Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Lieber lass ich mich von meinem Label rausschmeißen

Ich wollte endlich mal ein Album machen, das mir gefällt. Endlich etwas, was ich allein kreiert habe, sich nach Kunst anhört und von dem ich sagen kann: Ja, das mag ich. Das erste Album war okay, aber das zweite, „Mind, Body & Soul“, mochte ich überhaupt nicht, das war nicht ich. Die Songs waren so weit von mir weg wie die Erde vom Mond. Trotzdem wurden sie rauf und runter gespielt, auch in jedem Radiosender. Aber ich habe es gehasst. Ich wollte nie ein Teil dieser stromlinienförmigen Radioformate sein, die sich weltweit gleich anhören. Heute habe ich den Mumm zu sagen, was mich nervt. Deswegen wird es ein zweites „Mind, Body & Soul“ nicht mehr geben. Die Musik ist mein Leben, aber jetzt lasse ich mich nicht mehr fremdbestimmen. Lieber lass ich mich von meinem Label rausschmeißen.

Joss Stone im überraschenden Interview bei SpOn
Via Lydia.

[Edit 18.02.2007-21:02]: Gerade bei joerg noch dieses Video gefunden. Grossartig.

4 Antworten zu “Lieber lass ich mich von meinem Label rausschmeißen”

  1. Jott sagt:

    Interessant… Ich dachte immer, es wäre genau andersrum gewesen. Dass sie als einzige dieser „popstars“ (oder wie die Sendung in UK nun hieß) Gewinnerinnen das gemacht hat, was SIE wollte und nicht das, was die Produzenten der Sendung wollten, also ein Soulalbum in USA aufnehmen anstatt dem ewigen Bohlenmüll…
    Komisch, war das damals dann auch nur clevere Werbung?
    Das neue Album find ich btw nicht sooo toll…

  2. Christian sagt:

    ich kenne – von allen Alben (aha? drei?) nur die Singles.
    Die jetzt aus dem Video finde ich den Hammer – viel souliger, schwärzer als das ja nicht unbedingt poppig weisse Zeug bisher.
    Aber dass eine achtzehnjährige (oder wie alt war sie jetzt noch?) den Sprung zusammen mit der neuen Frisur als Revolution auffasst – schon klar.
    Genauso klar, wieder Aufstand, den eine neue Haarfarbe im sorgsam geplanten Vermarktungssystem hervorrufen dürfte :-)

    Sach ich doch mal: hauptsache, et gruuft.

  3. Lydia sagt:

    @ Christian, zwanzig wird sie sogar schon. Der Mann a.m.S. stellte sie mir im Frühsommer 2004 vor – ich war begeistert (und wo wir schon bei Haarfarben sind: Ich dachte schon immer die Frau könnte die Haarfarbe ruhig abdunkeln).
    Ihr erstes Album fand ich sehr gelungen (The Chokin‘ Kind haut mich immer noch um), das zweite Album m.E. so lala, das jetzige habe ich noch nicht zu Ende gehört, darüber konnte ich mir noch Urteil bilden.
    Das Interview hat mich erst toben lassen, beim dritten Mal Lesen änderte ich meine ursprüngliche Meinung allerdings. Die Freiheit, öffentlich meinen Maulkorb zu einem bestimmten Thema auszuziehen würde ich mir auch zu gerne nehmen – es bleibt Wunschdenken.

  4. Lydia sagt:

    Wort vergessen – noch _kein_ Urteil bilden meinte ich natürlich…

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