Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

offene Server und wie man damit umgeht

Vielleicht bin ich zu naiv. Vielleicht ist es zuviel verlangt, dass man ein „Dankeschön“ bekommt, wenn man jemanden anruft und so etwas wie „Sie haben da einen Konfigurationsfehler, man kann in einer Art und Weise auf Ihren Server zugreifen, wie Sie das sicher nicht wollen“ sagt.
Ich tue das, wenn ich so etwas bei Kunden oder Bekannten oder so bemerke.

Im Normalfall werde ich uninteressiert abgewimmelt oder beschimpft, warum ich das gemacht hätte.
Oder es greifen die rudimentär gelernten Deeskalationsgrundsätze und ich werde freundlichst hingehalten. Man kenne sich da jetzt auch nicht so aus (schade, dann verbinde mich doch weiter), aber man werde mir bestimmt bald weiterhelfen können (wieso mir??).

Das erinnert mich an meine ersten Online-Banking-Erfahrungen. Als ich eine Fachfrage hatte und in der örtlichen Bank-Filiale stand. Gebetsmühlenartig wurde mir erklärt, das sei „alles sehr sehr sicher“.
Danach hatte ich zwar nicht gefragt, aber trotzdem. Bis mir – nach wiederholtem Bohren – jemand erklärte, sie würden sich leider alle nicht auskennen, aber die IT hätte erklärt, das sei alles sehr sehr sicher, das könne man ruhig so weitergeben.

Leute, wenn Ihr schon alle ins Internet müßt, dann schnallt Euch an, schaltet ABS und ESP nicht aus, haltet Euch an die Verkehrsregeln und habt einen Mechaniker greifbar.

3 Antworten zu “offene Server und wie man damit umgeht”

  1. Pepino sagt:

    Gutes Personal ist eben schwer zu bekommen… dazu dann noch mit Sachverstand, gesundem Menschenverstand und vernünftigen Umgangsformen, dürfte fast unmöglich sein…

  2. Mann² sagt:

    diese erfahrung habe ich auch schon gemacht.

  3. Christian sagt:

    : Gutes Personal ist eben schwer zu
    : bekommen… dazu dann noch mit
    : Sachverstand, …

    Ich glaube vor allem der ist ist es. Bzw das Fehlen desselben.
    ist ja auch schwer: auf der einen Seite sind IT-Fuzzis hochspezialiserte Leute, auf der anderen Seite hat das ganze Computerzeug unseren Alltag so weit durchdrungen, dass eigentlich jeder da Grundwissen haben müsste …
    In Firmen sollte allerdings wenigstens jemand da sein, der Ahnung hat.
    Und nicht die Telefon-Sekretärin den Auftrag haben erst mal alles abzubügeln.

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