Videos oder Filme im Internet zu gucken kann teuer werden

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… sagte mir jedenfalls letztens eine Sendung im WDR.

Weil es nämlich verschiedene Anbieter gibt und die einen sind legal und die anderen nicht. Auch wenn man etwas zahlt, ist man nicht automatisch sicher.
Da gibt es nämlich welche, da lädt man automatisch auch selbst was hoch und das ist verboten.
So weit der Bericht im Fernsehen.

Was die Sendung leider nicht tat – ich vermute weil es ja als Werbung hätte ausgelegt werden können, sogar noch als Werbung für die Konkurenz:
Namen nennen.
Den Zuschauern erklären, was Netflix, amazon Prime oder maxdome von Peer2Peer-Anbietern oder KinoxTo oder ähnlichem unterscheidet. Technisch und rechtlich.

Das ist natürlich unglaublich unnütz für den Zuschauer, sehr dumm und irgendwie auch unglaublich schade.
Aber natürlich ist es besser den Zuschauer im Ungewissen zu lassen – am besten erzählt man gar nichts über die Konkurenz und lässt dieses Internet weiter als einen seltsamen gefährlichen Raum dastehen.
Wie 2005. So schön. Nicht.


Habt Ihr gesehen?

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Die Herzdame backt wieder.


ein richtig guter Mensch

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Die G.
Ich möchte Euch jemanden vorstellen: Das ist die G.
G. ist in einem Vorort aufgewachsen, aber es gibt G.s bestimmt in jedem Ort, ob online oder offline, egal wie groß oder klein.
G. kommt aus einem sogenannten ziemlich guten Elternhaus, vor allem ihr Vater hat immer sehr gut auf sie geachtet. Als Nachkriegspatriarch alter Schule sagte er ihr, wie‘s geht und wie nicht und im Zweifel auch mal, was man worüber dachte. Vielleicht sogar ein bisschen viel, denn als sie erwachsen wurde, war G. arg unselbstständig und naiv und viele nutzten das fröhlich aus. Und beinahe alle amüsierten sich königlich über das kleine Purzelchen.

G. findet neue Freunde
Aber G. fand zum Glück neue Freunde, als sie zum Studieren loszog. Gute Freunde, gute Menschen. Die waren aufmerksam für ihre Mitmenschen, die lachten andere nicht aus. Die waren selbstbewusst und tolerant, die machten keine Unterschiede zwischen Frau und Mann, die waren auch mal offen für Alternatives und die engagierten sich für Minderheiten – und G. lernte das alles mit großen Augen kennen. Ihre neuen Freunde lachten auch nicht über sie, sie rieten G. vielmehr, auch mal ihre eigene Meinung zu finden und zu vertreten.

Es war erst schmerzhaft, all das zu sehen, aber sie merkte nach und nach, wie sehr ihr Vater und auch alte Bekannte immer ausgenutzt hatten, dass sie so brav war. Sie lernte auch, wie sexistisch vieles von dem war, was sie erlebt hatte und begriff, dass ihr Vater wohl das beste Beispiel für Mansplaining war, das man hätte finden können. Es war nicht nur schön, das alles zu durchschauen.
Sie überlegte, wie sie mehr Selbstbewusstsein erlangen könnte; sie begriff, wie andere sie ausnutzten und über sie lachten.

Und eines Tages beschloss sie: Heute ist der Nullpunkt und ich achte ab jetzt jeden Tag ein wenig mehr auf mich und weniger auf andere, denn ich will mich nicht immer so leicht beeinflussen lassen.

Außerdem – ich muss es kurz erwähnen – nahm sie von ihren neuen Freunden auch Kleidungs- und Frisur-Stil an, richtete ihr WG-Zimmer neu ein und warf ihr Studium über den Haufen um Diplompädagogin zu werden – auch wenn es ihrem Vater so gar nicht gefiel. Und so unwichtig Kleidung und Frisur und auch so ein Job eigentlich sind, die werden noch wichtig.

Ein paar Jahre später
Schon wenige Jahre später war G. auf den ersten Blick nicht von ihren neuen Freunden zu unterscheiden. Nur wenn man mehr mit ihr zu tun hatte merkte man: Sie war ihrem Vorsatz treu geblieben und achtete jeden Tag etwas mehr auf sich. Und etwas weniger auf andere.
Wer etwas bewandert in Mathe oder Logik ist kann jetzt messerscharf schließen: Wer seit Jahren jeden Tag etwas – sagen wir ein viertel Prozent, das ist ja wirklich nicht viel – egoistischer wird, der denkt nach Eins-Komma-Eins Jahren zu einhundert Prozent nur noch an sich selbst. Und so geschah es auch.

G. war weder in Mathe noch in Logik besonders gut. Und so hatte sie übersehen, dass ihr Vorsatz nur so lange ein guter gewesen war, so lange er sich auf ihren damaligen Nullpunkt bezog. Dass sie sich inzwischen schon ein gutes Stück weiter entwickelt hatte, das übersah sie und so sagte mancher, sie sei inzwischen ein ziemlich egoistisches Miststück, das außerhalb ihres kleinen Kosmos nichts anderes gelten lasse als sich selbst. Und eigentlich würde sie sogar jeden Tag schlimmer. Naja, logisch, das war ja auch irgendwie genau ihr Plan gewesen.

Etwas problematisch, auch für ihre eigentlich diskussionsgewandten Freunde, war, dass man mit ihr über kaum noch irgendetwas und erst Recht nicht speziell darüber sprechen konnte. Denn sie hatte sich ja vorgenommen, sich nicht immer reinreden zu lassen, so wie es ihr auch alle empfohlen hatten (die Ironie darin war eh niemand aufgegangen und soll hier auch nicht Thema sein).

Und so sehr G. nach außen immer noch die gemeinsamen Werte vertrat, so sehr sie für Minderheiten und gegen Bullies, für Gleichberechtigung, Offenheit, Toleranz und Empathie eintrat, so wenig verknüpfte sie Außen und Innen – und wenn man sie auf ihr Verhalten ansprach dann sagte sie sinngemäß: „Schau, ich bin doch feministische Pädagogin, ich bin vegane Yogalehrerin, ich trage Henna im Haar und Batik am Leib, ich gehe auf Demos gegen die Bonzen und für Flüchtlinge – ergo geht Deine Kritik ins Leere, denn ich kann gar kein schlechter Mensch sein.“

Noch schwieriger: G. verwechselte auch das was sie tat mit dem, wie sie war. Selbst wenn man gar nicht über ihren maßlosen Egoismus sprechen wollte sondern über irgendetwas vollkommen anderes was sie tat: Egal, ob es eine Nachfrage (von Kritik wollen wir erst gar nicht reden) zu etwas im Job, oder eine Frage an den von ihr favorisierten Yoga-Stil war: Sie fühlte sich an ihren immer alles steuernden Vater erinnert und schoss entsprechend heftig zurück. Denn sie! musste sich ja nichts mehr sagen lassen. Hatten ja alle gesagt.

Wieso erzähl ich das?
G. habe ich lange nicht mehr gesehen und vielleicht ist sie auch eigentlich ausgedacht.
Aber warum spreche ich über sie, was lernt uns das für heute?
Mich lernt das folgendes: Ich beobachte immer wieder G.s in meiner Umgebung und ich fürchte Dank der originalen G. verstehe ich, was ihnen geschehen ist.

Die eine G., die ist dick und deswegen immer gemobbt worden. Der andere G. trug schon als Kind eine Brille und wurde immer gehänselt. Die dritten G.s sind vielleicht einfach nur nicht normsexuell, norm-familiär, normschön, norm-erziehend, normdeutsch, norm-irgendwas und mussten oder müssen an dieser Front immer kämpfen. Ihr versteht schon.

Zum Glück gibt es seit ein paar Jahren das Internet und das ist immer gut dafür, wenn man andere finden möchte, denen es genau so geht wie einem selbst. Menschen, mit denen man sich austauschen kann, mit denen man zusammen eine Stimme haben kann; mit denen man den ewigen Kampf auch mal zusammen führen kann. Das ist richtig, richtig, richtig gut, versteht mich nicht falsch.

Nur schlechte G.s sind echte G.s
Aber die G.s die ich meine, die sind nur dann echte G.s, wenn sie nicht alle vergessen würden, wann denn der Tag Null war und wie weit der Weg ist, den sie seit da gemacht haben. Wie viele kleine Schritte für sich sie schon gemacht haben in den vielen Tagen seit Tag Null.
Und so benehmen sich viele G.s heute genau so wie die, vor denen sie damals Angst hatten. Egoistisch, rücksichtslos, laut und unangenehm, intolerant und engstirnig. Nur eben nicht „konservativ“ engstirnig, sondern „liberal“ oder „links“ engstirnig. Ja ja, das geht.

Spricht man sie aber z.B. darauf an, wenn man von ihnen mal schlecht behandelt wird oder aber übt man an dem was und wie sie es tun Kritik, dann rufen sie: Aber wir sind doch die Nerds, die Alternativen, die Unterbezahlten, die Alleinerziehenden, kurz: die Anderen, wir sind doch die Opfer! Wir sind doch die, die immer leiden mussten! Wir können doch gar nicht unfreundlich sein, wir können per Definition kein Hatespeech sprechen, unsere Tweets sind immer gut und richtig, unsere Taten immer strahlend gut. Und dabei ist es egal, ob man sie auf ihre neue Brille oder ihr StartUp, ihre Haarfarbe oder ihre Partei anspricht: Sie fühlen nicht die Frage oder Kritik von heute sondern den Angriff von damals und schießen entsprechend heftig zurück.

Meist – was die Sache noch unangenehmer macht – schießen alle ihre neuen Freunde gleich mit, für so was ist dieses Internet ja auch ganz gut geeignet.

Also nochmal: Was lernt uns das?
Mich, dass es klug ist, sich selbst nicht nur einmal im Leben, sondern immer wieder mal zu hinterfragen. Ist selten spaßig und tut manchmal richtig weh, aber meist lohnt’s.
Außerdem: Manche Diskussionen im Netz führe ich nicht mehr. Wenn ich merke, ich rede gerade nicht mit einem Menschen, sondern mit seinen Dämonen von früher, dann schweige ich still.

Und was Dir das lernt? Ach .com.

Kleine Anmerkung, weil ich verschiedentlich darauf angesprochen wurde: „Was lernt mich das“ ist schreckliches Deutsch, hier in der Gegend aber durchaus geläufig. Bitte verzeiht diesen kleinen Seitenhieb auf mein geliebtes (…) Sauerland.


… der Vorhang geht auf …

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Wie die treue Leserin weiß, war ich auch dieses Weihnachten wieder im kleinen Theater und habe Musik und Fotos gemacht. Passend zu diesen Worten hier gibts drüben im Fotoblog auch die Fotos.

Am Anfang steht eine Idee, stehen ein paar Worte.
Da ist es fast egal, ob ein Engländer vor vierhundert Jahren Elfen und anderes Waldvolk eine Hochzeit feiern lässt oder wie in diesem Fall der wunderbare Stadtnarr im Cafe sitzt und die Menschen beobachtet: Am Anfang ist das Wort und das Wort ist irgendeinem Kopf entsprungen und das ist gut so.
Sind es der Worte genug, haben sich zu den Worten auch Bilder gesellt, dann trifft man sich. Sitzt im Kreis, liest sich die geschriebenen Worte vor und im ein oder anderen Hirn merkt man, dass dort eine Idee entsteht. Hier eine Betonung, dort eine Pause oder Stimmlage; man merkt, die Phantasie beginnt von einem zum nächsten rüber zu springen.
Und neben den Frontallappen tun auch die Stammhirne ihren Job. Man beschnuppert sich. Denkt erst „Jippie“ und ist dann enttäuscht, wenn der andere von damals in der echten Kneipe zu kellnern hat und deswegen nicht im Cafe auf der Bühne spielen kann. Oder wundert sich, was denn DER oder DIE ausgerechnet hier wollen.

Irgendwann wird es organisatorisch und – das sei vorweg genommen: Künstler können das selten gut. Deswegen wird es auch irgendwann anstrengend und chaotisch. Das gehört dazu und wird doch jedes Mal schlimmer. Vollkommen logischerweise wird das also am eigenen Alter liegen, denn wenn von den alten Griechen bis heute beim Theaterspiel alles immer schlimmer geworden wäre, dann würde niemand mehr niemals Stücke auf die Bühne bringen.

Mein persönlicher Lieblingsmoment: Die erste Probe, in der die erste Person das erste Wort auf der Bühne spricht. Vielleicht unsicher, vielleicht schon sehr bestimmt, vielleicht mutig ausprobierend; im besten Falle erlebt man sogar, wie man sich eine Viertelstunde über zwei Buchstaben unterhalten kann. Aber vollkommen egal, wie groß oder klein der Moment auch scheint: Jetzt geht es los.

Immer wenn Menschen zusammen etwas tun wollen, egal ob es Arbeit, ein Marmorkuchen oder ein Theaterstück ist: Alle haben verschiedene Vorstellungen davon. Davon wie es sein soll, davon wie es gerade ist und davon, was man selbst und alle anderen dazu tun müssen, damit es so wird, wie man selbst glaubt, dass es sein soll – in der festen Überzeugung, dass alle über Wie und Was und Warum exakt das gleiche meinen wie man selbst.
Das muss schief gehen und das geht auch schief. Wer wie ich gerne gruppendynamische Prozesse beobachtet, die oder der wird lieben, was dann passiert: Wie der versucht Allianzen zu schmieden und die einfach nur noch schmollt. Wer auf einmal vollkommen überraschend vom Mauerblümchen zur leisen Chefin wird und welcher Silberrücken auf einmal alleine da sitzt und sich anbiedernd das Fell andern Leuten unters Kinn schubbert.

Die Krise kommt, manchmal lautstark und so, dass man es eigentlich hinterher kaum noch in einem Raum aushält, manchmal so leise und bei allen einzeln, dass es die anderen kaum mitbekommen.
Und plötzlich hat man noch zwei oder besser auch drei Wochen zu proben aber dass die Premiere trotzdem schon in einer Woche statt findet, das steht auf allen Plakatwänden der Stadt. Dann fällt irgendwem auf, dass ja dies und das noch geregelt sein muss, überraschenderweise finden sich Menschen, die sonst nichts miteinander zu tun haben zu einer Nachtschicht und morgens um vier ist sowohl dies als auch das geregelt und außerdem verbindet diese drei Menschen jetzt eine dieser magischen Nachtschichten, die durch nichts auf der Welt zu ersetzen sind und ewige Liebe mit sich bringen – oder wenigstens bis nach der letzten Aufführung.

Die Generalprobe. Sie muss schiefgehen, sagt das abergläubische Theatervolk, aber auch nicht so richtig, damit die Motivation für den nächsten Abend nicht ganz verpufft.
Zur Generalprobe sitzen das erste Mal alle stundenlang zusammen in der Garderobe.
Zur Generalprobe haben sich alle so richtig lieb.

Wenn die Premiere geschafft ist, dann ist aus dem Liebhaben tiefe, reine ewige Liebe geworden. Man muss sich gegenseitig lieben, denn niemand anders auf der Welt versteht den wilden Walzer, den die Gefühle nach dem Schlussapplaus spielen. Es mag – gerade nach gelungenen Premieren – auch manchmal gemeinsamer Alkohol im Spiel sein.
Dementsprechend fehlt am zweiten Abend etwas Energie, dann erschrecken sich alle und ab dann wirds richtig gut. Hat man Glück, versteht auch die Lokalpresse den Sinn der Worte, die – gereift von der ersten Idee zum richtigen Theaterstück – dargeboten werden. Hat man Glück sagt die angereiste Verwandtschaft mehr als „Du hast Deinen Text aber gut gekonnt“

Zu schnell sind die wenigen Aufführungen vorbei. Das Theater lässt sich erschreckend schnell aufräumen, das Licht wird abgehängt, die Kostüme die Treppe hoch getragen und aus dem Cafe wird innerhalb von Minuten wieder eine leere Bühne und ein paar zusammengeklappte Wände.
Noch einmal trifft man sich um zusammen essen zu gehen und wenn man sich zwei Monate später in der Stadt begegnet, dann fühlt es sich an wie damals in der Kneipe zu Weihnachten nach dem Schulabschluss, als man nicht mehr genau wusste, warum man die anderen so lieb hatte; auch wenn man es wirklich feste wieder versuchen möchte.
Gut dran ist, wer weiß, dass das immer so ist, immer so sein wird und nie persönlich gemeint ist, wenn man sich plötzlich nichts mehr zu sagen hat.

Oder erst nächstes Jahr wieder, wenn jemand eine Idee hatte und die gerne auf der Bühne sähe.


Was schön war in den letzten Tagen

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Tja.

Normalerweise nehme ich mir zu Weihnachten so ab Mitte Dezember frei. Dann habe ich Zeit, ein Bäumchen ins Wohnzimmer zu stellen, antizyklisch zu allen anderen durch den leeren Laden zu schlendern und einzukaufen und dann sehr entspannt Weihnachten zu verbringen. Die Tage „zwischen den Jahren“ sind ruhig, man kann gelegentlich an den kurz vor Weihnachten im Übermaß gekauften Nettigkeiten naschen, oft beginne ich dann auch mal wieder ein neues Stück Musik. Silvester fahren wir auf den Berg, von dem aus man den besten Blick über Sauerland und Ruhrgebiet hat, stoßen dort oben an und freuen uns auf das Kommende. In den Tagen danach ist Zeit, Bilder zu sortieren, ein wenig aufzuräumen und alberne und nicht-alberne Neujahrsvorsätze auseinander zu halten.
Das alles sind in langen Jahren erworbene, teilweise erkämpfte Riten und ich liebe sie inzwischen sehr.

Dieses Jahr wurde ich kurz vor Weihnachten krank, lag meist im Bett, hustete viel und keuchte fröhlich, wenn ich die Treppe zwischen Wohn- und Schlafzimmer hinter mich gebracht hatte. Menschen sprechen oder gar treffen war nicht drin, rausgehen auch nicht. Denken fiel schwer. Leider bin ich irgendwie immer noch nicht richtig gesund – so ein richtig hartnäckiges doofes Erkältungsdings. Vielleicht wars hinterher auch eine Bronchitis, wer weiß sowas schon immer.

Morgen werde ich den ersten Tag wieder arbeiten und wenn ich nicht so einen Husten hätte, dann könnte ich vielleicht so viel fressen wie ich … naja, Ihr wisst schon.

Ach ja: Irgendwann zwischen den Tagen war eine Freundin hier, und die Liebste und ich ließen uns unsere Weihnachtsgeschenke in die Haut stechen. Das war schön und ist es noch. Hometatooing rocked.


Was schön war diese Woche

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Ja, ich hab letzte Woche etwas geschlunzt und deswegen gibts jetzt hier anderthalb Wochen im Rückblick. Was hauptsächlich daran lag, dass es in der externen Büro-Kommunikation unterschiedliche Definitionen von „noch ein paar kleine Änderungen“ gab. Oder in anderen Worten: Ich hab in der letzten Woche quasi nur gearbeitet, denn was als „kleine Änderungen“ angekündigt war, kostete etwa 20 Stunden aufs geplante Tagesgeschäft für eine Woche obendrauf.

Jetzt höre ich die ein oder anderen sagen: „Sei doch froh, wenn Du als Selbstständiger was zu tun hast“, aber das ist auch nur die Hälfte der etwas komplizierteren Wahrheit, über die die geneigte Leserin gerne unter dem schönen Schlagwort „Work-Life-Balance“ recherchieren mag.

Donnerstag begann dann offiziell mein Urlaub, inoffiziell aber hatte ich bis Freitag noch etwas am Schreibtisch zu tun. Was aber schön war: Trotz allem fiel ich exakt Mittwoch Abend in einen sehr tiefenentspannten Ferienmodus.

Ein lange gehätscheltes Kundenprojekt ist online. #schamloseEigenwerbung

Gute Nachrichten: Die Krankenkasse zeigte sich kulant. Da darf man mal lobhudeln.

Die erste Hälfte einer 25-stündigen Zusammenarbeit mit großer gegenseitiger Zufriedenheit abgeschlossen. Im Rückblick gemerkt, wie viel ich erreicht habe.

Ein Gewinnspiel veranstaltet. Tina Dico hatte mir im Herbst bei Helgi Jonssons Konzert ein paar Abzüge eines Fotos, das ich im April gemacht hatte signiert und ich hab zu Weihnachten ein paar dieser, für Fans doch schon recht exklusiven Stücke verlost. Und es ist unglaublich schön, wie sich die Menschen freuen.
Überhaupt merke ich, wie viel ich von der Arbeit für diese kleine Fanpage zurück bekomme. Ganz großartig.

Ein technischer Durchlauf im Theater. Etwas, was allen Beteiligten außer dem Techniker relativ unsympathisch ist und vielleicht gerade deswegen immer Unmengen Energie verschluckt. Aber auch hier: Lobhudeln, lobhudeln und lobhudeln: Die Schauspieler sind toll und geduldig und supportive. Oder lag es daran, dass ich ja gar nicht als Techniker engagiert bin und selbst nur unterstützend dabei war? Man weiß es nicht.

Überhaupt fügte sich das kleine Theaterstück immer und immer mehr zu einem organischen Ganzen zusammen. (Fand der Autor&Regiesseur&GodfatherOfItAll übrigens auch) Das ist toll anzusehen und macht viel mehr Spaß als manche Probe davor, an deren Ende ich doch noch etwas zweifelte.

Das Katz brauchte neue Tabletten und die dazu nötige Fahrt quer durchs Ruhrgebiet hab ich genutzt, auch mal wieder außerhalb des Theaters Fotos zu machen.

Nach den Proben haben wir endlich „The Blacklist“ geschaut. Warum zum Teufel haben wir das im ersten Anlauf nicht zu Ende geguckt? Ach ja: Es lief im linearen Fernsehen und das passte nicht in unseren Zeitplan.

Die ersten Bilder auf getty. Mal sehen.

Dann begann der tödliche Männerschnubben, der mich arg entschleunigte und so bleibt im Rückblick nur noch mal – ja, so kurz vor einer Premiere ist das Leben hier so monothematisch – das Theater: Da war nämlich die Generalprobe und das waren erstaunlich schon viele Zuschauer. Und die fanden es gut und es lief alles glatt und man sagte mir, die Musik sei gut und man habe auch schon Bilder gesehen und die seien toll – und das machte mich froh.

Außerdem – Nerd-Anhang – entsteht dieser Text hier gerade in Ulysses und das war ja wohl mal die beste Investition in eine Programm, die ich in den letzten Monaten so getan habe. Ulysses gibts zu Weihnachten für kurze Zeit mit 25% Rabatt (affiliate-Link) und wenn ichs jetzt nicht schon hätte würd ichs kaufen.


Was schön war diese Woche

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Ich weiß, innerhalb dieser Filterblase ist es eher verbreitet, dass einem das eigene Auto so egal ist, dass man sich kaum erinnert, wo es parkt oder dass man es an einem Powercharger tankt.
Zweiteres kann ich mir leider nicht leisten, ersteres ist zum einen hier in der Kleinstadt nicht möglich und zum anderen: Ich mag Autos. Die Firma Audi und der Mutterkonzern VW haben ihre kleine Unpässlichkeit erschreckend miserabel kommuniziert aber trotzdem bin ich wieder da gelandet. (Wahrscheinlich konnten sie es sich exakt deswegen leisten, so miserabel zu kommunizieren. Nun ja.)
Auf jeden Fall haben sie mir ein gutes Angebot gemacht und ich werde ab April mit ziemlich viel mehr PS, ziemlich mehr Spoilern und ziemlich mehr elektronischen Schnickschnack durch die Gegend fahren. Und mit mit ziemlich viel breitem Grinsen im Gesicht, das hab ich bei der Probefahrt gemerkt.
Leider versteht das kaum wer – spätenstens bei „Spoiler“ oder „tiefer und breiter“ hörts auf.
Falls sich also jemand mit mir freuen und sich über weitere Einzelheiten austauschen möchte: Immer gern.

Abends bei den Proben viele feine Fotos gemacht.

Endlich mal wieder am See gewesen und ein paar Bilder vom Wintereinbruch gemacht.

Verrückte Pläne für verrückte Ausfahrten im nächsten Jahr gemacht. Falls jemand Lust hat, Tina Dico in ihrer dänischen Heimat live zu sehen – ich denke da sehr ernsthaft drüber nach.

Jemandem ein paar ehrliche Worte gesagt und unerwartet Antwort bekommen.

Jemandem eine paar ehrliche Worte gesagt und unerwartet aber sehr erfreulich eine Frühstücksverabredung rausbekommen.

Mitten im Theater eine traurige Nachricht bekommen; erlebt, wer Freund ist und wer ein bisschen mehr Abstand verdient hat. (Nein, das war nicht wirklich schön. Eine kleine Geste zwischendurch war schön. Gibt es Schönes in der Trauer?)


Was schön war diese Woche

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Mir von der Lieblingsärztin eine gute Dosis Vitamin B ins Sitzfleisch jagen lassen. Quasi sofort einen ganz guten Energieschub gespürt.

Ganz schön viel Arbeit vom Berg weg und ins Internet rein befördert. Dann quasi zwei Tage lang nur dann schönes erlebt, wenn die Schmerztabletten ein bisschen wirkten und wieder zwei Tage verloren. Nun denn, der Herr gibts, der Herr nimmts.

Gemerkt, WIE sehr ich die Liebste vermisse, wenn sie mal zwei Tage nicht da ist. Ein gutes Zeichen.
Zum Abschalten nach ihrer Fortbildung ins Kino gefahren. Als einziger Mann im Saal Bridget Jones beim Baby-Kriegen zugeguckt. Überraschend unschlecht.

Über Leisten und Scheitern nachgedacht. Erleichternd.

Relativ spontan den audi.de-Konfigurator angeworfen und nach Lust und Laune mal einen hübschen Nachfolger für den aktuellen Wagen zusammen gestellt – der muss nämlich im April weg. Den Preis gesehen und gelacht. Zum Händler gegangen und gefordert: Mach da mal was akzeptables draus. Gepriesen, dass ich den Gewerbeschein habe und damit vom Autohändler ein wenig mehr umpuschelt werde, denn die unwahrscheinliche Rechnung: Mehr PS, mehr Ausstattung, mehr Service – aber gleicher Preis ging tatsächlich auf.
Probefahrt – zwar nicht mit dem neuen Auto aber mit dem gewählten Motor – gemacht. Den Automatik-Hebel (jaja, ich werde jetzt Automatik-Fahrer) auf „S“ gestellt und laut gelacht.
Überhaupt das Grinsen über die kleinen S-Applikationen an den Kotflügeln kaum aus dem Gesicht gekriegt.

Ein paar sehr lustig formulierte aber sehr nette Worte von weit weg gesagt bekommen.

Viel Schlaf nachgeholt. Zu wenig Schlaf nachgeholt.

Kurz am See gewesen. Sehr nebenbei eines meiner „erfolgreichsten“ Instagram-Bilder ever gemacht.

Zum Haus Kemnade gefahren. Viele alte Musikinstrumente hatten wir zu erwarten, stand im NRW-Touristik-Führer. Dass da eine Sonderausstellung der Augsburger Puppenkiste war, hatten wir vorher nicht gewusst.
Da stand Lummerland, mein Gott, Lummerland. Das war sehr schön.

Und wenn ich ehrlich bin habe ich gerade nicht den Hauch einer Ahnung, wie und warum ich morgen aufstehen soll.