Liebe Fleischesser, wir müssen reden.

Aus der Kategorie »just people«

Ich habe mit sechzehn aufgehört, Fleisch zu essen. Ich hatte meine Gründe, ich wollte auch gar nicht sonderlich darüber reden, ich mochte einfach nur keine toten Tiere mehr essen.
Ich habe auch, wenn es sich irgendwie vermeiden ließ keinen Zimt und keinen Meerrettich, keinen Ingwer und keine Muscheln gegessen; die Gründe waren andere und darüber reden wollte ich ebenfalls nicht sonderlich.

Lustigerweise hat auch über Zimt, Ingwer, Meerrettich und Muscheln nie jemand mit mir sprechen wollen; wenn ich allerdings erwähnte, dass ich kein Fleisch esse, dann hatte immer wer was zu sagen.

Ich erinnere mich an ein Kurstreffen in der Schulküche, wo meine Klasse… äh Kurskameraden mich dazu zwangen zuzusehen, wie sie ein Hühnchen zerfetzten. Ich erinnere mich an meinen Vater, der mir jeden Mittag ein Stück Fleisch auf den Teller legte, als er für die allmittägliche Versorgung seines Teenagers verantwortlich wurde.
Ich wurde älter, die Situationen wurden etwas weniger drastisch, aber noch vor ein paar Wochen landeten wir zufällig mit einer entfernten Bekannten nach dem Kino noch zum Essen in einer Kneipe. Als die Liebste und ich uns erfreut auf die große Auswahl fleischfreier Gerichte aufmerksam machten, begann sie ungefragt einen zwanzigminütigen Monolog darüber, dass sie ja nicht ohne Fleisch könne. Dass sie natürlich! auf gute Qualität achte und das auch eigentlich bewundere … aber dass natürlich so ein schönes Schnitzel in der Pfanne … und ob wir denn keine gesundheitlichen Probleme … und auch keinen Fisch? … aber doch nicht etwa vegan??? … keine Gummibärchen, haha? Ach so, Gelatine, jaja … also so ein Schnitzel … und ob es uns denn jetzt stören würde, wenn sie Fleisch äße?

Ich sprach gegen alle sozial akzeptierten Höflichkeitsgrenzen und vor allem über mein eigenes Höflichkeitsempfinden hinweg, dass es mich zwar nicht störe, wenn sie äße, was sie wolle. Dass mich aber die detaillierten Schilderungen ihrer geliebten Schnitzelchen oder Steaks und des Geruchs und des Gefühls eines schönen Stücks Fleisch so nahe an meine Ekelgrenze brächten, dass mir der Spaß an meinem Essen gleich verleidet wäre. Also genauer: Dass sie mir den Spaß gerade verleide.

Oh sorry! entschuldigte sie sich, es wäre ja nur so, dass sie den Geruch sehr gerne hätte, ich wisse doch bestimmt: Der Geruch, wenn so ein Schnitzel …

Schnitt.

Wer mit mir bei Facebook befreundet ist, der weiß: Ich werfe da gelegentlich mal ein vegetarisches Rezept, eine Fleischersatzempfehlung und selten auch mal einen Link zum Beispiel zu einem Artikel über Massentierhaltung hinein. Ich achte dabei darauf, dass man nach dem Klicken des Links nicht direkt ein Bild eines leidenden Tieres vor Augen hat und da schon ich selber vieles gar nicht lesen und sehen möchte sind die Artikel meist sehr zartgemütkompatibel.

Ich stehe zum Beispiel überhaupt nicht auf die missionarische Drastik, mit der manch veganer Verein versucht zu überzeugen – das ist eine andere Philosophie, die vielleicht auch ihre Berechtigung hat – aber es ist nicht meins.

Ist aber total egal, es hat sich seit der Teenagerzeit wenig geändert – erwähne ich meinen nicht-Fleisch-Konsum oder werfe so einen Link ins die weite Web-Welt, dann beginnt der Mini-Shitstorm.
Meist lässt sich das recht zuverlässig in drei verschiedene Kategorien aufteilen: Rechtfertigungen, dumme Sprüche und ernsthaftes Ausdiskutieren.

Die Rechtfertigungen habe ich oben schon beschrieben: »Ich ess’ ja nur Biofleisch und höchstens einmal die Woche«. Wenn übrigens alle so wenig Fleisch essen würden, wie sie in Unterhaltungen mit Vegetariern behaupten, dann gäbe es keine Massentierhaltung mehr und jedes Ferkel würde totgeschmust.
Die dummen Sprüche tun das, was dumme Sprüche immer tun: Sie denken nicht nach und gehen nicht wirklich tief. (»Du isst meinem Essen das Essen weg« finde ich zum Beispiel wirklich lustig)
Die Diskutanten hingegen versuchen mir zu erklären, dass mein Gebiss und mein Darm und im Zweifelsfall vielleicht sogar meine Psyche ernsthaften Schaden an meiner Ernährung nehmen. Dass die Tiere einen ganz humanen Tod sterben, dass die Evolution oder Gott das Schwein zum Essen und den Hund zum Wiederbringen von Stöckchen gemacht hat und dass es eben einfach so ist und dass ich da was falsch mache.

Lasse ich mich aber auf so eine Diskussion ein, dann folgt mit Garantie nach zweimaligem Hin und Her Kategorie drei, die sich mit folgenden Worten zusammenfassen lässt: »Immer müsst Ihr Vegetarier versuchen, uns unser Essen auszudiskutieren«

Und wisst Ihr was? Ich bin’s langsam leid.
Seien wir doch mal ehrlich: Ihr wollt die Bilder aus den Schlachthöfen nicht sehen, weil Ihr – genau wie ich – spontan erbrechen müsstet. Ihr wollt aus dem gleichen Grund nicht wissen, was Formfleisch bedeutet, wenn Ihr den lecker Kochschinken auf den Toast legt. Ihr wollt den Zusammenhang zwischen dem niedlichen Kälbchen und Eurem Steak nicht wissen und die wenigsten von Euch könnten ein Tier töten.
Und wenn Ihr zulassen würdet darüber nachzudenken, wie viel Nahrung dafür verbraucht wird, Tiere zu Nahrung zu verarbeiten, dann wären auch Euch zwei, drei Konsequenzen klar.
Und das ist auch gut so. Das ist menschlich, das ist empathisch und das ist schön.

Genau so menschlich ist aber auch der Zwiespalt, wenn man was Blödes erkennt und eigentlich sein eigenes Verhalten ändern müsste. Niemand mag sich wirklich gerne mehr einschränken als sich mit einem Austausch von Glühbirne gegen Energiesparfunzel erledigen lässt – alles andere ist lästig, nervig, anstrengend und dringend zu vermeiden.
Da ist es total normal, lieber die Augen zuzumachen und gedanklich das große Schlimme ganze möglichst weit vom eigenen kleinen Schnitzelchen zu entfernen.

Aber wisst Ihr was? Haltet doch einfach mal die Fresse und macht das mit Euch selbst und nicht mit mir aus. Vor allem nicht, wenn ich gerade etwas essen möchte.

Ich habe keine Lust mehr, mir jedes Mal, wenn Ihr bei mir mitbekommt, dass ich kein Fleisch esse, Eure gesamten Gewissensbisse anzuhören und für Euch in den Stellverteter-Diskussionen darin die Rolle des Feindbildes zu übernehmen.
Ich schrieb oben, ich wäre nicht gerne missionarisch unterwegs und das ist so und das möchte ich auch so.
Aber ich schwöre Euch, ich bin gerade zu meinem eigenen Unwillen dabei, missionarisch zu werden. Und das wird nicht schön, denn dann kotzen wir gemeinsam auf den Teller.


Ähnliche Artikel lesen?

Außerdem schrieb ich zum gleichen oder ähnlichen Themen auch noch …

Ich finde den Artikel super!

Das freut mich natürlich sehr.

Du kannst den Artikel weiter verbreiten
Du meinst, der Artikel könnte auch anderen gefallen? Dann findest Du etwas weiter oben auf dieser Seite, direkt rechts unten am Artikel ein paar Buttons. Damit kannst Du den Artikel per eMail, Twitter, facebook oder google+ weiter verteilen. Ich würde mich darüber freuen.

Mir ein Geschenk machen? Uiuiuiui.
Gefallen Dir meine Artikel immer wieder, schöder Mammon ist Dir aber zu doof? Dann mach mir doch eine Überraschung: Hier findet Du meine amazon-Wishlist mit ausgesuchten und garantiert Freude spendenden Präsenten zwischen fünf und zweitausenfünfhundert Euro – da ist bestimmt was passendes dabei.

Geld? Wow.
Ist Dir mein Artikel darüber hinaus sogar noch etwas wert, dann findest Du bei den Icons zum Verbreiten des Artikels einen flattr-Button. Jeder Euro, der darüber reinkommt geht direkt weiter an netzpolitik.org.

Wer? Was? Warum?

Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

119 Reaktionen

Auch kommentieren? Zum Formular

Am 24.11.2013 um 23:56 Uhr meinte Dentaku:

Wir müssen mal über Ingwer und Meerrettich reden. (SCNR)


Am 25.11.2013 um 0:20 Uhr ergänzte Bone:

Ja. Ich gehöre auch zur Gruppe der Fleischesser, nur glaube ich nicht dass ich Dir eine Diskussion aufzwingen würde wie deine Kinofreundin. Es ist das „schlechte Gewissen“ das sie alle umtreibt, sonst würde darüber viel weniger geredet werden. Die fetten Amis reden auch den ganzen Tag über Diäten. Ich stehe zu meinem Fleischessen, nicht aus Überzeugung sondern weil ich es mache. Und ich habe gelernt zu den Dingen zu stehen die ich mache und wenn ich’s nicht kann dann ist es auch nicht meins. Ach so, warum ich hier gelandet bin? Weil ich mich glaube ich gerade vom Fleischessen wegbewegen will…


Am 25.11.2013 um 0:31 Uhr antwortete Denkend:

So viel Text und deine Aussage ist, dass du nicht darüber reden willst? Hatte mehr erhofft.

Stimme mit dir aber völlig überein und bin die Diskussionen leid, wobei mich die Fleischesser noch mehr aufregen als die Vegetarier.

Ich meide Fastfood und beim Einkauf entweder der Hofladen im Ort oder Bio, bei allem anderen plagt mich schon wieder das Gewissen, weil man eben keine Ahnung hat, was drin ist – und dafür werde ich ähnlich belächelt und als Freak abgestempelt wie Vegetarier.

Da ist etwas kaputt gegangen in unserer Gesellschaft.

Das schlimmste sind die Klugscheißer, die dann erzählen, dass Bioprodukte auch nicht gesünder sind und da auch nicht alles perfekt ist und das Biobauern Nazis sind, die auf Heimatschutz machen.

Lasst mir mein Essen.


Am 25.11.2013 um 6:27 Uhr kommentierte Christian:

So viel Text und deine Aussage ist, dass du nicht darüber reden willst?

Nein, das ist nicht die Aussage.


Am 25.11.2013 um 10:53 Uhr meinte Chriss:

Ich verstehs einfach nicht: Religiöse Überzeugung, Sexuelle Ausrichtung, Raucher/Nichtraucher, Biertrinker/ Abstinenzler, Vegetarier/Fleischesser, …

Leben und leben lassen, ist das denn so schwer?
Menschen sind wie sie sind, wieso kann man das nicht einfach akzeptieren und gut ist?
Man kann ja über alles sprechen, aber immer den anderen missionieren zu wollen geht mir auch ernsthaft auf den Keks.


Am 25.11.2013 um 16:23 Uhr sprach serotonic:

Ich finde ja „Leben und leben lassen“ in diesem Zsammenhang ja immer einen, sagen wie mal, schwierigen Satz. Aber das nur am Rande.

Den Aspekt der Stellvertreterdiskussion finde ich besonders interessant; ich habe mich da sehr ähnlich verhalten (Johannes kann vermutlich ein Lied darüber singen). Wenn ich mich heute in solchen Gesprächen wiederfinde, versuche ich immer geduldig an mein früheres Ich zu denken — und mit den meisten Gesprächsparntern geht das auch noch gut aus: Bei Interesse gebe ich gerne Informationen weiter, bei Rechtfertigungsmonologen hingegen lächle ich weitestgehend freundlich. Ich merke aber auch bei mir, dass die Luft dicker und die Haut dünner wird, ich kann und will nicht all das schlechte Gewissen der Menschen um mich herum kanalisieren. Ergo: Ich bin ja sowasvon mit Dir.


Am 25.11.2013 um 23:50 Uhr kommentierte Jan:

Ich kenne das Problem, aber eigentlich fast nur bei Leuten, mit denen ich sowieso nicht befreundet bin. Das macht es etwas einfacher, weil man keine Rücksicht nehmen muss.
Ich diskutiere da aber in der Regel auch einfach nicht mehr drüber. Wer fragt, kriegt eine vorgefertigte Standard-Antwort. Wenn jemand unbedingt diskutieren will, aber nur Quatsch von sich gibt, würg ich es eben ab.
Ich muss aber gestehen, dass ich erst 1,5 Jahre Erfahrung damit habe. Vielleicht ist meine Haut noch dick genug.


Am 26.11.2013 um 8:48 Uhr wusste Norman:

Ich esse gerne Fleisch. Es schmeckt. Es ist gesund. Man sollte Tiere niemals vermenschlichen. Ein Blick in die unvermenschlichte Natur zeigt auch: Die Welt ist kein Streichelzoo für Wohlstandsmoralisten, die es sich aussuchen können, was sie essen.


Am 26.11.2013 um 9:35 Uhr meinte Christian:

Vielen Dank, Norman, für diesen interessanten Einblick in Dein Seelenleben.


Am 26.11.2013 um 9:46 Uhr wusste Claudia/unverbissen vegetarisch:

Ich verstehe, dass es dich nervt, doch durch einen einmaligen Appell wird sich da nichts ändern.

Da sehe ich es lieber positiv: dieses schlechte Gewissen, das als Rechtfertigungsbedürfnis immer wieder auffällt, ist ja doch ein Zeichen, dass mehr und mehr Menschen den eigenen Fleischkonsum kritisch sehen. Es ist die Bedingung der Möglichkeit, dass sich etwas ändern kann.

Davon, wie gut manche Fleischalternativen traditionelle Fleischgerichte ersetzen können, wissen viele nichts. Bzw. haben nur einmal „geschmacklosen Tofu“ probiert und nicht gerade Appetit auf mehr bekommen. Das ist dann doch ein guter Ansatz, mal mehr zu informieren – und wenn es Bekannte sind, sie auch mal zu bekochen.


Am 26.11.2013 um 10:08 Uhr kommentierte unwesen:

Im Allgemeinen sage ich wenn so eine Unterhaltung anfaengt ganz freundlich „Weisst Du, diese Unterhaltung habe ich tausend mal gefuehrt. Ich moechte Dich nicht vor den Kopf stossen, aber ich habe keine grosse Lust darauf, die gleiche Unterhaltung noch einmal zu fuehren. Iss, was Du essen willst, ich werde mich nicht dazu aeussern. Wenn Du drueber reden moechtest, dann werde ich Dir Dinge erzaehlen, die Dir nicht gefallen werden. Lass uns lieber unser Essen geniessen.“

Oder so etwas in der Art. Klappt meistens.


Am 26.11.2013 um 10:58 Uhr wusste Johannes Mirus:

Leben und leben lassen, ist das denn so schwer?

Haha, gute Frage.

Johannes kann vermutlich ein Lied darüber singen

Ich weiß nicht, was du meinst.

Ich merke aber auch bei mir, dass die Luft dicker und die Haut dünner wird

Das gilt ja für beide Seiten. Ich verweise dazu ganz uncharmant auf meinen Beitrag: http://1ppm.de/2012/06/aggressive-diskussionen/


Am 26.11.2013 um 12:35 Uhr kommentierte Horst Schulte:

Ja, schöner Text. Menschen sind inkonsequent. Die Evolution konnte uns bisher nicht dazu verleiten, den gewonnenen Einsichten auch Taten folgen zu lassen. So ist der Mensch. Und so entstehen – jedenfalls seit es das Internet gibt – Meinungskriege wie den, den du erlebt hast und den viele bei ganz anderen Fragen ebenfalls erleben durften. Das ist nicht schön. Aber vielleicht haben ja die Recht, die behaupten, dass uns all dies weiterbringen würde.

Übrigens glaube ich nicht daran.


Am 26.11.2013 um 12:46 Uhr meinte Christian:

Horst: Manchmal denke ich, wir dürfen Entwicklungen nicht an unserer eigenen kleinen Lebensspanne messen – so schwer das logischerwesie fällt.

Nehmen wir aber vernunftbedingte Entwicklungen wie frz Revolution oder die Sklaverei, da hat sich doch schon etwas geändert.
(Ja, ich weiß, die heutigen Sklaven bekommen keine Ketten an die Füße geschmiedet, die bekommen die Pässe abgenommen)
Hm. Desillusionierend.


Am 26.11.2013 um 12:54 Uhr kommentierte Horst Schulte:

@Christian:

Manchmal denke ich, wir dürfen Entwicklungen nicht an unserer eigenen kleinen Lebensspanne messen

Dieses Bewusstsein ist (denke ich) zu wenigen Menschen eigen. Übrigens ebenso wie die Tatsache, dass wir hier nur zufällig hineingeboren wurden. Das zeigt die Art der Behandlung, die wir Asylsuchenden angedeihen lassen.


Am 26.11.2013 um 13:27 Uhr ergänzte Christian:

@Horst: Wären wir auf facebook, würde ich Deinen Kommentar gerne mit einem Daumen-Hoch beglücken. das geht hier nicht, daher: Word! Danke.


Am 26.11.2013 um 17:51 Uhr ergänzte serotonic:

Ich verstehe, dass es dich nervt, doch durch einen einmaligen Appell wird sich da nichts ändern.

… und das ist ein Argument für oder gegen was genau?

Da sehe ich es lieber positiv: dieses schlechte Gewissen, das als Rechtfertigungsbedürfnis immer wieder auffällt, ist ja doch ein Zeichen, dass mehr und mehr Menschen den eigenen Fleischkonsum kritisch sehen.

Im Grunde ist das richtig, dennoch kann ich dieses Verhalten auch nicht endlos als gutes Zeichen werten — vor allem dann nicht, wenn daraus nichts entwächst. Da muss man auch mal (und sicher nicht nur einmalig) sagen dürfen, dass das arschiges Kackverhalten ist und eben nicht immer nur freundlich lächeln (und es damit auch noch belohnen).

Davon, wie gut manche Fleischalternativen traditionelle Fleischgerichte ersetzen können, wissen viele nichts. Bzw. haben nur einmal “geschmacklosen Tofu” probiert und nicht gerade Appetit auf mehr bekommen. Das ist dann doch ein guter Ansatz, mal mehr zu informieren – und wenn es Bekannte sind, sie auch mal zu bekochen.

In der Theorie klingt das ganz toll, und im Freundes- und Familienkreis funktiniert das auch für mich ganz hervorragend. Aber hier geht es um Situationen, wie ich sie selbst heute Mittag erst erlebt habe: Wir bestellten beim Chinesen, und nachdem man mich fragte, was ich denn bestellt hätte (Gemüse mit Tofu), bekam ich als Antwort „T-ttttt-T… TOFU? Das kommt mir ja nicht über die Lippen.“ [Schallendes Gelächter, Verweis auf das gute Fleisch, das man sich da lobt und demonstrativ zum Munde führt]

Ich will einfach nicht in jeder Mittagspause mein Essverhalten diskutiert oder gar belächelt sehen; es kann ja einfach nicht sein, dass es an mir ist, immer noch nett die andere Wange hinzuhalten, während alle anderen völlig unbehelligt Lebewesen verzehren, als gäbe es kein Morgen mehr.


Am 26.11.2013 um 18:23 Uhr meinte Paul:

Im Restaurant bemerke ich manchmal vor der Bestellung ein Unwohlsein meines Gegenüber. Falls er/sie dann zögerlich erwähnt, Vegetarier zu sein, esse ich halt auch das eine Mal gesund ;) Kein Problem. Ich denke mir, alles prima, bleibt auf der Welt mehr Fleisch für mich!

Essen ist ein Grundbedürfnis. Der Eine mag jenes, der Andere dies. Solange keiner eine Religion daraus macht, ist doch alles Dufte!


Am 26.11.2013 um 19:21 Uhr sagte Christian:

Solange keiner eine Religion daraus macht, ist doch alles Dufte!

Ganz so einfach ist das nun auch nicht – zwischen Religion draus machen und alles egal ist ja auch noch ne Menge Platz für zwei, drei Sachargumente.
Aber darum gehts ja hier gar nicht.

Interessant – und vor allem mein Erleben vollkommen stützend – ist ja übrigens, dass die einzigen Kommentatoren, die über Essen sprechen die sind, die Fleisch essen.
Alle anderen sprechen über Kommunikation.
QED :)


Am 27.11.2013 um 10:23 Uhr meinte Paul:

Lieber Christian, was willst Du eigentlich?
Deine Überschrift lautet „…wir müssen reden“. Später heißt es jedoch „Fresse halten“. Meinst Du über „Kommunikation sprechen“ bedeutet, Du bist der Wortführer und alle anderen sollen kuschen?
Hättest Du bei meinem Kommentar zwischen den Zeilen gelesen, wüsstest Du: Es ging um Kommunikation!

Wie auch immer; „Beim Essen spricht man nicht!“ Vielleicht sollten sich beide Seiten mehr daran halten.


Am 27.11.2013 um 10:55 Uhr schriebChristian:

Ach Paul.


Am 27.11.2013 um 16:08 Uhr meinte erzaehlmirnix:

Ich hatte im Juni diesen Jahres ein Comic zu der Thematik gemacht, das vielleicht ganz gut passt :)
http://erzaehlmirnix.wordpress.com/2013/06/13/vegetarier-nerven/


Am 27.11.2013 um 18:58 Uhr sagte Linda:

Boah labert doch alle nicht soviel!

Spar das Geld dass du eigentlich für Fleisch ausgegeben hättest und schicke es in die Länder, in denen sie es für Fleisch ausgeben um einfach nur zu überleben. Nicht weil es schmeckt.

Dann hast du was Richtiges getan.


Am 28.11.2013 um 5:28 Uhr antwortete Christian:

@erzaehlmirnix: Ja, den kannte ich und der passt super :D


Am 28.11.2013 um 7:17 Uhr sagte Christian:

@Linda: Auch Dir vielen Dank für diesen Beitrag, der die wirklich interessierte Leserin zu einem anderen Aspekt führen könnte: Wer mag, kann ja mal nachschauen, was Fleisch kostet und was Fleisch wirklich kostet.
Und überlegen, wie Grillplatten für 3,99 eigentlich möglich sind.

Vielleicht könnte man ja das Geld, was man für Fleisch ausgibt mal dahin schicken, wo das Fleich herkommt.


Am 28.11.2013 um 9:35 Uhr sagte Volker:

Schöner Text, wenn auch meiner Meinung nach tatsächlich schon missionarisch. Ich esse Fleisch. Auch ich möchte darüber nicht diskutieren. Sowenig wie ich darüber diskutieren möchte, warum ich bestimmte andere Dinge mag oder eben nicht. Das hat auch nichts mit Verdrängung zu tun. Ich bin es einfach leid, missioniert zu werden.
Genau so ist es mir völlig gleich, ob jemand eben kein Fleisch ißt. Ist dann so, manche aus moralischen Gründen, manche weil sie es einfach nicht mögen. Dazu ist doch alles schon gesagt.
Was ich nicht mag sind Missionare, die z.B. in ihrer Twitter-Bio stehen haben, daß sie Vegetarier/Veganer sind. Das steht da, weil es ihnen wichtig ist, daß andere das lesen. Und da fängt für mich das Problem an: oft geht damit nämlich ein missionarischer Drang einher, andere davon zu überzeugen, daß Fleisch zu essen auf irgendeine Art verwerflich ist. Gut, in deiner Bio steht es nicht, danke dafür :) Aber in diesem Text klingt es dann wieder an. Ich befinde mich nicht in kognitiver Dissonanz bei diesem Thema. Und nein, ich möchte das auch nicht diskutieren, warum das so ist. Ich werde halt nur „aktiv“, wenn jemand seine Essgewohnheiten wie Jeanne d’Arc als Fahne der Rechtschaffenheit vor sich her trägt. Ansonsten: esst doch alle, was ihr mögt :)


Am 28.11.2013 um 9:45 Uhr meinte Hanno:

Hi, Christian.

Ich wollte hier eigentlich gar nix reinschreiben. Ich esse Fleisch – meine Sache. Du nicht – Deine Sache. Alles mellow.

Jetzt schreib ich aber doch was. Mir geht’s nämlich langsam auch auf die Nerven. Nicht Dein Text, der ist ok. Nicht Dein Vegetarismus, der ist auch ok. Und auch nicht Dein Mitteilungsbedürfnis stört mich nicht, schließlich neige auch ich zur Selbstbeschwafelung.

Was mich nervt an Fleisch / kein Fleisch ist die moralische Dimension. Es geht nicht um eine persönliche Entscheidung, es geht auch nicht um die Sache, es geht um Gut oder Böse. Mir als Carnivore wird unterstellt, ich sei ein unmoralisches Monster oder ein egozentrischer Augenverschließer und Tatsachenverdränger. Das bin ich aber nicht:

Mir ist bewusst, dass Tiere beim Schlachten sterben. Ich war sogar ein paar Mal im Schlachthof. Dort habe ich gesehen, wie Rinder und Schweine getötet werden. Und das Ganze hat in seiner industriellen Dimension an Dantes Inferno erinnert. Ich musste übrigens nicht spontan erbrechen, danke der Nachfrage.

Aber kann man das den Tieren zumuten? Als denkender und fühlender Mensch? Meine Antwort lautet: Ja. Mir ist bewusst, dass die Tiere auf den Transporten und im Schlachthof unter Stress stehen, möglicherweise Angst haben. Aber ich weiß eben auch, dass die Tiere dort (in aller Regel) nicht die infernalischen Qualen erleiden müssen, die Vegetarier uns Fleischfressern gerne so plastisch schildern (ja, es sind nicht nur die Vegetarier, die vollgelabert werden).

Der Tod gehört zum Leben, ebenso wie Stress und Angst. Und wer ernsthaft aus der Fassung gerät bei dem Gedanken, dass für’s Schnitzel ein süßes rosa Grunzeschweinchen hat sterben müssen, der sollte mal „Bambi-Syndrom“ googeln.

Nein, ich bin kein Tierquäler. Aber ich habe ein bisschen Ahnung von Tieren, vielleicht sogar von „der Natur“. Und deswegen merke ich, dass viele Vegetarier oder Veganer oder Tierrechtler oder Naturschützer meist gar keine Ahnung haben, wovon sie reden. Ja, auf Tiertransporten werden Tiere verletzt. Aber das ist sehr selten, und der Tod im Schlachthof ist meist schnell und sauber. Und ja: Ich würde auch selber ein Tier schlachten. Zumindest dann, wenn ich mir sicher wäre, dass ich das so gut hinbekomme, wie die Kollegen in den Schlachthöfen.

So, das musste ich mal loswerden.

Ansonsten: Ich Fleisch, Du kein Fleisch – alles mellow.


Am 28.11.2013 um 10:08 Uhr schriebChristian:

@hanno: Du schreibst:

So, das musste ich mal loswerden.

Warum? Warum hier?
Ich erzähle, dass ich nicht verstehe, dass jede und jeder, der mitbekommt, dass ich kein Fleisch esse sofort beginnt, über sein Essverhalten zu sprechen.

Und Du – und einige andere – kommentieren das damit, dass sie über ihr Essverhalten sprechen.

Daher meine vollkommen ernstgemeinte Frage: Warum musste das mal raus?


Am 28.11.2013 um 10:20 Uhr kommentierte Hanno:

Den Teil hatte ich weggekürzt in meinem ersten Kommentar:

Weil ich jetzt schon zum siebsten Mal über Deinen Text gestolpert bin. Deswegen hier. Du bist’n Prommi …

Und warum überhaupt? Weil Dein Text bei weitem nicht der einzige ist, und weil Du bei weitem nicht der einzige bist, der sich an mich Fleischesser wendet. Eben weil’s mir langsam auf die Nerven geht. So wie Dir.

Ach, und über mein Essverhalten schreibe ich eigentlich gar nicht. Obwohl Fleischessen natürlich gesund ist, aber damit verschone ich Dich mal.

Ich schreibe darüber, dass es nicht per se böse ist, Tiere zu töten, um sie zu essen. Denn das ist der Vorwurf, der mir, ex- wie implizit, in letzter Zeit so häufig gemacht worden ist.


Am 28.11.2013 um 11:05 Uhr sprach Stefanie:

Ich finde es ja peinlich, dass die Fleischesser in den Kommentaren das gleiche Rechtfertigungsverhalten an den Tag legen, wie es im Beitrag thematisiert wird… Ich habe das Schlachten vieler Schweine direkt im Haus miterlebt und muss sagen, dass ich das Töten eines Tieres, um es zu essen, nicht besonders moralisch verwerflich finde, sondern eher „natürlich“. Der Loewe in der Steppe tut es genauso.
Was ich moralisch verwerflich finde ist die Haltung der Tiere vor dem Tod. Da verstehe ich dann aber nicht, warum jemand, der deshalb kein Fleisch isst, nicht Veganer ist. Auch Milchkühe und Eierhühner werden gehalten, Rindfleisch wird oft sogar als Nebenprodukt von Milch betitelt. Und in Supermarktkeksen sind sicher keine Eier von freilaufenden Hühnern, und die männlichen Küken sind auch dafür nicht nützlich und werden direkt zu Sägemehl verarbeitet. Ist das dann nicht inkonsequent? Da würde mich mal die Meinung eines Vegetariers dazu interessieren.

PS: Ich habe außer bei meinen Großeltern noch nie eine Grundsatzdiskussion über Vegetarismus miterlebt, sondern eher eine Selbstverständlichkeit im Umgang damit. Scheinbar habe ich Glück gehabt, mein Beileid für solche Appetitzerstörenden Diskussionen.


Am 28.11.2013 um 13:31 Uhr sagte citrus:

„Wenn übrigens alle so wenig Fleisch essen würden, wie sie in Unterhaltungen mit Vegetariern behaupten, dann gäbe es keine Massentierhaltung mehr und jedes Ferkel würde totgeschmust.“

Vielleicht auch mal darüber nachdenken: Dieser Satz verhöhnt diejenigen Menschen, die Gemüse toll und abwechslungsreich finden, wirklich wenig Fleisch essen und bei dessen Auswahl auf die Bezugsquelle achten. Zu behaupten, es könne sie nicht geben, weil ja (siehe Zitat), ist für sie genauso diskriminierend und nervend wie „Alle Vegetarier wollen missionieren“ und „alle Fleischesser können nur dumme, selbstgerechte Sprüche“.

Die Auswahlmöglichkeiten sind zum Glück viel bunter :-)


Am 28.11.2013 um 14:14 Uhr schriebArne:

Zum Nicht-Vermenschlichen-Von-Tieren: Brauchen wir gar nicht. Wer ein guter Christ ist, der betreibt auch einfach sonntäglichen Kannibalismus an einem Menschen, der seit 2000 Jahren tot ist ;-)

Aber zum Thema, bzw. das Thema mal anders herum aufgreifend: Mir geht das genau so auf den Sack. Nur genau umgekehrt. Gut, das dann wiederum eher nur „virtuell“, aber was meinst Du, wie militant so mancher Veganer bei Facebook rüber kommt. Sobald jemand von etwas überzeugt ist, nimmt es einfach viel zu schnell religiöse Ausmaße an. Ich belehre niemanden, der auf Fleisch verzichtet, in gewisser Weise beneide ich ihn, bleibe aber still. Aber ebenso möchte ich bitte nicht als Fleischesser ständig das Gefühl haben, der Nichtfleischesser würde einfach nur nicht aussprechen, wie sehr er mich für mein Handeln verabscheut. Ausgesprochen wird es nur selten, der Tenor allerdings …


Am 28.11.2013 um 14:22 Uhr schriebChristian:

@Hanno: Prominent, hihi. Nee nee. Das wüsste ich. Wir teilen uns höchstens einen kleinen Teil der Filterbubble.

@Stefanie: Dieses ‚Löwe in der Steppe‘-Argument kommt ja öfter und ich finde es ehrlich gesagt immer sehr billig. Mit dem gleichen Argument kann ich draußen auf der Straße auch jemandem aufs Maul hauen, wenn er ein hübsches Weibchen dabei hat und das Weibchen dann an Ort und Stelle bespringen.
Es zeichnet den Menschen doch aus, dass er sich weiter entwickelt hat.

@citrus: Ich verhöhne niemanden. Ich sage nicht, es gibt diese Menschen nicht, ich sage: Es gibt nicht so viele, wie es in solchen Unterhaltungen scheint.

@Arne: ich sprach über mich und mein Erleben an Kantinentischen und ähnlichem. Und – wie direkt im ersten Abschnitt gesagt: Ich möchte über mein Fleisch-nicht-essen eigentlich gar nicht sprechen.

Und allgemeiner, nochmal für alle: Ich staune nur immer wieder, warum eine Überlegung darüber, warum ‚Fleischesser‘ erstaunlich oft die Unterhaltungen darüber anfangen, was man warum isst, warum man es essen kann und sollte, warum – um das zu ergänzen: Vegetarier inkonsequent sind, wenn sie Eier oder Milch zu sich nehmen und überhaupt einen unglaublichen Diskussionsbedarf haben, sobald jemand in ihrer Umgebung kein Fleisch isst.

Und das, wohin dieser Diskussions-Strang sich so langsam entwickelt bestätigt das nur.

Und ich frage, zum wiederholten Male: Warum?


Am 28.11.2013 um 14:31 Uhr sagte Christian:

Ach, und bevor das super Argument „Hitler war ja auch Vegetarier“ kommt (was auch immer das sagen soll): http://www.zeit.de/2001/17/200117_stimmts.xml lesen und still sein. danke.


Am 28.11.2013 um 15:23 Uhr kommentierte citrus:

Versuch eines Auseinanderklamüserns:

Nahrungsaufnahme ist ja nicht nur ein Grundbedürfnis, sondern viel mehr. Es bedeutet (hoffentlich) Genuss, Gemeinschaft, Wohlbefinden. Auch Interesse am Wohlbefinden der Freunde, die da sind, um gemeinschaftlich zu essen.

Wenn jemand andere Bedürfnisse hat, irritiert das zunächst einmal. Der Wunsch nach vegetarischem Essen ist, denke ich, schon deswegen irritierend, weil ein Großteil der Leute, die man kennt, gar nicht wissen, wie man Gemüse – und dann auch noch als Hauptgericht – wohlschmeckend zubereitet. Wie soll man es hinbekommen, dass die Gäste sich wohlfühlen (was man sich ja wünscht), wenn man z.B. Brokkoli selbst schrecklich findet, und man es bisher beim besten Willen nicht geschafft hat, dieses Grünzeug in einen nicht nur genießbaren, sondern, darüberhinaus, sogar köstlichen Zustand zu transformieren?

So lange ist es noch nicht her, dass Vegetarier auch in Restaurants mit langweiligen Beilagen abgespeist wurden und man Bratlinge eher als Drohung denn als Wunschgericht bezeichnen konnte ;-)


Am 28.11.2013 um 17:18 Uhr sagte Christian:

Ja! Ja! Ja! Genau wegen dieses Wohlfühl-Dingses mag ich ja nicht jedes Mal übers Essen reden.


Am 28.11.2013 um 18:35 Uhr kommentierte Martha:

Danke für den Text – ich bin immer wieder mal ganz erleichtert, zu lesen, dass es auch anderen genau so geht und da es mit zunehmender Zeit auch zunehmend nervt, lese ich das sehr gern. Die Behauptung, dass alle V-Leute immer alle missionieren wollen, verkehrt sich ja in Wirklichkeit zu der Tatsache, dass man sich als quasi Angehöriger einer Minderheit stets rechtfertigen und dann eben anhören muss, wie anders der eigene Geschmack ist. Ganz genau so funktioniert es auch, wenn man keinen Alkohol trinkt, da kann man sich auch nicht so einfach sein Getränk bestellen und es dann trinken, es muss schon begründet und alle Gegenbegründungen ertragen werden. Von Hautfarben ganz zu schweigen, da hat man das Problem dann noch öfter. Ich sehne mich wirklich sehr nach Toleranz, die nicht behauptet, sondern einfach ausgeübt wird, indem nicht jedes Anderssein und Andersverhalten besprochen werden muss. Und die Art des Besprechens dann einem auch noch vorgegeben wird.


Am 28.11.2013 um 18:57 Uhr antwortete Arne:

Ich glaube, das hat viel mehr mit dieser von mir erwähnten „Religion“ zu tun. „Starke Themen“ bilden immer Gruppen, die das viel zu extrovertiert exerzieren müssen. Keine Ahnung, was man da beweisen will oder wie Mensch da versucht irgendwie Anschluss zu finden. Aber das ist bei Technik so, das ist beim Essen so, in der Politik so … jeder möchte Meinung haben und wenn er keine hat, sucht er sich die Gruppe in die er sich selbst einteilen kann und wird dann laut.

Bei den Fleischessern äußert sich das in denen, die ständig mit diesem „Boah Schnitzel!“-Gebrüll rumlaufen und dann auf der einen Seite das Fleischessen hochstilisieren und sogar absolut unsinnigen Scheiß („XXL-Schnitzel“, „Wettessen“, … ) als die neue Geilheit für sich verinnerlichen.

Aber das gibt’s „auf der anderen Seite“ eben genauso. Und das wird auch immer so sein … bei jedem Thema, in jeder „Branche“. Blöd ist halt, dass das ein Konzept ist, das der anderen Seite grundsätzlich auf den Zeiger gehen muss und auch immer verdammt albern ist.

Da wirst Du leider einfach nicht raus kommen. Und ich kann die Menschheit dafür auch nicht leiden ;-) Was ich einfach nur sagen möchte: Diese Zwangsläufigkeit hat rein gar nichts mit dem Fleischesser zu tun. Das ist nur zufällig in dem Fall das Thema, weil eben immer jeder „pro ich“ und „kontra machichnich“ sein muss.


Am 28.11.2013 um 22:39 Uhr sprach Brynja:

Ich als Fleischesserin hab auch nicht das Bedürfnis mit Vegetariern über das Thema zu reden, wenn wir zusammen am Tisch sind. Dass ich da entspannt bin, hat aber wahrscheinlich damit zu tun, dass ich schon oft mit Vegetariern zusammen gegessen habe und da wenig schlechte Erfahrungen gemacht habe. Aber man kann ja auch andere Erfahrungen haben. Oder gar keine. Was einen vielleicht besonders unruhig macht. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass es manchen Fleischessern unangenehm ist sich unerwartet mit einem Vegetarier am Tisch wiederzufinden, den sie nicht so gut kennen. Nicht weil sie dann ein schlechtes Gewissen kriegen, sondern weil sie dich nicht einschätzen können. Es ist schließlich eine hoch moralische Frage. Verachtet der mich jetzt, wenn ich mir Fleisch bestelle? Guckt der mir beim Essen auf den Teller und ekelt sich? Wenn du sagen würdest, du verträgst kein Fleisch, gäbe es das Problem garantiert nicht. Vielleicht haben sie also nur das Bedürfnis so viel darüber zu reden, um rauszufinden, ob sie entspannt essen können? Also nicht um ihre eigenen Schuldgefühle zu diskutieren, sondern nur aus dem Wunsch heraus, ein Zeichen von dir zu bekommen, ob du sie trotzdem annimmst und respektierst – obwohl sie andere Entscheidungen treffen als du.


Am 01.12.2013 um 9:08 Uhr schriebaltautonome:

1. Bei jedem neuen Gammelfleischskandal kann ich mir eine klammheimliche Schadenfreude nicht verkneifen.

2. Mein Standardargument: „Ich ernähre mich gewaltfrei“ – soviel zu „Leben und leben lasen“ (also gilt das auch für Tiere).

3. Die übelsten Heuchler sind wirklich diesie biodynamischen Vollwert- „Seltenfleischesser“. Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren. Nur von toten.


Am 01.12.2013 um 9:23 Uhr schriebaltautonome:

Leben und leben lassen? Fleischkonsum ist Privatsache? Welch eine zynische Floskel.

Die Antwort auf die Frage ist einfach, aber nicht bequem, sie heißt schlicht: Nein. Abgesehen von der ethischen Komponente ist der weltweit steigende Fleischkonsum das Verheerendste für Klima, Umwelt und Mensch. Vegetarier verursachen mit ihrer Ernährung nur zwischen 0,65 und 0,98 Tonnen CO2 pro Jahr, Veganer sogar noch weniger. Ein durchschnittlicher Fleischesser kommt auf etwa 1,82 Tonnen. Die Fleisch- und Milchproduktion ist für mehr als 20 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das liegt nicht nur daran, dass Rinder Methan rülpsen und pupsen, sondern vor allem daran, dass für den hohen Fleischverzehr Regenwälder gerodet werden, um darauf das Futter für die Tiere (auch Schweine und Geflügel) anbauen zu können. 30 Prozent der eisfreien Flächen der Erde werden dafür in Anspruch genommen. Der weltweite Fleischkonsum ist von 1961 bis heute von 71 Millionen auf 284 Millionen Tonnen gestiegen, bis 2050 soll er sich verdoppeln. Der Fleischverzehr ist nicht nur klimaschädlich, sondern ein Grund für die Welthungerkrise:16 Kilo Getreide und 15 000 Liter Wasser braucht es für die Produktion von einem Kilo Fleisch. Harvard-Ernährungswissenschaftler Jean Mayer schätzt, dass durch eine Reduktion der Fleischproduktion um 10 Prozent soviel Getreide eingespart werden könnte, wie zur Versorgung von 60 Millionen Menschen notwendig ist.

Noch Fragen?


Am 01.12.2013 um 11:34 Uhr ergänzte tikerscherk:

Du sprichst mir, mit diesem Beitrag, aus der Seele. Danke!


Am 01.12.2013 um 13:24 Uhr ergänzte Arne:

@altautonome: Genau da haben wir das, was ich meinte ;-) Das hat doch auch mit dem Thema an sich überhaupt nix zu tun.


Am 01.12.2013 um 18:40 Uhr meinte anonym:

@christian

Ich verstehe was du mit deinem Text transportieren möchtest, leider werden von dir auch wieder die üblichen Klischees bedient.

UND DAS IST SCHADE

Dir wird schlecht in einem Schlachthaus und somit auch jedem Fleischesser, deine Annahme.

Vielleicht verabscheust du mich jetzt, mir wird nicht schlecht dabei, ich habe damit mein Geld verdient und ich schäme mich nicht dafür, warum auch.
Und ich kann sollte es mal zum Extremsten auf der Welt kommen und ich wäre einer der es überlebt, mein Essen selber fangen und auch schlachten.

Ich habe dich heute zum ersten Mal gelesen und wie gesagt ich glaube zu wissen was du sagen möchtest und da bin ich bei dir.
Ich weiß nicht ob du dein Blog moderierst, sollte es so sein und du mein Post nicht freigeben, kann ich es verstehen, denn ich bin wie du siehst sehr direkt.


Am 01.12.2013 um 19:00 Uhr sprach Christian:

Nicht freigeschaltet wird hier nur, wer sich wirklich arg im Tonfall vergreift.

Und verabscheuen tue ich Dich nicht.

(Und sollte ich auf der berühmten einsamen Insel darauf angewiesen sein, dann wüsste auch ich, wie ich ein Tier jage, töte und ausnehme. Ich bin aber auch dankbar dafür, dass ich in einer Gesellschaft lebe, in der ich es nicht tun muss und dass ich mich so weiter entwickeln kann.)

Aber so langsam gleitet die Unterhaltung hier arg ab, trotzdem wollte ich Dir versichern, dass hier keine Meinungen zensiert und keine Leser verabscheut werden, das war mir wichtig.


Am 02.12.2013 um 22:28 Uhr sagte anonym:

ist ok so


Am 03.12.2013 um 10:05 Uhr sprach Max:

Interessant ist, dass jeder Carnivor hier mir einem Satz beginnt wie „Also ich esse ja Fleisch, aber …“

@Stefanie:
Meine Meinung hierzu:
Ja, das ist inkonsequent. Ich persönlich arbeite dran, möglichst wenig Milchprodukte zu konsumieren und wenn dann auf Biohaltung zu achten. Grundsätzlich hast du aber recht.

Ich habe noch einmal eine andere These die ich in den Raum werfen möchte:
Wäre ein bewusster Fleischkonsum, der z.B. lokale Beschaffung des Fleischs mit einbezieht und somit die „ethisch korrekten“ Bauern bevorzugt nicht sogar noch wünschenswerter, als kompletter Vegetarismus/Veganismus? Die Fleischindustire würde sich dann evtl. an den umsatzstärkeren Bio-Erzeugern orientieren und nicht einfach die Massentierhaltung im Volumen verringern.
Just sayin‘!


Am 03.12.2013 um 11:19 Uhr wusste Sonja:

Nachdem ich mir das alles durchgelesen habe…

Liegt es vielleicht einfach daran, dass es auf der Welt viele (manchmal auch unnötige) Diskussionen gibt, weil immer jemand ein Redebedürfnis hat, wenn man „anders“ ist oder „etwas anderes“ tut?

Ich habe auch keine Lust, dauernd mit Menschen darüber zu sprechen, dass ich eine andere Hautfarbe habe und wie es mir damit geht – trotzdem wird das (höchstwahrscheinlich) mein ganzes Leben so sein (bin nirgendwo weiss oder schwarz genug).
Ich habe meine Lebenserfahrungen – Du hast deine. Wenn Du mehr über mich und meine Einstellung wissen willst, dann musst Du fragen – auch wenn es mich nervt, respektiere ich Dein Interesse.
Manchmal gibt es auch Meinungen, mit denen ich absolut nicht übereinstimme – und wenn die mir zu dämlich sind, dann gehe ich, nachdem ich mich freundlich verabschiedet habe. Ich diskutiere mein „anders sein“ nicht mit jedem – muss ich auch nicht.

Wieso das bei Vegetarismus/Fleischesser-Diskussionen nicht möglich sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Vor allem, weil hier eine bewusste Entscheidung vorliegt,in gewissen Situationen „anders“ sein zu wollen.

Aber ich lebe mein ganzes Leben mit dem „anders sein“ und bin mit mir im Reinen – vielleicht komme ich deswegen damit klar, ohne dass ich mit irgendwem „was klären“ muss. Was interessieren mich die Menschen, die ein Problem mit meiner Existenz haben, wenn mein Handeln keinen Ihrer Freiräume eingeschränkt hat.


Am 03.12.2013 um 15:24 Uhr wusste Arne:

@Max: Guter Punkt. :-)

@Christian: Da reisst Du aber mit einer kleinen Teilaussage schon einen tiefen Graben. „Weiter entwickeln“ im Sinne des Nicht-Fleischkonsums ist schon eine sehr grobe Wertung, als wüsstest Du, dass Dein Weg richtiger wäre als der eines Fleischessers. Ich denke nicht, dass man sich hier richtig oder falsch im Sinne der Ernährung anmaßen sollte. Zumindest nicht weiter als für den persönlichen Standpunkt bzw. die persönliche Präferenz. Allenfalls des Drumherums halber. Dass die Art und Weise der „modernen Gesellschaft“ hier grundlegend falsch ist wird denke ich sogar kaum ein Fleischesser anzweifeln. Ob der Verzehr von Fleisch richtig oder falsch ist hingegen … halte ich für mutig und unreflektiert.


Am 03.12.2013 um 15:29 Uhr meinte Christian:

@Sonja,
Vielleicht muss ich an dieser Stelle noch etwas ergänzen: Wenn jemand aus Interesse fragt, warum ich kein Fleisch esse, dann will ich da gerne (oder weniger gerne, weil mich das Thema durchaus schmerzen kann, aber trotzdem) mit ihm reden.
Ich würde das dann vermutlich nicht beim Essen tun, denn wenn ich mich schon entschieden habe, mich beim Essen wohlzufühlen und deswegen keine toten Tiere zu verzehren, dann möchte ich beim Essen direkt auch nicht über das Leid dieser Tiere reden.
Ich möchte aber ebenso wenig beim Essen über die die Wirkungen von Agent Orange Anthrax oder die Konsistenz der letzten Stuhluntersuchung reden.

Das ist aber selten Thema. Meist – und das schrieb ich ja auch – ist das Thema, warum der andere Fleisch isst und wie geil er es findet. Die Akzeptanz, warum ich da jetzt beim Essen nicht drüber reden möchte ist sehr gering.

Zweitens, und zu dem Aspekt sind wir noch gar nicht gekommen: Viele Fleischesser werden relativ aggressiv.

Ich habe schon diverse „Unterhaltungen“ erlebt, die so abliefen:
Ich: „ich nehme dann die vegetarische Lasagne…“
Er „Ach, Du isst kein Fleisch? Könnt ich ja nicht und ist ja auch … [hier dann ein 5-minütiger Monolog, wie unsinnig es ist, kein Fleisch zu essen] … und es nervt mich am meisten an Euch, dass ihr Vegetarier uns dauernd missionieren müsst“
Ich: Äh…?

Das sind Situationen, von denen jeder Vegetarier, den ich kenne erzählen kann, die aber kein Fleischesser glaubt.
Bitte glaube mir: Sie sind eher Normalität als Ausnahme. Und das nervt.

Nochmal: Ich von mir aus muss da gar nicht diskutieren. Wer mich fragt: Gerne.
Aber wer mein reines Ess-Verhalten als Bedrohung sieht, der hat ein Problem und möge bitte seine Klappe halten.


Am 03.12.2013 um 15:33 Uhr sagte Christian:

@Arne: Ich halte den Verzehr von Fleich (ganz abgesehen von mkeinem persönlichen Mitgefühl gegenüber Tieren) in der heutigen Situation (und eine andere haben wir alle nicht zur Auswahl) für egoistisch, rücksichtslos und falsch.
Von allen drei Eigenschaften mag sich die Menschheit gerne „weiter“ entwickeln, ich fänds töfte.
So wie sie sich auch von der Sklaverei, Leibeigenschaft, Feudalismus weiter entwickelt hat und sich zB hoffentlich bald weg vom Irrweg „Atomenergie“ weiter entwickelt.

Das hat dann wie gesagt nichts mehr mit meinem Empathie-Empfinden zu tun, sondern mit dem Raubbau an der Natur allgemein und mit dem Hunger in der Welt, der sich prima stillen ließe, wenn wir nicht unsere Steaks füttern müssten.


Am 03.12.2013 um 15:46 Uhr ergänzte Stefanie:

@Christian: Ich habe ja aber genau aus Interesse gefragt, wie du dir für dich rechtfertigst, dass für Vegetarier angeblich keine Tiere leiden und sterben müssen. Da ich auch nicht wissen kann, ob du gerade isst oder nicht, eine berechtigte und nicht unangebrachte Frage, die du völlig ignoriert hast. Da du in deinem Beitrag auch Fleischessern unterstellst, dass sie sich in einer Schlachterei ekeln würden und ihr bei Geschichten über das Leiden der Tiere gemeinsam auf den Teller kotzen würdet, musst du damit rechnen, dass du eine Diskussion anstößt. Hättest du rein objektiv über das Kommunikationsproblem berichtet, hätten sich wohl weniger Leute daran gestoßen und das Thema diskutieren wollen.

Warum Menschen beim Essen darüber diskutieren wollen ist meines Erachtens auch völlig klar: Der Mensch will diskutieren, was er nicht versteht, unabhängig davon, was das ist. Wie bereits jemand anderes oben geschrieben hat, ist es noch extremer, wenn man keinen Alkohol trinken möchte oder auch nur eine bestimmte Sorte wie Wein oder Bier nicht mag. Da wird dann oft und öfter auch gedrängt, dass man es doch mal versuchen soll, dass man sich nicht so anstellen soll, mir wurden auch schon Gläser ins Gesicht gehalten nachdem ich fünf Mal beteuert hatte, dass ich nicht möchte. Aber die Art von Menschen, die das Thema auf diese aggressive und intolerante Art und Weise diskutieren müssen, sind nie Menschen, die ich gerne in meinem Umfeld habe. Von Freunden habe ich noch nie einen blöden Kommentar zu irgendeiner selbstgewählten Ernährungseinschränkung gehört.

PS: Auch wenn wir unsere Steaks nicht mehr füttern müssten, gäbe es in dieser Welt immer noch ein Verteilungsproblem was Nahrung angeht. Und auch für Monokulturen wie Soja werden große Anbauflächen benötigt.


Am 03.12.2013 um 17:01 Uhr schriebChristian:

@Stefanie: Da hoffte ich noch, mich hier weiter über Kommunikation und nicht über meine Gründe oder aber über Po/Contra Fleisch zu unterhalten.

Ich esse kein Fleisch, weil ich nicht möchte, dass für mein Essen ein Tier stirbt.

Das Wissen darüber, was die „Fleischproduktion“ noch so alles mit unserem Planeten anrichtet und wie sie abläuft kam danach dazu.

Dass wir dann immer noch ein Verteilungsprolem hätten: Bestimmt, das haben wir eh. Aber wenn ich bei einem Thema zwei Probleme habe, dann löse ich doch nicht das eine nicht, nur weil ich für das andere noch keinen Weg sehe.

Mich von den aggressiven Menschen fern zu halten ist nicht immer ganz einfach – siehe Kantinenerfahrungen oder auch nur eine nette Weihnachtsfeier mit der Arbeitsstelle oder ähnliches.


Am 05.12.2013 um 22:52 Uhr kommentierte Mädchenpapa:

Hallo Christian,

ich kann sehr gut verstehen, dass Dir dieses ständige Rechtfertigen der Anderen sehr auf die Nerven geht.
Ich habe über zehn Jahre einfach so ohne Fleisch (sehr gut) gelebt und wenn das jemand erfuhr, erging es mir auch sehr oft wie Dir. Dabei hatte ich nie um deren Ansicht gefragt.

Wir leben ja in einer Zeit und an einem Ort, in der und an dem glücklicherweise fast jeder selbst entscheiden darf, wie er leben mag und was er an Nahrung zu sich nimmt. Allerdings frage ich mich manchmal, weshalb viele Menschen damit hausieren gehen müssen?

Ich finde, Dein Artikel ist sehr gut gelungen und bringt es ziemlich gut auf den Punkt!

Ganz liebe Grüße
Der Mädchenpapa


http://www.bodehase.de


Am 19.01.2014 um 23:44 Uhr wusste Nixi:

Ich möchte dich für diesen Artikel in den Arm nehmen und „Danke“ sagen. Weil in den Arm nehmen über Internet nicht geht nur so: Danke.


Am 15.02.2014 um 16:15 Uhr sprach Online User:

Ich werde ungern beleidigend, aber bei dir, hätte ich große Lust dazu! Aber ich belasse es mal bei deiner Beleidingung gegen mich, und werfe sie zurück: „Halt du doch einfach mal die Fresse!“ Und weißt du auch wieso? Weil, vielleicht nicht die Vegetarier, die sagen: „Mir schmeckt kein Fleisch, und ich kann das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Ich bin Tierliebhaber.“ (Soll es ja auch geben), aber wohl die „Wir sind Gutmenschen, ihr seid böse Mörder, wir leben ja so gesünder, Werdet auch Körnerfresser so wie wir“ Zumindest ähnlich intelliegnt sind, wie die Kanickel, denen sie die Möhren weg fressen. Bis sie sich auf deren Stufe zurück entwickeln. So und jetzt reden wir mal Freundchen. Vegetarier sind die schlimmsten Menschen der Welt, und zwar weil sie glauben, sie müssten Leuten für alltägliche Dinge ein „schelchtes“ Gewissen einimpfen, nur weil sie selber zu * sind, um zu wissen, was blödes Gelaber ist und was nicht – so wie du! Es wird dich vielleicht überraschen, aber du redest auch nur scheißblödes Zeug. Und jetzt habe ich noch genau 3 Dinge für dich: 1. Ich bin mir sehr wohl bewusst darüber, wo Fleisch her kommt, ich mache öfters Ferienarbeit in einer Fleischerei, und ein Kumpel von mir, war mal Schlachter, ich bin manns genug, mir Bilder aus Massentierhaltungen an zu sehen, und mache das auch lieber, als solche Texte zu lesen. Und ich würde auch Ferkel, Kälber etc. schlachten! Nur damit du es weißt, ich habe jedes Recht darauf, Fleisch zu essen, also mach mir das nicht madig, nur weil in deinen Frühstücks – Pflaumen Maden drinn sind! Nur Hippies die so etwas hier schreiben! Und wahrscheinlich liest du das hier und fühlst dich überlegen, weil du glaubst, ich schreibe nur dummes Zeug, aber das machst du. Das ist halt die Arroganz der Möhrenmampfer, aber eines kannst du wissen, ich schreibe mir hier nur meine Wut runter, die ich mir beim Lesen des Textes angeeignet habe! Du kannst mir glauben, auch wenn du es anders siehst, ICH bin der geistig Überlegenere von und beiden, für alle Leser führe ich den Beweis (und für dich Dickschädel, wohl eher nicht, du beharrst auf deiner Meinung, und es ist dir scheißegal wie falsch sie ist, ich weiß das, ich weiß auch, dass du jetzt, wenn du das liest glaubst, ich bin ein Riesenspinner, aber Recht habe ich trotzdem, das weißt du insgeheim, ich kann das Alles voraus sehen. Aber hier meine 2 Aspekte. Der erste ist biologischer Natur, der wird den Meisten bekannt sein, der zweite ist geschichtlich – anthropologisch ausgerichtet und wird für die Meisten neu sein. 1. Ohne Fleisch hat man nicht genug Proteine, das heißt schlechtere Durchblutung, schlechter Muskelaufbau, weniger Bildung von Geschlechtszellen etc. Ob du es glaubst oder nicht, Eiweiße, die zum absoluten Großteil in Fleisch enthalten sind, sind überlebenswichtig für den Körper! Das ist Evolution, da haben deine Facebook – Freunde im Gegensatz zu dir Recht gehabt. Und so kommen wir zum Aspekt 2: Hätte der Mensch sich in der Frühzeit nicht von Fleisch ernährt, hätte sich niemals das Gehirn und das Skelett in der heutigen Form ausbilden können. Der Mensch hätte sich vom homo erectum über den homo neandertalis niemals zum homo sapiens entwickeln können. Er wäre ausgestorben. Und das wäre euch dann lieber gewesen, weil ihr es indirekt verlautet, aber dem seid ihr euch nicht bewusst, stimmt’s? Habe ich es mir gedacht! Und nun kommst du, plötzlich mit ethischen und moralischen Fragen, wir sollen Tiere schützen, die keine Emotionen außer Schmerz, keinen Verstand haben, die uns auch fressen würden, wenn sie über uns in der Nahrungskette stehen würden. Du stellst Vegetarier über den normalen Menschen, den Fleischesser, du stellst sie als einsichtig hin, überlegen, erleuchtet und ach so schlau, obwohl sie, in dem fall das genaue Gegenteil, sind. Und der Fleischesser ist zurück geblieben, hinterwäldlerisch, unzivilisiert und grausam. So wenig Respekt vor der Natur, der Geschichte und Gott/Evolution habe ich echt noch nie erlebt, so etwas macht mich krank. Diese Aroganz, Hochnäsigkeit und Überheblichkeit, diese große Schnauze und nichts dahinter, das macht mir SO nen Hals. Denk, wenn du das kannst mal drüber nach, bevor du so eine gequirlte Scheiße verzapfst. Und denk‘ gar nicht daran, wag es nicht, jemanden mit dieser beschissenen, falschen und überdreistfrechen Meinung zu missionieren, und ihn von diesem Mist zu überzeugen, aber da trennt sich ja die Spreu vom Weizen, wer * ist, futtert weiter Tofu und wer schlau ist, isst weiter Fleisch. Oder wie erklärst du dir sonst so etwas? Aber ich meine, wie gesagt nur die Vegetarier, die das aus reiner Ethik tun, und was „Besseres“ sind. Da muss man eine Einteilung machen, die Vegetarier aus den oben benannten Gründen, müssen sich nicht angesprochen fühlen, meine wütender, saure Angriffsschrift (Kommentar, Meinung, Anmerkung) richtet sich nur gegen die Anderen, zu denen aber auch die Meisten Veganer gehören!


Am 15.02.2014 um 19:43 Uhr schriebtikerscherk:

don´t wrestle with pigs- ypu´ll get dirty and the pig will like it

(Zitat kiezneurotiker)


Am 17.02.2014 um 9:44 Uhr sprach Anke:

@online User, auch wenn du das vermutlich nicht mehr lesen wirst:
„Erste Erbgutvergleiche zwischen dem modernen Menschen und dem Neandertaler auf Basis der mitochondrialen DNA aus dem Jahr 1997 belegten, dass der Homo sapiens nicht aus dem Neandertaler hervorgegangen ist und es sich bei Letzterem vermutlich nur um einen Seitenzweig im Stammbaum des Menschen handelt.“ (Quelle: http://www.scinexx.mobi/dossier-detail-350-5.html)
LESEN Bildet. Das hat mit Fleischkonsum erstmal wenig zu tun.


Am 21.03.2014 um 23:15 Uhr sprach Online User:

@Anke – Ich habe es gelesen. Und ja, ich habe mich geirrt, da ich es zwar behauptet habe, es aber nicht vorher recherchierte. Und ich habe viele Aspekte angeführt, und davon ist halt einer falsch. Und ich lese viel und bin diesbezüglich auch genug informiert und hochgebildet. Aber ich kann nicht ALLES lesen.


Am 05.07.2014 um 0:52 Uhr meinte Blue-White:

lieber online user,

Also dein „Beitrag“ (so will ich es mal nennen), liest sich finde ich recht schwierig :)

Du sagst man benötigt Proteine und Eiweiße aus Tierkadavern? :) Eiweiß ist zum Beispiel in Soja Milch mehr enthalten wie in Kuhmilch…

Der stärkste Mann Deutschlands ist bekennender Veganer, also ist auch hier nichts mit dem Argument Kraft etc pp..

Der Mensch an sich war und ist schon immer ein Allesfresser gewesen, und ohne eine Pflanzen hätten die Menschen so einige Situationen niemals überlebt, und da rede ich auch von den „Anfängen“ der Menschheit, wo sie noch kleine Nager waren :)

„Der Mensch hätte sich vom homo erectum über den homo neandertalis niemals zum homo sapiens entwickeln können. Er wäre ausgestorben.“

Aber darauf muss ich jetzt noch mal ganz genau eingehen, erstens homo erectum usw. sind übrigens alle ausgestorben… oder ist ein Hund noch immer ein Wolf? Und mal ganz davon abgesehen, die nächsten noch „Lebenden“ verwandten, der Menschen leben Vegan und das komplett :)

An sich könnte man jetzt auch Argumentieren, das Vegetarier/Veganer länger leben (was bewiesen ist) was aber auch damit zu tun hat das sie generell Gesünder leben (Rauchen, Alkohol, Drogen, Sport), zumeist zumindest.

„So wenig Respekt vor der Natur, der Geschichte und Gott/Evolution habe ich echt noch nie erlebt, so etwas macht mich krank. Diese Aroganz, Hochnäsigkeit und Überheblichkeit, diese große Schnauze und nichts dahinter, das macht mir SO nen Hals. “

Du stellst also Gott und Evolution auf eine Stufe? Darwin oder Bibel? Sorry aber zeugt wirklich von einer sehr freien Auslegung.

Und Respekt vor der Natur? Na wie findest du es denn wenn eine Hündin ein Babylöwen oder sonstiges „Adoptiert“ und es säugt? Meinst du nicht es hat einen Grund das so etwas ausgestrahlt wird? :) Richtig es ist nicht „Normal“ es ist Hundemilch für einen Löwen, das ist ja nicht verwerflich nur halt etwas besonderes…

Du sagst Fleisch essen usw. ist NATÜRLICH ? Damit kannst du ein Stück weit recht haben.

Milch trinken auch? Dir ist aber schon klar, das die gute Kuh/Ziegen Milch einfach nur Muttermilch ist, und es NATÜRLICH wäre, wenn du auf der Straße ne Frau mit Baby ansprichst und sie fragst ob du mal kurz nuckeln darfst.. Schließlich ist das Menschenmilch, und wenn du eine Mutti gefunden hast wo damit einverstanden, kannst du dir sicher sein das GENAU DAS NATÜRLICH ist :) Aber etwas NATÜRLICHES kann schon recht PERVERS klingen oder? ;)

Ach und zum Thema Geschichte, folgendes: Kannibalismus, Mord, Kindsmord, Folter, Vergewaltigung … gibt es schon ebenso lange, und wenn wir jetzt deine Aussage zugrunde legen, das es Geschichtlich schon immer so war, kann man also alle Verbrechen, auch jene wo ich nicht aufgezählt habe, damit Rechtfertigen, Erklären und Entschuldigen?

Liest du das jetzt noch immer? :)

PS: an den Ersteller des Blogs, hoffentlich geht mein Text durch :) Die Kommentare und dein Text waren auch sehr Interessant :)


Am 05.07.2014 um 23:15 Uhr meinte Christian:

[ein Kommentar vom „Online User” gelöscht]


Am 06.07.2014 um 0:29 Uhr meinte Online User:

@Christian: Wenn sie mich schon diskriminieren, dann richtig! „Online User“, nicht online-User, dass hier alle zu blöd sind, das richtig zu schreiben, Mann, Mann, Mann.


Am 06.07.2014 um 11:50 Uhr meinte Christian:

Verzeihung, Online User, ich habs korrigiert.
Diskriminierung ist übrigens etwas anderes; hier gelten nur gewisse Hausregeln (Punkt 11). Und damit ist dieses Thema hier beendet, jeder weitere offTopic-Kommentar (zB über diese Regeln) wird ebenfalls gelöscht.
Falls sich noch jemand zum eigentlichen Thema (ich erinnere: Warum manche Fleischesser sich durch die bloße Anwesenheit eines Vegetariers/Veganers bemüßigt fühlen, in endlose Diskussionen auszubrechen und teilweise dabei (Q.E.D.) auch gern mal über die Stränge zu schlagen) äußern möchte ist sie oder er natürlich herzlich eingeladen.


Am 06.07.2014 um 14:16 Uhr sagte Online User:

Warum manche Fleischesser sich durch die bloße Anwesenheit eines Vegetariers/Veganers bemüßigt fühlen, in endlose Diskussionen auszubrechen und teilweise dabei (Q.E.D.???) auch gern mal über die Stränge schlagen?

Suum cuique!

Vielleicht, weil das manche von den ach so toleranten Vegetariern/Veganern noch nie gehört haben!
Manche können nur dogmatisieren und missionieren, und das lasse ich nicht mit mir machen!
Ich bin weder in der Römisch-Katholischen Kirche, noch bei den Zeugen Jehovas. Aber manche von den Grünzeugverzehrern wären dort sicher sehr gut aufgehoben.


Am 06.07.2014 um 14:49 Uhr wusste Christian:

Du bezeichnest also die bloße Anwesenheit als dogmatisierend und missionierend. Da kommen wir also zum interessanten teil der Frage. Warum das?


Am 06.07.2014 um 15:12 Uhr schriebOnline User:

Die bloße Anwesenheit nicht. Aber die Grundhaltung von Manchen. Sie wollten das entweder durch ihre Frage implizieren, oder sie haben die Sachlage nicht erkannt, bzw. haben sie bewusst umgedreht!


Am 06.07.2014 um 15:18 Uhr ergänzte Christian:

Und wenn „manche” das tun, darf man alle dafür „bestrafen”? Interessanter Ansatz. Ich teile ihn nicht.

Und: Hast Du aber meinen Artikel gelesen? Ich beschrieb Situationen, in denen ich kein Fleisch bestelle oder erwähne, dass ich keins esse. Und in denen ich dann lange Vorträge bekomme. Keine Frage. Keine Mission. Kein Dogma.
Darum geht es, um nichts mehr.

Und – deswegen QED – ich finde es arg interessant, dass die bloße Erzählung, dass mir so etwas passiert und dass ich darüber genervt bin schon wieder aggressive Kommentare provoziert, in denen mir mindestens Arroganz vorgeworfen wird.


Am 06.07.2014 um 16:04 Uhr sagte Online User:

Sie gehören zu den „Manchen“, ganz klar!

Zitat: „Ich schrieb oben, ich wäre nicht gerne missionarisch unterwegs und das ist so und das möchte ich auch so.
Aber ich schwöre Euch, ich bin gerade zu meinem eigenen Unwillen dabei, missionarisch zu werden. “

Sie können mir nicht vorwerfen, dass irgendwelche Trottel Gewissensbisse haben, weil sie Fleisch essen, und deshalb denken, sie müssten sich vor irgendwem (z. B. den Vegetariern) rechtfertigen.

P.S.: Die Fragezeichen bei QED waren nicht da, weil dieses QED meiner Meinung nach nicht in den Zusammenhang des Satzes passt, sondern weil mir die Bezeichnung „QED“ nicht geläufig ist. Bitte um Aufklärung!


Am 06.07.2014 um 16:26 Uhr antwortete Christian:

Ok, weil ich von Fleischessern angepampt werde und darufhin(!) genervt bin und merke, dass ich Gefahr laufe, selber unhöflich zu werden darf man mich also anpampen? Das Prinzip von Ursache und Wirkung sowie das Verständnis zeitlicher Abläufe üben wir aber nochmal, hm?
Ach hier: QED
Und darüber hinaus habe ich mir also gerade von Dir (oder auch von Ihnen, wenn Sie abseits der Gepflogenheiten meines Blogs auf dem „Sie” bestehen) erklären lassen müssen, dass ich mich anpampen und beleidigen lassen muss, weil Sie nicht in der Lage sind, Ursache und Wirkung auseinander zu halten und auf Ihren unrflektierten Privilegein zu bestehen.
Dann erkläre ich mal was: Sie sind hier nicht mehr willkommen.


Am 06.07.2014 um 16:41 Uhr schriebOnline User:

Zunächst einmal sind Sie selber Schuld, wenn Sie jedem ihre abartige Lebensart auf die Nase binden.
Der einzige der hier so manches nicht rafft, sind Sie. Z. B. Wer hier wen anpampt!!!
Die Gepfolgenheiten Ihres Blogs sind mir total Schnuppe.
Außerdem pfeife ich auf Ihre gegebene oder entzogene Gastfreundschaft. Sperren Sie mich doch! Dann bestärken Sie mich nur noch in meiner Anti-Vegetarius-Haltung!


Am 06.07.2014 um 16:55 Uhr sprach Christian:

Ach, weils so schön ist, lass’ ich diesen Kommentar hier noch stehen. Ich finds ja immer schön, wenn Menschen sich selbst demaskieren.


Dein Kommentar:

Du möchtest auch so ein hübsches Bild am Kommentar haben? Die Bilder gibts bei gravatar.com
Die Bedingungen für das Buchen eines kommerziellen Kommentars findest Du hier.


Auch anderswo wird darüber gesprochen …

[…] Verspätung, schon leicht genervt husche ich durch twitter und stoße auf den Link zu “Liebe Fleischesser, wir müssen reden“. Was wird das für ein missionarischer Schrott sein, denke ich mir, klicke aber trotzdem […]
[…] die wir dann doch viel besser verstehen können. Und auf die wir auch sofort reagieren können. Wie gehen wir z.B. mit Vegetariern um? Da kann man eine Lösung ableiten, na Gott sei Dank. Das ist viel erfreulicher so, da hat man […]
[…] wir dann doch viel besser verstehen können. Und auf die wir auch sofort reagieren können. Wie gehen wir z.B. mit Vegetariern um? Da kann man eine Lösung ableiten, na Gott sei Dank. Das ist viel erfreulicher so, da hat man […]
[…] indirekt den Artikel” scheint sich nicht auf das Thema Feminismus zu beschränken: jawl.net/liebe-fleischesser-wi…013-11-24/  #  Microblog     […]
[…] Liebe Fleischesser, wir müssen reden […]
[…] Liebe Fleischesser, wir müssen reden. […]
[…] isst kein Fleisch. Katrin isst kein Fleisch. Von den Flâneuren isst praktisch niemand Fleisch. Ich esse auch kein […]
[…] zu distanzieren ist ja grade schwer in Mode, jede tut es angeblich. Da ist es umso merkwürdiger, wenn sich Vegetarierinnen oder Veganerinnen für ihr Konsumverhalten rechtfertigen müssen. Zumal es wirklich eindrückliche Gründe dafür gibt, sich so zu verhalten. Diesen Bericht sollte […]
[…] die Tiere? Passen irgendwie auch da rein. Wie ich letztens schon schrieb ist die Entscheidung, kein Fleisch zu sich zu nehmen keine, die von denen, die sie noch nicht […]
[…] zweieinhalb Jahren schrieb ich einen relativ beachteten Artikel, in dem ich (ich kürze jetzt etwas ab) sagte, dass ich keine Lust mehr darauf habe, dass jede und […]
exilsoester

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

dielila

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

MrsRaven85

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

serotonic

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

MarySew

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

LadyDaine

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

nrsss

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

AlinaManns

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

_Rya_

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

leralle

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

freshmango

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

combat0r

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

gpjonas

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

joluchs

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno

t_sander

RT @jawl: Frisch gebloggt: Liebe Fleischesser, wir müssen reden
http://t.co/OMncNM6Nno