M:I:III

Aus der Kategorie »just movies«

Natürlich war ich vorher schon skeptisch. Aber das ist Herr Cruise ja auch selbst schuld – wer sich blöd benimmt, wird für blöd gehalten.
Außerdem waren MI und MI2 ja reinstes Popcorn-Kino – was zwar nichts schlechtes, aber eben auch nicht unbedingt gutes heissen muss.

Dann hatte ich vorher doch ein paar gute Kritiken gehört.
Viel Action, wenig Cruise“ hate zum Beispiel jemand gesagt.
Das wäre ja durchaus ok gewesen, Herrn Cruise kennt man ja und ein paar schöne Action-Szenen mag ich.

Nicht nur blödes Geknalle, Ethan Hunt auch mal menschlich“ sagte jemand anders. Spannenderweise ja das genaue Gegenteil, aber auch in Ordnung.
Ok, oft geht das schief, wenn Superhelden auf einmal menschliche Züge verpasst kriegen sollen, aber man kann ja immer hoffen.
(Vorsicht, Spoiler-Content)

Und?
Überraschung: es stimmt beides. Man hat sich ja so langsam an die typischen Hollywood – Action – Spannungskurven gewöhnt.
Am Anfang knallts erst einmal zur Einstimmung, dann wirds ein bischen ruhiger, unterbrochen von ein paar kleineren Einlagen, dann gehts auf zu der einen, der großen Aufgabe, die es zu lösen gilt, es knallt noch einmal ganz groß und dann kommt der Endkampf. Mann gegen Mann, Faust gegen Faust.

M:I:III fand ich sehr angenehm, weil er diese Regeln ziemlich über den Haufen schmiss. Man wurde eigentlich ständig von ein paar lustigen Explosionen überrascht, der große Einbruch (wir einnern uns da zum Beispiel alle an den Einbruch in Langley mit dem am Drahtseil hängenden Herrn Cruise) wird schlichtweg nicht gezeigt und den Endkampf erledigt auch jemand anders.

Auch wenn er eben nicht ständig mit sinngeschwängertem Blick im Bild ist ist die Figur Ethan Hunt als Mensch greifbarer geworden. Keine Angst, es ist kein Autorenfilm gworden, es passt einfach alles sehr schön ineinander.
Die Story ist durchaus ok, auch wenn S. und ich auf der Heimfahrt ein paar Logikfehler ausblenden mussten.

Schönes Hollywood-Kino. Knallt gut, macht Spass. Wenn man Mr.Cruises exzessiv in die Öffentlichkeit getragenes Privatleben jetzt noch ausblendet…


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Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

4 Reaktionen

Am 07.05.2006 um 23:55 Uhr meinte ReneS:

Ich habe den Film gestern in English gesehen. Urteil: Man kann reingehen. Nicht der Superknaller, aber auch nicht langweilig. Leider fehlt der Charme und Witz von MI-I.


Am 08.05.2006 um 10:56 Uhr wusste Peter Neuhaus:

Prima, dann freu ich mich auf den Film. Und noch eine kurze Nachfrage: wie unterscheidet man bei einer öffentlichen Figur zwischen einem „in die Öffentlichkeit getragenen Privatleben“ und einem „in die Öffentlichkeit getragenen Kunstleben“? Bzw wie kann man etwas Privates von einem Menschen wissen, von dem man etwas Privates schlichtweg gar nicht weiß? Sachdienlichen Hinweisen gegenüber bin ich sehr aufgeschlossen.


Am 08.05.2006 um 11:34 Uhr sagte Christian:

Man unterscheidet gar nicht.
Man hört Blitz / Exklusiv / Leute Heute oder der Bunten zu und nimmt das, was dort gefiltert, gehyped, sortiert und aufgegeilt in pürierten Häppchen serviert wird zu und glaubt es. Nimmt es für bare Münze und für das Privatleben der „Schönen und Reichen“, der „Stars und Sternchen“.

Oder auch nicht.
Dann sagt man (sich) stattdessen: „Macht Spass. Wenn man Mr.Cruises exzessive Marketingkampagnen mit ihrem Pseudo – in – die – Öffentlichkeit – gehen ausblendet…“


Am 08.05.2006 um 11:38 Uhr wusste Christian:

Ergänzend:

: Prima, dann freu ich mich auf den Film

… ich hätte geschworen, Du verachtest magst ihn nicht.
So kann man sich täuschen


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