Mein ideales Home-Office-SetUp II

Aus der Kategorie »just work«

Hier findet Ihr Teil 1, dort ging es hauptsächlich um die Büro-Basics.

Nachdem ich ja jetzt schon 15 Jahre selbstständig – davon 10 zu Hause – arbeite, will ich hier einmal mein ideales SetUp im Home-Office vorstellen. Warum? Weil mich in der letzten Zeit ein paar Menschen danach fragten und weil ich ja der Meinung bin, dass man alles ins Internet reinschreiben sollte, damit andere Menschen alles im Internet finden können.

Office-Software.
Da in der Welt meiner Kunden MS-Office der Standard ist, habe auch ich ein halbwegs aktuelles Office installiert. Für ein bisschen Buchhaltungskram und als Stundenzettel nutze ich Excel, meine Rechnungen schreibe ich mit Word, sonst nutze ich es nicht. Auf dem Laptop finden sich nämlich Keynote und Pages und ich will nie wieder mit etwas anderem arbeiten.
Längere Texte, bei denen ich zu Beginn noch nicht weiß, wo sie hinführen sollen schreibe ich allerdings auch gerne mit einem Text-Editor oder mit Bean, das ich dann in den Vollbild-Modus schalte. Und letztens hab ich so einen Word-Prozessor gesehen, der nach oben und unten alles rund um den gerade bearbeiteten Bereich unscharf machte, den würde ich gerne mal ausprobieren; aber ich hab den Namen vergessen. (Hints anyone?)

MindMapping
Mir hilft es unglaublich, Gedanken hinzuschreiben und dann langsam in eine Struktur zu schieben, deswegen habe ich einen XMind-Account und dadurch eine Cross-Plattform-Lösung. Außerdem mag ich die bunten Smiley- und Blümchen-Maps anderer Hersteller nicht so.

HTML-Editor & Developement
Mein everyday-Editor ist Blumenthals WeBuilder. Ich bin ja mit Uli Meybohms berühmten Phase V aufgewachsen und der WeBuilder bietet für mich die gewohnten Funktionen mit einigem an wunderbaren Zusatzfeatures. (Code-Vervollständigung, Code-Bibliothek, Möglichkeit, per FTP zu arbeiten, …) Auf dem Mac läuft ein TextWrangler.
Als Standard-Editor unter Windows habe ich das blöde Notepad durch Proton ersetzt – auch recht unbekannt, aber der schnellste Windows-Editor, der mir je begegnet ist.
Und wenn ich mal zwei unübersichtliche Dateiversionen vergleichen muss hilft mir Winmerge – wer je die Unterschiede in zwei SQL-Dumps suchen musste, weiß so ein Tool zu schätzen.
Mit wirklich(!) großen Dateien habe ich mit Notepad++ die besten Erfahrungen gemacht
Dann habe ich meinen Firefox mit allerlei Erweiterungen vollgestopft, die mir bei der Entwicklung helfen – vor allem natürlich Firebug, PageSpeed, FireShot, der Html Validator und die PrefBar
Falls ich nicht eh auf dem Server arbeite, erfreut mich der eher unbekannte FTP-Uploader damit, dass ich nie nachdenken muss, was ich jetzt gerade noch geändert hatte – das übernimmt die Projektverwaltung für mich.
WYSIWYG-Programme habe ich nicht.

Weitere bewährte Tools
Für die Bildverwaltung nutze ich zum einen eine uralte Version von ACDSee – hauptsächlich als Bildbetrachter, um zB in Kundendaten schnell etwas finden zu können. Meine Fotos organisere ich inzwischen mit Aperture auf dem Mac.

Will ich viele Dateien nach einem bestimmten Muster* umbenennen, greife ich zu Joe.
*) also zB: »Ersetze alle Leerzeichen durch ‚-‚, ergänze vorne das Dateidatum und hinten einen Zähler«

Auf allen Rechner ist ein VLC-Player installiert und öffnet alles, was eine Mediendatei sein könnte.

Muss ich diese Mediendateien irgendwie konvertieren hilft FFmpeg.

Auf dem PC darbt ein seit Jahren nicht mehr geöffneter FeedDemon vor sich hin – seit auf dem Mac der Reeder meine RSS-Feeds anzeigt und verwaltet ertrage ich den Demon nicht mehr. Zu plump, zu hässlich. Trotzdem funktioniert mit diesen beiden Programmen (plus Reeder auf dem iPhone) und dem Google-Reader als Verbindungsglied der Cross-Plattform-Genuss von RSS-Feeds ganz gut.

Getting things done
Im Moment (das ist natürlich eine Kategorie, die ständig in Bewegung ist) komme ich gut mit folgendem SetUp klar: Termine stehen im Outlook/iPhone. ToDos stehen bei TeuxDeux, Notizen stehen bei evernote. Eigentlich alle Programme, über die Informationen reinkommen (Browser, eMail, RSS-Reader) haben einen eigenen Evernote-Button, so dass es von der Entscheidung »Das könnte ich mal gebrauchen« zur Archivierung jeweils nur einen Mausklick weit ist.

Außerdem gibt es noch eine Cuecards-Installation mit einem Archiv mit dem ganzen Kram, den man so immer mal wieder braucht. Die teile ich mir mit der besten Büro-Kollegin – aber die würde ich (merke ich im Schreiben hier gerade) auf Dauer gerne mal zugunsten von evernote aufgeben. Mal sehen, ob das gut geht und dann mit ihr reden.

Damit das alles nicht zu lang wird, teile ich den Eintrag dann hier mal auf und mache morgen weiter. Dann mit meinem Social Media SetUp.

Kommentare sind natürlich wieder herzlich willkommen und neugierig bin ich immer noch – wie sieht denn das bei Euch so aus?


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4 Reaktionen

Am 02.07.2012 um 9:04 Uhr schriebLuca:

iA Writer könnte gemeint sein. Macht nicht unscharf, sondern graut aus. Gibt es im App Store. Auch fürs iPhone/iPad erhältlich. Nutze ich selbst gerne, vergesse ihn aber auch oft. Und jetzt lese ich weiter. Toller Beitrag.


Am 02.07.2012 um 9:55 Uhr schriebChristian:

Genau den meinte ich, merci!


Am 02.07.2012 um 16:33 Uhr sagte Kiki:

Ich hatte das auch mal so verbloggt, warte … ja, hier ist es: http://e13.de/2012/02/24/produktiver-arbeiten/
Ist sogar noch gar nicht so lange her. Und ja, das Thema GTD wollte ich auch noch angehen … danke fürs Erinnern!


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Auch anderswo wird darüber gesprochen …

[…] zum Mac vollzogen. Wer nachschauen möchte, wie ich insgesamt in meinem HomeOffice so arbeite, kann gerne hier nachlesen, das meiste hat immer noch Gültigkeit. Grund für den Wechsel war, dass ich wirklich, […]