postet, nicht mehr twittert, nicht mehr da ist? Weil er auch das nicht mehr schafft.

Wir sind ja alle immer so toll immer in Kontakt, wir lesen uns ja täglich. Stündlich. Kommentieren mal eben ein „Nomnomnom” unter das Bild vom Abendessen, freuen uns, wenn der andere gerade einen schönen Sonnenuntergang instagramt und vielleicht springt man sich auch mal gegenseitig bei, wenn der andere gerade in einem Kommentarstrang von den Deppen überrollt wird.
Und das ist schön und gut so und dieses ganze Zeug schafft uns unfassbar viele Möglichkeiten, sehr angenehm und einfach in einem ständigen Kontakt zu bleiben.

Aber wenn das nicht mehr geht?
Würde ich es merken, wenn einer der 250 Facebook-Freunde aus dem Stream verschwinden würde? Wann würde ich es nicht mehr auf die Super-Algorithmen des Herrn Zuckerberg schieben und mal nachfragen? Habe ich Zeit, um neben meinem durchgetakteten Alltag mal jemanden anzurufen? Kann ich die Verbindungskanäle wechseln, wenn jemand auf einmal nicht mehr täglich im facebookInstagramTwitterDings-Stream auf meinem Schirm präsent ist und ich mich statt dessen aktiv kümmern müsste?

Ich weiß es nicht. Aber warum ausgerechnet ich?


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Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

8 Reaktionen

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Am 02.10.2014 um 11:01 Uhr ergänzte Dentaku:

Ich würde es nicht merken. Ich bin ohnehin einer der schlechtesten in-Kontakt-bleiber dieser Erde. :-(


Am 06.10.2014 um 16:48 Uhr kommentierte Rebekka.:

Ja. Man KANN nicht 50 oder mehr Freunde [echte, die großartigen, so richtig dicke Freunde eben] haben, davon bin ich überzeugt. Deswegen sollte man gerade diese aktiv pflegen, also, die echten Freundschaften. Was bei mir extra Aktion fordert, weil meine FreundInnen alle [!] nicht [!] bei Twitter, Facebook oder überhaupt im Netz aktiv sind.

[Wir sind doch auch für eine viel kleinere Horde angelegt, genetisch, denke ich – waren es 30 oder 50? Viel mehr als 150 Menschen [?] kann man gar nicht ohne Fotos oder externe Erinnerungshilfe auseinanderhalten, meine ich mal gelesen zu haben.]


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