Monrose – Temptation. Die ultimative Kritik.

Aus der Kategorie »just music«

Ok, wir haben alle unseren Spass gehabt.
Ich habe meine Wette verloren; dat sero (hier ihre Kritik) aber auch.
Dafür habe ich Euch tagelang mit Monrose-Content geqäult, um zu gucken, wie weit man es bei Google und Co. so treiben kann – im Ergebnis: ein paar tausend neue Besucher und im Moment ca 50% mehr als sonst. Mal sehen, wer da so hängenbleibt.

Außerdem habe ich mir wieder mal meine Gedanken darüber machen könne, ob es damals richtig war, die Musikkarriere abzuschreiben und was vernünftiges zu lernen.
„was vernünftiges“, habt Ihr das gelesen …. hahaha ….
Sorry.
Geht wieder.

Trotzdem müßt Ihr jetzt noch einmal mit mir da durch und meinen Wetteinsatz durchstehen.

jawl proudly presents: Monrose – Temptation.
Die ultimative Albumkritik.

Bei der ich übrigens weder Lust habe, das Ding komplett zu dissen, weil man „sowas“ ja nicht gut finden darf, noch alles kritiklos zu loben, nur weil joerg bei dieser doofen Wette

Ach ja, vorher noch zwei Anmerkungen:
a) Du Depp, der CDDB gefüttert hat: Man schreibt Temptation in der Mitte mit einem „P“
b) Liebe Monrose-Fans: Ich greife weder Euch noch Eure Lieblinge persönlich an, wenn ich sage, dass ich vielleicht den einen oder anderen Kritikpunkt habe.

Aber kommen wir zum Album:

Zuerst mal: Wenn man im Hinterkopf hat, dass die meisten Alben normalerweise in langer, mehrwöchiger oder auch mehrmonatiger Arbeit aufgenommen werden, damit Songauswahl, Instrumente, Stimmen, Beats, Arrangements und alles zusammen passt, dann muß man zwangsläufig an diesem Album zweifeln.
Natürlich haben hier Profis gearbeitet, aber das tun sie an anderen Alben ja auch.
Und ich kenne Endmixe, die länger gedauert haben als die kompletten Sessions zu diesem Album.

So, jetzt sind wir eingestimmt, jetzt kommen wir zu den Songs:

Shame.
Kennen wir ja alle schon und ich hab auch schon ausführlich was dazu geschrieben. Allerdings stelle ich fest, dass mit bei jedem Hören dieser Synth-Bass mehr und mehr auf die Nerven geht.

Even heaven cries.
Aus den Shows auch schon bekannt. Eine wirklich schöne Nummer. Was mir auch hier auffällt ist das Arrangement. Auch wieder sehr synthetisch. Ich freu mich auf die unvermeidliche Akustik-Version.

Oh La La.
Auch wieder künstlicher R’n’B – Kram. Senna darf ein bißchen Gas geben was sehr hübsch mit dem extrem süßlichen Refrain-Background kontrastiert. Außerdem weniger Streicher, mehr Platz für Groove. Schön.

No.
Knallt gut. Mag ich. Ich kann mir zwar das Rehauge nicht vorstellen, ob und wie sie das live bringen will, aber wir lassen uns ja alle gerne überraschen.

I’m gonna freak ya.
Boah, was ein nerviger Sound im Intro. Ist das nicht von den Pussycat Dolls? Genau, jetzt weiß ichs: Pussycat Dolls – DAS ist der Sound, an den ich dauernd denken muß.

Love don’t come easy.
Uh. Die obligatorische Akustik-Gitarren-Ballade. Das mag ich nicht, wenn unter den verträumt gezupften Gitarren dann fein gebrochene Beats sind. Steht doch dazu, wenn ihr schon schnulzen wollt.
Und wenn ich mir das hier nicht eh schon mit einer vorlaut in die Welt gerotzen Wette eingebrockt hätte, würd ich ja denken, dass das die Weihnachtssingle wird. Oder die dritte. Die dritte Single muß immer eine Ballade sein. Nee, bevor hier wer einsteigt: ich lass das; das war nicht ernst gemeint.

2 of a kind.
DAS ist ein geiler Synth-Bass. War mein erster Gedanke. Der zweite: Und warum ist die Strophenmelodie so doof?
Und im Refrain dann auf einmal Paisley Park 1990 galore.
Hm.

Youre Love is right over me.
Uh, die Klavierballade? Auch da mag ich dieses Beats nicht drunter.
Sonst ziemlich gesichtslos. Das rettet auch die spanische Gitarre am Schluss nicht.

Work it.
Auch schon besprochen. Kann ich immer noch ganz gut hören.

Do that dance.
Scheiss Bombast-Intro. Kann aber live mit entsprechend Licht, Feuer und ein paar hundert Tänzern ganz gut kommen. Mir fehlt ein bißchen die Kraft in den Stimmen. So was rausgerotztes – hört Euch mal Nikka Costa an, dann wisst Ihr, was ich meine.
So bleibt dieses Bombast-Ding leider merkwürdig flach.

Live life get by
Noch ein Bombast-Intro. Fiel uns nix mehr ein? Neben Streichern kann man ja auch mit Chören ganz gut die fehlenden Ideen kaschieren, aber wenn mir das passiert, dann pack ich die Nummern doch nicht direkt hintereinander aufs Album
Hm. Halt so eine Midtempo-Nummer. Die Chöre nerven. Spielt das doch mal nur mit dem Klavier…

Push Up on me.
Sorry, nach den DJ Bobo – Synths am Anfang musste ich leider brechen gehen und habe die Nummer aus der Playlist gelösht.

Tja, das wars.
Mein Favorit im Moment ist „No“.
Dazu gibts ein schönes Booklet, in dem die drei Gott, ihren Eltern, Freunden, Klassen, Jugendtreffs und Kollega und natürlich Dieter, Nina und D! Soost danken dürfen.

Von zehn möglichen Sternen würde ich mal fünf geben. Das Ding tut nur an einer Stelle weh, die Beats und alles, was sich vorbereiten ließ ist solides Handwerk, ist sauber programmiert und eingespielt, allein was fehlt ist die Seele. Naja, woher soll sie kommen – die Indianer wussten ja schon: man soll ein Album nicht schneller aufnehmen, als die Seele in die Songs fahren kann.

Die drei Mädels, die ja als „die Band“ vorne stehen müssen haben sich redlich Mühe gegeben und: sie können ja schließlich singen. Bezweifelt ja niemand.
Und wenn sie es schaffen, ein paar Jahre durchzuhalten, dann kommt das auch mit der Seele in der Stimme. Nein, nicht das, was D! mit Emo meint. Ihr kriegt das schon raus.
Und vielleicht werden sie dann auch zu Musikerinnen; ich würde es ihnen gönnen.

Und das wars jetzt auch mit dem Monrose-Hype im jawl – schalten Sie auch das nächste mal wieder ein, wenn Sie Detlev Soost sagen schluchzen hören „Du bist so tight, Baby!“

Besten Dank für die Aufmerksamkeit.


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6 Reaktionen

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Am 15.12.2006 um 11:26 Uhr sprach Holger:

…also wenn die monrose sufer deine potentiellen leser sein sollen prost mahlzeit.
ich find so absichtliches keyword platzieren super dämlich….sorry


Am 15.12.2006 um 12:17 Uhr wusste Christian:

Na, das ist aber jetzt der falsche Zeitpunkt …

Da hab ich doch gerade den ganzen Spass für beendet erklärt, und dann kommst Du und sagst „alles blöd“.

Auch wenn es schwer zu glauben sein mag: Die Kritik ist ernst. Abgesehen davon, dass es die erwähnte Wette mit Wettpartner und allem gibt interessiert mich das Phänomen P*pstars und die entstehenden Bands und die entstehende Musik.
Also liegt hier eine CD und ich höre sie mir an.

Daneben war es spannend zu sehen, wie viele Visits man produzieren kann – und ich spreche absichtlich nicht von Besuchern.

Und es ist spannend, wie der M*nrose-Fan so tickt, wenn er meint, an irgendeine Wand pinkeln irgendwo einen Kommentar hinterlassen zu müssen.

Alles ein großer Spass, ein Experiment quasi.
Aber – wie Du ja bestimmt oben gelesen hast: der Spass ist jetzt vorbei. Die Werbung wieder weg. Alles wieder gut und kuschelig.


Am 15.12.2006 um 17:17 Uhr wusste Benni:

ich find das Album unglaulich schlecht.
Für ein Debüt.

Denke das Hauptproblem ist, das es mit allen Mädelz aufgenommen wurde. Da fehlt einfach die Harmonie untereinander.

Viel zu eintönig. Hört sich irgendwie alles gleich an. Gar nicht mein Stil.
Da ist kein Burner (für ne zweite Singleauskopplung) dabei.

So wird das nix.


Am 17.12.2006 um 19:42 Uhr wusste Jott:

Deine Seele ist also doch nicht verloren…


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Auch anderswo wird darüber gesprochen …

...also wenn die monrose sufer deine potentiellen leser sein sollen prost mahlzeit.ich find so absichtliches keyword platzieren super dämlich....sorry
Na, das ist aber jetzt der falsche Zeitpunkt ...Da hab ich doch gerade den ganzen Spass für beendet erklärt, und dann kommst Du und sagst "alles blöd".Auch wenn es schwer zu glauben sein mag: Die Kritik ist ernst. Abgesehen davon, dass es die erwähnte Wette mit Wettpartner und allem gibt interessiert mich das Phänomen P*pstars und die entstehenden Bands und die entstehende Musik.Also liegt hier eine CD und ich höre sie mir an.Daneben war es spannend zu sehen, wie viele Visits man produzieren kann - und ich spreche absichtlich nicht von Besuchern.Und es ist spannend, wie der M*nrose-Fan so tickt, wenn er meint, an irgendeine Wand pinkeln irgendwo einen Kommentar hinterlassen zu müssen.Alles ein großer Spass, ein Experiment quasi.Aber - wie Du ja bestimmt oben gelesen hast: der Spass ist jetzt vorbei. Die Werbung wieder weg. Alles wieder gut und kuschelig.
ich find das Album unglaulich schlecht.Für ein Debüt.Denke das Hauptproblem ist, das es mit allen Mädelz aufgenommen wurde. Da fehlt einfach die Harmonie untereinander.Viel zu eintönig. Hört sich irgendwie alles gleich an. Gar nicht mein Stil.Da ist kein Burner (für ne zweite Singleauskopplung) dabei.So wird das nix.
Deine Seele ist also doch nicht verloren...