Was schön war in dieser Woche

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Ach.

Die Tage, als das Grippendings mich nicht mit neuen Symptomen überraschte.

Als die Freundin, der das alles gerade aber mal wirklich zu viel ist die Größe aufbrachte zu sagen: Ich will nich nur gejammert haben – wie geht es Dir.

Als ich mal wieder durchgeschlafen habe.

Eine Einladung zu einer Geburtstagsfeier bekommen. (Nicht so schön war als ich entdeckt, dass ich nicht kann)

Ach.


#WMDEDGT November 2016

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#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

sieben Uhr dreißig
Leider ist der heutige Aufwachtraum nicht so lustig wie der im letzten Monat – kein Jürgen Hingsen. Stattdessen wachte ich diesmal aus einem Umzugstag auf, in dessen Verlauf mir siedendheiß einfiel, dass wir ja noch gar keine neue Wohnung hatten als der LKW-Fahrer fragte, wo es denn jetzt hingehen soll. Sehr anstrengend.

Naja, immerhin ausgeschlafen. Nach dem hartnäckigen grippalen Dings mit dem ich mich seit fast schon Wochen rumschlage und der mir unter anderem äußerst effektiv den Schlaf raubte ist das ein Lichtblick.

Erstmal frühstücken.

dreizehn Uhr fünf
Nee, kein Frühstück. Uns fiel nämlich auf, dass wir noch Tabletten für die Katz brauchten. Raben-Katen-Eltern, die wir sind, passiert es uns ziemlich regelmäßig, dass wir so ca bei der letzten Tablette merken, dass es die letzte Tablette ist. Da aber unsere Tierärztin die Tabletten weder vorrätig hat noch von einen Tag auf den anderen bekommen kann, kurven wir recht regelmäßig in die Tierklinik nach Duisburg. Das ist nicht so richtig um die Ecke, ich hab das mal für Sie visualisiert:

route

Ja, es sind fast exakt 100km.
Immerhin haben wir das noch genutzt, um uns den Duisburger Innenhafen mal anzusehen. Hübsch, ich mag so Strukturwandel, vor allem, wenn in der Mitte Wasser ist. Ich hab natürlich auch ein paar Fotos gemacht, vor allem viele von einem architektonisch sehr spannenden Bau. Nach und nach sah ich dann fremde Buchstaben an der Tür, einen Menschen mit Kippa auf dem Kopf, einen Polizeiwagen vor der Tür und ich vermute, dass ich jetzt in der nächsten Verdächtigen-Dateien stehe, weil ich zig Fotos vom Jüdischen Gemeinzentrum gemacht habe. Ups.

Ohne den Unfall samt totalem Stillstand auf der B1 auf der Rückfahrt wär alles gar nicht so schlimm gewesen. So aber, mit diesen 35 Minuten Stop-and-Stop zusätzlich: Puh. Und weil da immer noch genug Müdigkeit in den Knochen vor sich hin grippt jetzt: Erst eine warme Wanne und dann ein Mittagsschläfchen.

fünfzehn Uhr zweiundvierzig
Na, das mit dem Mittagsschläfchen hat ja super geklappt. Nach der Wanne (endlich wieder warm!) bin ich „nur kurz“ an den Rechner gegangen und habe zum einen die Bilder aus Duisburg gesichtet und ein paar auch entwickelt. Die Möwe hier zum Beispiel,die fand ich ganz gelungen.

Und dann hab ich noch fix ein bisschen was an dem Musikstück gemacht, an dem ich gerade arbeite. Ich und meine große Klappe haben nämlich vor ein paar Wochen behauptet: „Ich komponier’ Dir da was für Dein Theaterstück“ und jetzt muss ich das wohl auch tun.
Naja, es gibt für alles ein erstes Mal. Auch dafür, Musik für ein Theaterstück zu machen.

achtzehn Uhr dreizehn
Hurra, ein bischen geschlafen. Danach bei facebook versumpft, dann da was tolles gelesen. Dummerweise stürzte beim Teilen die App ab und das führte zur seltsamsten Google-Anfrage meines Lebens. Ich schrieb nämlich eine Bitte um Hilfe bei facebook weil ich naturlich nicht wieder fand, was ich vorher gelesen hatte (Danke Marc Z. dass Du für uns bestimmst, was wir wann interessant finden). Während ich tippte fielen mir genug Stichwörter ein und ich suchte also bei Google nach:

james bond sports illustrated bikini beach masturbate

Und das hat tatsächlich auf Platz eins diesen sehr lesenswerten Artikel angezeigt.
7 Reasons So Many Guys Don’t Understand Sexual Consent

Die Liebste kauft gerade für mich Soulfood ein und ich hoffe gerade, der Abend endet gemütlich vor irgendwas aus diesem Streaming-Internet und warmem Mampf. (Mampf ist ein Fachbegriff)

neunzehn Uhr fünfundfünfzig
Wir schauen vom Festplattenrecorder „ten tracks“ und ich bin hin und her gerissen. Zum einen ist das ja genau mein Ding, Musikern beim Sprechen über Musiker zuzuhören, aber auf der anderen Seite ist das eben eine ProSieben-Produktion und ganz furchtbar glattgebügelt.
Und dann erklärt Dir ein C-Sternchen, sie würde die FooFighters auch ganz doll gut finden, weil sie dazu so gut workouten kann.

Genau. Zu Pretender :(

Wir versuchen dann mal „The Big Short“.

zweiundzwanzig Uhr dreiunddreißig
Wow. Ein ganz schön guter Film.
Vielleicht nicht der ideale Film wenn man eh ein bisschen kapitalismuskritisch drauf ist und noch einen fröhlichen Abend haben will, aber da bei mir ja nur das erste davon zutrifft, ging das schon nee. Hat mich schon runtergezogen. Gerade deswegen sollte man ihn ansehen.
Und vielleicht sollte ich mich daran erinnern, wenn ich nächste Woche meine Kundenbetreuerin anrufe, weil die da „was total gutes für uns entdeckt hat“.

Und damit: Schlaft gut, wo auch immer Ihr seid.

(To be continued)


Ach übrigens …

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… ich weiß weder, ob Ihr es alle gesehen habt, noch, ob es Euch so superduper interessiert, aber: Da drüben, im ziemlich frisch renovierten Fotoblog, da blogge ich im Moment deutlich regelmäßiger.
Hybsche Bilder, regelmäßig Linktipps, mal was über Gear – was man sich halt von einem Fotoblog so wünschen kann.

#ichwolltsnurgesagthaben


1Password öffnet im Firefox manche Logins nicht mehr und zeigt den falschen Browser-Authentifikationscode

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(Kleiner Service-Blogpost weil es mir passierte und ich mich dumm und dusselig gegoogelt habe. Und falls es Euch auch passiert.)

Ich nutze 1Password. Aus diversen Gründen, die mit sicheren Passwörtern und mit einer ungenügenden Merkfähigkeit meinerseits zu tun haben – und ich kann es nur empfehlen.

Seit ein paar Tagen zeigte 1Password auf meinem Laptop aber seltsames Verhalten (auf dem Desktop war alles super):

  • Auf manchen Seiten füllte 1Pwd (ich kürz das jetzt mal ab) die Login-Formulare nicht mehr aus. Aber eben nur auch manchen. Ach ja: Und nur im Firefox.

Auf diesen Seiten hatte ich dann nur noch die Möglichkeit, das Passwort aus 1Pwd zu kopieren und manuell einzufügen und der Grad, wie mir das auf den Keks ging ist ein guter Gradmesser dafür, wie wichtig möglichst einfache Handlungsabläufe am Computer sind.

Ganz dummerweise war auch facebook bei den betroffenen Seiten und das machte alles noch nerviger.
Seltsamerweise bemrkte ich dann, dass 1Pwd auf facebook.com versagte, das Formular auf einer anderen facebook-Loginseite problemlos ausfüllte. Als Workaround habe ich mir dann ein Bookmark auf einer meiner Freundeslisten gesetzt und mich darüber eingeloggt, aber das war ja keine Lösung auf Dauer.

Gestern wollte ich mich dann mal um das Problem kümmern. Was macht man als erstes? Richtig: Turn it off and on again Deinstallier’ das problematische AddOn und installier’ es neu.

Bei der Neuinstallation des AddOn stieß ich dann auf die Browser-Authentifikation und die zeigte mir statt des richtigen Codes nur 123456 an.

123456

Das war zuviel, ich schrieb den Support von 1Password an.

Der antwortete schnell, freundlich und – wie sich herausstellte – überaus kompetent.
Anhand meiner mitgeschickten Systeminformationen (OSX-Version, Firefox-Version) sah er: Der Firefox war nicht aktuell.
Firefox selbst behauptete zwar etwas anderes, aber offensichtich hatte es vor einigen Versionen mal einen Bug gegeben und so hing ich seit Anfang des Jahres auf einer veralteten Firefox-Version (42, aktuell ist 49) rum und die verstand sich inzwischen nicht mehr mit dem 1Password-PlugIn.

Das war dann natürlich einfach zu lösen: Aktuellen Firefox runterladen und drüber installieren. Fertig.

Ich sags gerne nochmal:


Was schön war in dieser Woche.

Aus der Kategorie »just jawl«

Immer, wenn die Tabletten wirkten. Nein, kein tödlicher Männerschnubben, aber irgendwie Grippendings in den Knochen und das war nicht schön.

Und gestern, endlich wieder gesund, da waren wir in Aachen und in Aachen bin ich immer sehr gerne. Obwohl meine Zivildienstzeit ja nun auch schon ein paar Jahre *hust* her ist fühlt es sich ein wenig wie coming home an, wenn wir die Autobahn am großen Brunnen runter kommen.
Diesmal waren wir im Ludwig Forum, da ist momentan eine Mies van der Rohe-Ausstellung. Die war ganz außerordentlich großartig. Seit ich in Museen aufgehört habe, etwas verstehen zu wollen, sondern sehr spontan nach „mag ich“ und „mag ich nicht“ zu entscheiden ist das immer sehr entspannt und schön.
Bei dieser Sonderausstellung war das vorherrschende Gefühl: Versteh’ ich nicht unmittelbar, aber wow, wie inspirierend. Also: WOW. WIE inspirierend. Das arbeitet noch ziemlich in meinem Kopf nach.

Danach haben wir in dem gleichen Restaurant wie vor neunzehn Jahren bei unserem ersten gemeinsamen Städtetrip zu Mittag gegessen. Sie fanden das total süß und haben fix sogar noch ein Kerzchen für unseren Tisch organisiert.

Und dann sind wir anders zurück gefahren als sonst, vermuteten plötzlich, dass wir doch gerade durch einen Tagebau fahren und hatten damit vollkommen recht.
Wir fanden einen Aussichtspunkt und das war sehr, sehr sehr beeindruckend.

Pünktlich zur Winterzeit habe ich auch die Bassbau-Saison wieder eröffnet und mich wieder mal an den weißen Jazzbass begeben. Den, bei dem ich berfürchtet hatte, ich hätte das Griffbrett beim Einbau des neuen Sattels versaut. Hab ich wohl doch nicht. Das gab doch gleich neue Energie fürs Weitermachen.


Schlese was vor. Und zehn andere auch. Kommet zuhauf!

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#mimimimi am 11.11.

(Mehr Infos: Klickstu hier.)


Was schön war in dieser Woche.

Aus der Kategorie »just jawl«

Nachdem ich begriffen habe, dass man ja auch auf Wochen statt auf Tage zurückblicken kann, hat mich das Konzept „was schön war“ überzeugt. Ich Schlaubi, ich.

Ein Blick in den Kalender zeigte mir, dass ich am Montag keine fixen Termine vorfand – und da die Liebste noch Herbstferien hatte sind wir spontan losgefahren. Wir machen das ja öfter, einfach irgendwo hin fahren. Diesmal nach Düsseldorf. Und obwohl es da grau und niselig war haben wir uns in Ruhe ein paar schräge Häuser angeguckt und sind auf den Fernsehturm gefahren.
Das war geschätzt 167m außerhalb meine Komfortzone und mein Hirn drehte auch irgendwie die ganze Zeit im Schädel hin und her aber trotzdem, nein, vermutlich gerade deswegen war es gut, es getan zu haben. Außerdem hab ich ein paar – wie ich finde – ganz gute Bilder von den Menschen vorm Landtag gemacht von da oben.

Abends trafen wir Freunde die wir ganz erschreckend viele Jahre nicht getroffen hatten, obwohl sie gerade mal zehn Minuten übern Berg weit weg wohnen und er und ich auch gelegentlich zusammen arbeiten. Freunde treffen ist so wichtig.

Dienstags platzte ein Arbeitsknoten in meinem Kopf. Einer der mich richtig schlecht hatte schlafen lassen. Puh.

Die Frau liebäugelt mit einem neuen Auto und anstatt den alten Wagen beim örtlichen Händler am Straßenrand (Preisangebot: x €) oder beim Fachhändler (Preisangebot: x+100,- €) zu lassen, habe ich einen dieser neumodischen Internetdienste versucht. Preisangebot: x+900,- €. Yeah.

Wenn man auf facebook einfach mal den Mut zusammen nimmt und bei den Menschen, die man gerne auf der Bühne sieht und hört (oder deren Bücher man gern liest oder whatsoever …) eine Freundschaftsanfrage losschickt, dann kann man da sehr nette Kontakte knüpfen. Und dann kann man auch mal fragen: hey, darf ich zu Deinem Soundcheck kommen und Fotos machen? (Oder was auch immer den persönlichen Präferenzen entspricht)
Gestern spielte Synje Norland in Dortmund und das war aus vielen Gründen sehr schön: Zum einen wohnt Synje viel zu weit im Norden und kommt eher selten bis hier herunter. Dann hatte ich eben genau diese Frage mal in den Messenger geworfen und so konnte ich eben gestern Bilder machen (hier schon mal eins, mehr folgen). Und last but um Himmels Willen not least war das ein ganz arg großartiges Konzert. Was Synje da inzwischen für Klangbilder in den Raum baut, das ist ziemlich unfassbar schön. Ich werde da auch noch ein paar Worte zu schreiben müssen.

Eine liebe Freundin schickte mir ein Bild mit einem Ring, den sie bekommen hat. Großes Mitfreuen.


Synje Norland: Who says I can’t?

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Endlich mal wieder eine CD-Besprechung!

Ganz ganz treue Leserinnen werden sich erinnern, dass ich Synje Norland zuerst auf einer Bühne sah. Da war sie als Support von Helgi Jonsson mit ihm auf Tour, es ist über den Daumen fünf Jahre her und ich war sehr begeistert.

Dummerweise ist es damit auch gute fünf Jahre her, dass Synje neue Musik in Form von CD oder Download veröffentlicht hat. 2014 war sie noch einmal auf Tour und da hat sie auch schon ein oder zwei neue Stücke gespielt und dann hats aber trotzdem noch bis jetzt gedauert. Naja, zwischendurch war sie ja auch noch mit einer möchtegern-Piratentruppe auf See. Aber jetzt: Frau Norland hat eine neue CD veröffentlicht und morgen Abend spielt sie auch noch in Dortmund!

img_5807Heute lag die vorbestellte CD in der Post (ab dem 21. gibts sie auch regulär überall zu kaufen, downloaden usw) … – und seitdem läuft sie auch im Kreis. Und? Hat sich das Warten gelohnt?
Spoiler: Jup. Ich hatte ja damals schon angedeutet, dass Synje zwar eine blonde Frau ist, die sich eine Gitarre umhängt und ihre eigenen Songs schreibt, dass sie und ihre Musik aber meilenweit weg vom üblichen niedliches-Singer-Songwriter-Mädchen-mit-Gitarre-Klischee einzuordnen ist.
Ich bin (leider?) vollkommen raus aus den gängigen Kategorien, die großen musikalischen Schubladen kann ich immer noch benennen, aber … und es ist ja auch eigentlich vollkommen egal. Ist es Singer-Songwriter? Pop? Klassik oder Jazz? Alles manchmal. Und wenn ich mich bei diesem Album jetzt wirklich festlegen müsste, dann würde ich mich mit „Filmmusik“ retten. Und anfügen: Musik, die Filme im Kopf macht.
Genau: Songs, die Bilder im Kopf entstehen lassen, Atmosphäre aufbauen, mich an einsame dänische Strände versetzen, wo mir nur Wind und Meer klar machen, dass sie groß und ich klein bin. Und dann ist es egal, ob das das klassisch anmutendes Cello-Solo-Stück „Escape““ ist oder der tanzbare four-to-the-floor-Beat von „Bigger and Better“.

Neben der eher strengen Single „Who says I can’t“ kannte ich das unfassbar große „The ruler of the golden age“ schon, das hat sie Ende 2014 schon einmal mit dem passenden großen Orchester live gespielt. Kann man gut mal richtig laut hören:

Auch „Riverside“ hatte sie vor zwei Jahren schon gespielt – wenn ich mich richtig erinnere hatte sie es eine Aufarbeitung der Jahre auf dem Schiff genannt. Hihi.

Macht neun für mich neue Songs also, alle einzelne kleine große Kunstwerke, vielseitig im Stil, hervorragend komponiert und auch produziert. Und alle nicht nur aber auch wunderbare Plattformen für Synjes große Stimme, die anscheinend über in den letzten Jahren noch wuchs und vielseitiger geworden ist. Vom glockenklaren Einschmeicheln bis hin zu gänsehaut-bösen düsteren Tönen. Alles dabei, alles im richtigen Moment eingesetzt und … ach, ich komm’ jetzt gar nicht so gut in sachlich-neutrales Schreiben, macht ja aber auch nix, das ist ja ein Blog und kein Musikfachmagazin.
Hörts Euch an.

Das ist eine wirklich tolle Platte, Frau Norland; ganz großes Kino.

Und ich sollte vielleicht endlich mal aus dem Quark kommen, hier liegt im Ordner „musik/remixes“ eine angefangene Version von Ishmael. Auch schon seit viel zu lange