Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Rückenblog IV

Frau Serotonic mit ihrer Nachfrage erinnert mich daran, dass ich vielleicht mal kurz beschreiben sollte, wie sich diese ominöse Richtig-Stellung des Atlas abspielt.
Denn – wie ja gesagt – der Atlaswirbel liegt schon unter der Schädeldecke und man kommt nicht dran.
Und deswegen kann man ihn auch nicht – wie die anderen – einfach so renken, schieben, ziehen.

Ich bin da auch ganz froh drüber, denn ich halte vom „So, jetzt knackts einmal, dann ist er wieder drin“ nicht so viel. Erstens kann das meiner Meinung nach nicht gut sein, Knochen gegen den Widerstand der umliegenden Muskeln irgendwohin zu schieben und zweitens: Dann ist eine Stelle wieder „heile“, aber der Rest ist doch immer noch verspannt und verschoben.

Zurück zum Atlas. Weil man eben nicht direkt drankommt ist alles was man tun kann, ihm, bzw den Nerven dort, einen Impuls zu geben, auf dass er sich dann an der richtigen Stelle wieder richtig einschwingt.
Man liegt auf der Seite, den Kopf so erhöht, dass die Wirbelsäule gerade liegt.
Den eigentlichen Impuls bekommt man durch leichten Druck auf den Nacken und einen kleinen Ruck mit der Kopfauflage nach unten.
Man merkt nichts. Kein Knacken, kein Schmerz. Drei, vier Minuten liegen bleiben und den Impuls in aller Ruhe an alle Nerven an und in der Wirbelsäule runterwandern lassen.
Kein Knacken, kein Schmerz, dafür ein sofortiges Ergebnis.
Ein sehr befreites Gefühl und ein deutlich entspannterer Nacken.

Was mir vermutlich schon gereicht hätte, aber es soll wohl noch besser werden.

Kurzer Status von heute übrigens: ziemlicher Muskelkater im linken Arm.
Gelegentlich Stiche an den mir bekannten Stellen. Alles gut, also.

3 Antworten zu “Rückenblog IV”

  1. serotonic sagt:

    Vielen Dank für die Erklärung :)

    Es ist schon merkwürdig, dass ich der festen Annahme war, es müsste doch irgendwie knacken. Wobei ich gefühlsmäßig auch immer der Meinung war und bin, dass das nicht wirklich gut und richtig so sein kann. Aber bisher belief sich meine Erfahrung auf die auch von dir beschriebenen Knochenbrechern. Müsste auch mal so einen Manualtherapeuten finden, das was du beschreibst, klingt wesentlich verständiger, weiter gedachter.

    Frohes Gradewerden weiterhin!

  2. […] Wie man da sehen kann sind meine Erfahrungen ja sehr positiv. Und wie man hier nachlesen kann, ist so eine Atlastherapie eine sehr, sehr vorsichtige Sache. Da hatte ich doch letztens großen Spass, als ich beim Arzt im goldenen Blatt auf den Medizinseiten (Ihr wisst schon, diese Doktor Sommer-Seiten für Senioeren aber ohne Sex) jemand nach der Atlastherapie fragte. Herr Doktor antwortete sinngemäß: “Lass das, der Atlas ist sehr empfindlich, außerdem kommt man nicht dran, deswegen muss man da schon mit viel Kraft vorgehen und das ist gefährlich.” […]

  3. […] Gestern konnte ich dann endlich zu meiner Atlas-Wirbel-Richterin. Die guckte mich an, erschrak, legte mich vorsichtigst auf die Liege, liess meinen Kopf einen Zentimeter fallen und gab mir noch die Möglichkeit, heute oder morgen noch einmal wieder zu kommen, falls ich das Gefühl hätte, es sei nicht alles auf einem guten Weg. […]

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