Roof

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Bass! Bass! Wir brauchen Bass!

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Oh Medienkompetenz, where art thou?

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R.I.P.

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Nicht zuviel denken? Tiere essen?

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Seit ich 16 bin, habe ich immer wieder vegetarisch gelebt. Ich habe da nie eine Ideologie draus gemacht, habe nie versucht, Menschen zu missionieren, ich habe einfach aus einem Bauchgefühl (haha) heraus kein Fleisch gegessen. Wenn mich jemand damit aufgezogen hat, habe ich nur gegrinst.
Mein Vater hat jahrelang versucht, mir »diesen Blödsinn« auszureden und hat mir in einer Phase als er für die Familienküche zuständig war täglich ein »anständiges Stück Fleisch« vorgesetzt. Mir hats das natürlich leichter gemacht, aber das hat er nicht begriffen. Naja.

»Immer wieder vegetarisch« bedeutet, dass mir immer wieder etwas dazwischen kam. Zum Beispiel das Dreieck aus Pommes-, Döner- und Gyros-Bude, in dessen Mitte ich meine Zivildienstzeit (= erste Zeit weg von zu Hause) verbrachte. Denn ich habe den Geschmack eigentlich immer gemocht.
Und dann hat wieder das Gewissen gesiegt. Und dann wieder kurz die Lust. Und so weiter.

Seit Mitte letzten Jahres esse ich wieder kein Fleisch. Ich habe Foers Buch nicht gelesen und ich denke, ich muss es auch nicht lesen. Ich habe genug Bilder vor Augen, ich weiss, wie Tiere gemästet, gehalten, behandelt und getötet werden. Und ich weiss: Es ist nur Gedankenlosigkeit, nur die Verdrängung, die es möglich macht, Fleisch zu essen.
Oder, wie Isa es schrieb:

Seit ich Foer übersetzt habe, habe ich fast kein Fleisch mehr gegessen. Wenn man weiß, woher es kommt, geht es schlicht nicht mehr.

… oder wie Karen Duve schrieb:

Manchmal wünschte ich, das Ganze wäre bloß ein Albtraum, und ich könnte daraus erwachen, und ein Hackbraten wäre wieder ein Hackbraten, ein Grillfest ein großes Vergnügen, und ich könnte in eine Bratwurst beißen, ohne dass an finsteren Orten wochen- und monatelang gelitten wird, damit es mir zehn Minuten schmeckt. Aber leider weiß ich jetzt, was Sache ist …

Ich weiss es auch. Warum sollte ein Schwein, ein Rind, ein Lamm weniger wert sein als die Katze um die ich vor Sorge weine, wenn sie operiert werden muss? Warum sollte ich weniger Mitleid haben?
(Wer Lust hat, ein wenig mehr über Empathie, Mitgefühl und Mitleid zu lesen, dem kann ich diesen taz-Artikel ans Herz legen: Das Leiden der Anderen. BARMHERZIGKEIT. Vom Fleischkauf bis zum Altruismus: ein Versuch über die Bedingungen des Mitgefühls):

Die Grausamkeiten, Gemeinheiten und Rücksichtslosigkeiten, die Menschen wie ich jeden Tag begehen, sind die Folgen eines biologischen Prinzips, das wir mit allen anderen Spezies auf diesem Planeten teilen, dem Prinzip Eigennutz.

Ich glaube, das Prinzip Eigennutz zu überwinden ist es, was Menschlichkeit ausmacht. Ich möchte es gerne glauben.

Aber wie? Einfach so?

Freitag Abend saß ich in Münster in einer Diskussion (facebook-Link, der nur geht, wenn Du angemeldet bist), die die Grünen organisiert hatten.
Es trafen sich Karen Duve, Umweltminister Johannes Remmel, der Leiter der Qualitätssicherung der Metro Group und der Vizepräsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands.
Und wenn ich annehme, dass die jeweiligen Sprecher die Meinungen derer, die sie repräsentierten auch wirklich repräsentierten, dann bleibt festzuhalten: Die Politiker würden gerne alles anders machen, aber es ist schwer. Die großen Handelsketten sind nicht nur nicht schuld, sondern eigentlich die guten. Die Bauern sind die Opfer und also eh nicht schuld.
Außerdem lernte ich aus dem Publikum, dass die großen Bauern und der Handel und die Politik Schuld sind (sagen die kleinen & Öko-Bauern), dass die angeblichen Öko-Bauern und die Politik und der Handel Schuld sind (sagen die Großbauern), dass die Bauern und die Politik Schuld sind (sagt der Handel) und so weiter.

Oder anders: Keiner kann über seinen Tellerrand hinausblicken. Darüber hinaus zu schauen würde aber zum Beispiel bedeuten, mal zu überlegen, wie viel eigentlich ein Wort wie Milch- oder Fleischproduktion in sich schon aussagt. Aber es ist nicht leicht, nicht mehr eigennützig zu sein, wenn daran die Arbeitstelle, der Sommerurlaub, die Ausbildung der Kinder hängt.
Vielleicht müssten dafür alle auf einmal das System ändern. Alle. Alle auf einmal. Und das können wir Menschen nicht.

Am Ende der Veranstaltung fragte jemand aus dem Publikum, ob die Anwesenden glaubten, dass wir in 10 Jahren noch genau so leben könnten wie heute. Ob wir noch genau so Fleisch produzieren und Unmengen von Getreide dafür vernichten könnten.
Ebenso vehement und selbstverständlich wie der Bauernverteter dies bejahte verneinten es alle anderen. (Da hat er etwas dumm geguckt, der Bauer).
Ein Kerzenschein am Ende eines sehr langen Tunnels? Vielleicht.

Ich bin wirklich ratlos. Denn nur kein Fleisch zu essen ist ja nicht einmal ein Tropfen Lösung auf dem heißen Stein.
Wirklich ratlos.

Aber ich glaube, meine Toleranz gegenüber Menschen, die meinen mich aufziehen zu müssen, die ist gesunken.


Simfy

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Ich habe gerade nachgeschaut und …: Ich habe mich – hey, ich bin schließlich hauptberuflich early adaptor – im Februar 2008 bei simfy angeneldet.
Wenn ich mich richtig erinnere konnte man damals dort MP3s hochladen und sie seinen (Simfy-)Freunden vorspielen. Oder so.
Die Idee fand ich ganz charmant aber in der Praxis saß ich halt damals hier an einem gedrosselten DSL-2000er Anschluss und verspürte wenig Lust, den auch noch mit dem Upload von Dateien zu belasten. Außerdem: Wie zur Hölle sollte ich denn bitte aus meiner vielen vielen Musik etwas auswählen?
Simfy lag also recht fix wieder brach.

Am Rande habe ich mitbekommen, dass sich dort immer mal wieder was tat und dass der Fokus recht bald wohl auf Internetradio und auf einem Premiummodell lag. Aha.

Internetradio höre ich immer mal wieder – entweder früher im WinAmp, dann in iTunes die Klassiker wie swissgroove oder smoothjazz. Und auch last.fm läuft gerne mal (artist-radio »Nikka Costa« trifft zum Beispiel bei last.fm quasi hundertprozentig meinen Geschmack. Aber ich gleite ab.)

Gestern habe ich dann gehört, dass simfy seinen Desktop-Player auch für nicht-Premium-Kunden frei gegeben hat.

Simfy-Player im Modus »Genre-Radio«

Und? Tja, wunderbar. Die meisten Internetradios, die ich bis jetzt so kannte hatten viele Künstler dann eben doch nicht oder nur mit zwei, drei Songs im Repertoire. Hier habe ich seit gestern noch nichts nicht gefunden.
Die Bedienung ist simpel und logisch, sowohl Genre- als auch Artist-Radio (beides von mir wirklich gerne genutzte Funktionen – man lernt so viel neues kennen) funktionieren gut.

Die wichtigsten Social-Web-Dienste sind auch ganz simpel eingebunden: Facebook und twitter sind nur einen Klick entfernt. Who needs Ping?
Und wer bei last.fm ist – der simfy-Player scrobbelt auch alles gehörte dorthin.

Die Nachteile, die mir bis jetzt aufgefallen sind: Musik mitnehmen geht nur mit dem Premium-Account und manchmal (selten) ruckelts – das stimmt vielleicht dann die Buffer-Verwaltung nicht.

Insgesamt also: Daumen hoch.
Ich überlege sehr, ob ich Premium-Kunde werde. Schon, um das Ding am laufen zu halten.
Ist auch nicht teurer als jeden Monat eine CD.
Seit dem 7.2 bin ich Premium-Kunde. Und lade mir mein iPhone mit Musik voll. Rockt.

Disclaimer: Bevor jetzt jemand das böse W-Wort ruft: Ich krieg‘ nix für diesen Eintrag. Ich bin einfach nur recht angetan.
Was habt Ihr bloß aus der Blogosphäre gemacht, dass ich überhaupt auf die Idee komme, das jetzt hier zu schreiben …


Drei Akkorde für den Rock’n’Roll

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Wir wohnen ja hier in einer richtig netten Wohngebietsidylle. Kein auf dem Reissbrett entstandenes Viertel im Einheitslook, sondern schön gewachsen und anständig bewohnt. (Und von unseren direkten Nachbarn, intern gerne »die Blockwarts« genannt, erzähl‘ ich ein anderes mal, ok?)

Als wir – ich glaube – den zweiten Sommer hier wohnten hatte die Tochter eines anderen Nachbarn Geburtstag. 17, wenn ich mich recht erinnere. Es war heißester Hochsommer, alle Fenster standen auf und waren mit nassen Laken verhängt, nur wenige Vögel trauten sich vorsichtig zwitschernd aus dem Schatten, nur ein paar Bienchen summten.
Es war heiß und friedlich.
Ein perfekter Hochsommertag.

Dann hörte ich direkt hinter meiner Stirn das mir aus aktiven Musiker-Zeiten sehr vertraute Geräusch einer Snaredrum, die über eine 1500-Watt-Anlage verstärkt zwecks Soundcheck in die Umgebung geknallt wird. Und nochmal. Und nochmal, mit etwas mehr Hall. Und nochmal mit etwas mehr Tiefmitten. Und nochmal mit einem gaaanzkleinwenig weniger Hall … Und so weiter.
Dann einen Bass-Check, dann eine Gitarren-Check. Ich hätte gerne jemanden getötet, wenn ich nur wieder auf die Beine gekommen wäre.

Joschka war derweil als schwarzer Blitz an mir vorbei unter die Badewanne geflüchtet, die Spuren kann man heute noch sehen.

Dann hörte ich den vetrauten Satz »Spielt doch mal ein ganzes Stück«.

Was ich in deutlich mehr als Zimmerlautstärke hörte war:
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Social Blubb

Aus der Kategorie »just jawl«

So Ihr Lieben, ich hab lange an einer Lösung gebastelt, die Euch alle Möglichkeiten gibt, Eure Lieblings-Artikel im jawl per twitter oder facebook zu verbreiten oder mir per flattr doch noch den 1984er GTO* zu finanzieren *hüstel* und trotzdem mein Layout nicht zu sehr zu verschandeln.
Voila. Ich denke, so gehts.