Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Protokoll-Blog

Heute mittag gegen 14:00 Uhr rief hier jemand an und stellte sich undeutlich als (unverständlich) von der Telekom vor.

  • Ja bitte?
  • Sie haben doch den Call and Surf Comfort Plus Tarif, oder?
  • Ich denke, ich weiss nicht genau wie der aktuell heisst…
  • Den für 49,95 im Monat, ne?
  • Mag sein…
  • Ja, der wird ja jetzt zum Entertain?
  • Äh wie?
  • Ja, ab nächsten Monat wird der ja zum Entertain, ne?
  • Wenn Sie mir jetzt sagen wollen, dass mein Tarif ab nächsten Monat anders heisst, dann ist das nett …
  • Ja, das bleibt bei 49,95 im Monat und das ist dann Entertain, ne?
  • Der heisst dann also anders..?
  • Genau.
  • Ja, dann danke ….
  • *klick*

Ich habe dann ein wenig über diesen seltsamen Gesprächsverlauf nachgedacht und gerade mal bei der T-Home Kundenbetreuung angerufen.
Die Frau dort sprach von einer „Masche“, bemerkte beim Nachschauen, dass ich ja mit dem Entertain-Paket gar nichts anfangen könne, weil der tolle 16000er-DSL-Tarif ja gedrosselt auf ca DSL1500 läuft, benutzte das Wort unseriös und machte schon mal einen Vermerk, dass ich das alles nicht wolle, falls irgendwann jemand in den Computer eingeben möchte, dass ich bestellen wolle.
Da mir die Telekom – dank fehlenden DSL 16000 – gar nicht die Voraussetzungen für Entertain zur Verfügung stelle, sei ein Vertrag – so er denn zustande gekommen sei – nichtig.
Außerdem riet sie mir:

  • Falls eine Auftragsbestätigung kommt – wiederrufen Sie sofort.
  • Falls ein Paket mit der Hardware, von der die Dame heute Mittag nichts sagte kommt, verweigern Sie die Annahme
  • Beschweren Sie sich am besten direkt bei der Geschäftsleitung
  • Oder versuchen Sie es gleich bei der Verbraucherberatung

Ich dokumentier das also erstmal alles hier, damit ich mich erinnere, wenn es wirklich hart auf hart kommen sollte. Und Ihr Euch alle auch.

6 Antworten zu “Protokoll-Blog”

  1. Matthias sagt:

    Oh man…wasn das schon wieder fürn Kram?
    Ich sags ja, wenn es geht tagsüber erstmal immer schön die Mailbox rangehen lassen. Demnächst schalte ich noch ne Ansage, in der ich explizit darauf hinweise, dass solche Anrufer unerwünscht sind.
    Natürlich geht das als Selbständiger leider nicht, d.h. geht schon, macht aber auf potentielle Kunden nicht unbedingt den besten Eindruck.
    Das wäre aber weitaus besser, wenn man diese Firmen verpflichten würde, dass sie bei Anrufen ihre Rufnummer übertragen müssen, dann könnte man die besser aussortieren lassen!

  2. moritz sagt:

    ich beginne telefonate mit firmen (bzw. deren vertretern) die mich ungebeten anrufen seit einiger zeit mit einem satz in der art: ich kaufe nichts am telefon und werde auch keine verträge abschließen, sagen sie mir ohne umschweife was sie von mir wollen.
    viele legen dann schon auf… :-)

  3. eco sagt:

    Ahrg, wie ich es hasse, wenn Leute ihre Sätze mit „ne?“ abschliessen. Und die Masche ist ja auch sehr dreist

  4. Ghettomaster sagt:

    1. Regel: Wenn man bemerkt das einem das Gegenüber eventuell irgendwas andrehen will, niemals das Wort „Ja“ verwenden, und schon gar nicht: „Ja, danke“.

  5. serotonic sagt:

    Entschuldigung fürs Off-Topic, aber ich frage mich akut einmal wieder, warum immer und überall ungefragt Rat und „Ich weiß, wie man sich da richtig verhält“ gespendet wird.

    Spontane „Ich weiß es!“-Antwort, anyone?

  6. Christian sagt:

    Wenn ich das alles so lese – und, ungefragt oder nicht, in vielem habt Ihr ja Recht – befürchte ich: Das Medium Telefon stirbt.
    Wenn ich kein normales Gespräch mehr mit jemandem (der mir gerne etwas verkaufen möchte) führen kann, weil er so unter Druck steht, dass er zu solch zweifelhaften Methoden greifen muss, dann kann ich bald einfach niemand unbekanntem mehr vertrauen, der mich anruft.

    Ob ein Dienstleister der mich auf so eine Art als Kunde bekommen hat tatsächlich glaubt, dass ich ihm vertrauen kann – das sei sowieso mal dahingestellt. Das beweist eigentlich nur, wie absolut scheissegal ich ihm als Kunde bin.

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