Mein ideales Home-Office-SetUp III

Aus der Kategorie »just work«

Hier findet Ihr Teil 1, dort ging es hauptsächlich um die Büro-Basics.
Und hier Teil 2, dort ging es um Office- und Developementprogramme

Nachdem ich ja jetzt schon 15 Jahre selbstständig – davon 10 zu Hause – arbeite, will ich hier einmal mein ideales SetUp im Home-Office vorstellen. Warum? Weil mich in der letzten Zeit ein paar Menschen danach fragten und weil ich ja der Meinung bin, dass man alles ins Internet reinschreiben sollte, damit andere Menschen alles im Internet finden können.

Social Media
So richtig aktiv bin ich – neben diesem Blog bei Twitter und bei facebook, dann noch gelegentlich bei quote.fm. Mein Google+ Account liegt brach, was aber viel daran liegt, dass ich ihn nicht automatisch befüllen kann.
Denn: Ich habe festgestellt, dass ich weder Zeit noch Energie dafür aufbringen mag, nacheinander alle Plattformen anzusurfen, wenn ich einen kleinen popeligen Link zu teilen. Also werden nur die bedient, bei denen das automatisch geht.
Praktisch sieht das so aus:
Ich lese einen interessanten Artikel irgendwo und möchte ihn gerne teilen.
Im Browser und im RSS-Reader findet sich jeweils ein Button, um Bookmarks bei Pinboard zu setzen. Gebe ich dem Bookmarks dabei den Tag „twitthis“ (eine etwas verhunzte Kombination aus „twitter‘ das!“ und englischer Sprache) passiert folgendes:
Der wunderbare Dienst IFTTT erkennt den Tag und macht aus dem Bookmark einen Tweet und einen Facebook-Status.
Weiterhin schaut das WordPress-Plugin Postalicious regelmäßig nach diesem Tag in meinem Pinboard-Account und generiert daraus die Link-Empfehlungen, die abends um fünf hier immer auftauchen.
Gebe ich dem Bookmark zusätzlich noch den Tag „evernote“, ergänzt IFTTT auch noch eine neue Notiz bei evernote.
Ich hoffe – aus Gründen, die jetzt verständlich sein sollten – sehr auf eine Schnittstelle zu Google+.

Weitere Automatismen sorgen dafür, dass Einträge bei facebook entstehen, wenn ich ein Foto bei flickr hochlade und wenn ich hier oder dort etwas blogge.

Außerdem sichert IFTTT alle meine Tweets in eine Text-Datei in der Dropbox und alle Bilder, die ich bei facebook hochlade ebenfalls in der Dropbox.

eMails, Telefon und Störungen und so
Zum einen trenne ich strikt zwischen geschäftlicher und privater eMail-Adresse.
Die geschäftliche rufe ich am Arbeitsrechner (Outlook) alle 15 Minuten ab. Für quasi alle Kontakte, Projekte und was da sonst noch so reinkommt habe ich eigene Ordner und Unterordner und Filter eingerichtet, die die Mails sofort in die richtigen Ordner schieben.
Das gleiche passiert im privaten Account, allerdings nur einmal die Stunde.

Das iPhone holt sich Mails nur, wenn ich es dazu durch eine sanfte Berührung auffordere.

Es ist zwar hip, immer sofort erreichbar zu sein und gelegentlich fragt auch mal ein Kunde entgeistert, warum ich seine eMail noch nicht gelesen habe, wenn er eine Minute nach dem Absenden anruft. Aber weitere Nachteile als unhip zu sein und dann am Telefon während der ersten Sätze mal eben auf „abrufen“ zu klicken habe ich noch nicht erlebt.
Und nachdem ich kürzlich gelernt habe, dass jede 5-sekündige Störung uns für ca. eine ganze Minute rausreisst, finde ich, ich mach das ganz gut.

Darüber hinaus: Je nachdem, wie intensiv ich gerade an etwas arbeite, eliminiere ich externe Störungen – zuerst Twitter, dann mache ich Outlook ganz aus und dann stelle ich auch mal das Telefon ab.

So, ich denke, das ist das Ende meiner kleinen Reihe. Vielleicht habt Ihr ja die ein oder andere Idee bekommen oder dieser kleine Einblick hat Euch sonstwie interessiert. Kommentare sind natürlich immer noch herzlich willkommen und wenn ich irgendetwas vergessen haben sollte, was die ein oder andere von Euch noch interessiert: Fragt.


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Wer? Was? Warum?

Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

5 Reaktionen

Am 03.07.2012 um 18:54 Uhr wusste Kiki:

Danke, das war wirklich informativ und wir machen vieles ähnlich.
Ich bin mir inzwischen allerdings nicht mehr so sicher, ob ich wirklich jeden Link automatisiert überall posten will oder sollte. Mich nervt es zusehends, wenn ich überall dieselben Links sehe, meist auch noch unmoderiert, denn letzten Endes sind die verschiedenen Plattformen ja eigentlich auch für ein unterschiedliches Publikum, oder? Und alles voll automatisiert einlaufen lassen ist irgendwie so … lieblos.

Google Plus nutze ich auch nicht mehr (hab’s nie wirklich genutzt), obwohl das zumindest aus SEO Sicht noch am ehesten sinnvoll erschiene.

Ich denke gerade darüber nach, alle meine zweieinhalb Plattformen auf eine zu hieven bzw. die Inhalte zu kombinieren. Es ist ja doch reichlich mühsam, drei Blogs zu befüllen, plus social networks.


Am 04.07.2012 um 8:28 Uhr ergänzte Dentaku:

Du wirst es geahnt haben, aber auch für diese Art von Setups gibt es bereits ein Sammelprojekt — an dem habe ich auch selbst schon Teilgenommen.

Aber eine Frage hätte ich da noch: Warum Outlook?!? Wenn ich nicht müsste (Firmenmail auf Exchange-Server), dann würde ich das auf gar keinen Fall benutzen.


Am 04.07.2012 um 8:49 Uhr wusste Christian:

Outlook: Recht einfach. Ich hatte damals erst Thunderbird und den guten alten Palm-Desktop-Kalender laufen, bekam dann aber est ein Windows-Phone und dann das erste iPhone. Und beide liessen sich (auf Windows) mit nichts anderem synchronisieren als mit Outlook.


Am 04.07.2012 um 8:55 Uhr schriebChristian:

@Kiki: Ja, über die Mühe, neben zig SocialMedia-Plattformen auch noch mehrere eigene Blogs befüllen zu müsssen ist hier auch schon mancher Twitter-Account und manches Blog den Weg alles zeitlichen gegangen. Gehört vielleicht mit zum Lernprozess.

Du bist in Deiner „Abelenkung-Nein danke!“-Haltung ja doch wesentlich rigider als ich, ich versuche ja (im Moment noch?), ob ich nicht selber mrke, wenn ich zu abgelenkt bin und dann schrittweise die reize vermindere.
Aber irgendwie arbeite ich ja auch so, mit Twitter und Skype und überhaupt, weil ich so arbeiten will.
Aber: Things will be a-changing. Oder so ähnlich :)


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Auch anderswo wird darüber gesprochen …

Danke, das war wirklich informativ und wir machen vieles ähnlich.Ich bin mir inzwischen allerdings nicht mehr so sicher, ob ich wirklich jeden Link automatisiert überall posten will oder sollte. Mich nervt es zusehends, wenn ich überall dieselben Links sehe, meist auch noch unmoderiert, denn letzten Endes sind die verschiedenen Plattformen ja eigentlich auch für ein unterschiedliches Publikum, oder? Und alles voll automatisiert einlaufen lassen ist irgendwie so … lieblos.Google Plus nutze ich auch nicht mehr (hab’s nie wirklich genutzt), obwohl das zumindest aus SEO Sicht noch am ehesten sinnvoll erschiene.Ich denke gerade darüber nach, alle meine zweieinhalb Plattformen auf eine zu hieven bzw. die Inhalte zu kombinieren. Es ist ja doch reichlich mühsam, drei Blogs zu befüllen, plus social networks.
Du wirst es geahnt haben, aber auch für diese Art von Setups gibt es bereits ein Sammelprojekt -- an dem habe ich auch selbst schon Teilgenommen.Aber eine Frage hätte ich da noch: Warum Outlook?!? Wenn ich nicht müsste (Firmenmail auf Exchange-Server), dann würde ich das auf gar keinen Fall benutzen.
Outlook: Recht einfach. Ich hatte damals erst Thunderbird und den guten alten Palm-Desktop-Kalender laufen, bekam dann aber est ein Windows-Phone und dann das erste iPhone. Und beide liessen sich (auf Windows) mit nichts anderem synchronisieren als mit Outlook.
@Kiki: Ja, über die Mühe, neben zig SocialMedia-Plattformen auch noch mehrere eigene Blogs befüllen zu müsssen ist hier auch schon mancher Twitter-Account und manches Blog den Weg alles zeitlichen gegangen. Gehört vielleicht mit zum Lernprozess.Du bist in Deiner "Abelenkung-Nein danke!"-Haltung ja doch wesentlich rigider als ich, ich versuche ja (im Moment noch?), ob ich nicht selber mrke, wenn ich zu abgelenkt bin und dann schrittweise die reize vermindere.Aber irgendwie arbeite ich ja auch so, mit Twitter und Skype und überhaupt, weil ich so arbeiten will.Aber: Things will be a-changing. Oder so ähnlich :)