Oh please talk to me.

Aus der Kategorie »just people«

(Nochmal drüber nachgedacht)

I can imagine the moment
Breaking out through the silence
All the things that we both might say
And the heart it will not be denied
Till we’re both on the same damn side
All the barriers blown away
I said please talk to me
Won’t you please come talk to me
Just like it used to be
Come on, come talk to me

(Peter Gabriel: Talk to me)

Manchmal muß man reden. Muß jeder mal. Man kann ja auch nicht immer alles in sich hineinfressen.

Da gibt es dann die Zeiten, wo man weiß, wo man hingehen kann. Also auch, wenn es richtig schlimm ist. Mancher hat zum Beispiel immer jemanden in der Hinterhand von dem er weiß: „Da kann ich nachts um drei klingeln, wenn ich nicht mehr weiß, wo ich schlafen kann“ Das ist ein gutes Gefühl, das ist nah dran am Urvertrauen, was man zu seinen Eltern haben sollte.

Aber es gibt auch die Zeiten, wenn man sich überall unverstanden fühlt.
Wo man merkt, dass die alten Freunde einen nicht mehr verstehen.
Wo der eine vielleicht müde seit Jahren vor sich hin studiert und der andere um seinen Job kämpft.
Wo der eine gerade fröhlich jeden Abend jemand anders von der Piste mit nach Hause bringt und der andere um seine Ehe fürchtet.
Wo man einfach nicht mehr die gleiche Sprache spricht. Passiert. Keiner ist schuld, aber auf einmal ist es so.

Oder man hat sich länger nicht gesehen und braucht einen Moment. Sitzt zwei Stunden beieinander, schnackt über dieses und jenes und beim Verabschieden vor der Haustür bricht auf einmal irgendein Wall und man quatscht noch schnell die nächsten zwei Stunden durch.
Weil man erst auftauen musste. Passiert. Keiner ist schuld, und auf einmal steht man hinter beschlagenen Scheiben seit Stunden am Straßenrand.

Aber all das kann trotzdem sehr unzufrieden machen, wenn es zu oft passiert. Was dann? Begibt man sich auf die Suche nach neuen Menschen, neuen Freunden? Wendet man sich von den alten Freunden ab? Kämpft man um sie und versucht zu erklären, warum man sich alleine fühlt?

Vermutlich gibt es keinen richtigen Weg. Es wird immer Vorwürfe und Verletzungen geben. Weil der andere dem einen ja nicht mehr zuhört. Weil der eine sich von dem anderen abwendet. Weil sich irgendjemand immer alleine gelassen fühlt.

Wahrscheinlich ist es gut, zu wissen, dass so etwas passiert. Dann fliegen nicht all zu viele Schuldzuweisungen durch die Welt und es müssen nicht unnötig viele Menschen nicht mehr miteinander reden.


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