Sag. Nicht. Arschloch. Zu mir.

Aus der Kategorie »just movies«

Hancock
There are heroes. There are superheroes. And then there’s…

Der ein oder andere mag die Vorschau gesehen haben: Will Smith präsentiert sich dort als versoffener Superheld der beim Welt-Retten meist mehr zerstört als rettet, dem seine Außenwirkung aber … sagen wir mal: recht egal ist.
Das ist recht lustig und lässt Hoffnungen auf zwei gute Stunden Will Smith – Action-Klamauk aufkommen.

Als wir gestern Abend im Kino saßen passierte auch genau das. Jedenfalls die erste – geschätzte – dreiviertel Stunde und ich begann gerade zu überlegen, wie der Film denn wohl weitergehen sollte und ob ich mich wohl sehr langweilen würde, wo doch schon alle Szenen aus dem Trailer verheizt waren.
Bis dahin hatte ich genau das erwartete gesehen: Der Film machte Spaß, der Humor war meiner, die Effekte waren gut, die Action ok. Hancock soff sich so durch sein Superhelden-Schicksal und wurde dann vom guten, leicht vetrottelten aber sehr, sehr liebenswerten PR-Berater auf einen guten Weg gebracht. Ich fürchtete mich ein wenig davor, dass jetzt die zweite Hälfte gute Taten vollbracht werden würden.
Ziemlich exakt 20 Sekunden später war ich dann sehr überrascht, als der Film sich quasi komplett drehte. Eine halbe Stunde später noch einmal.

Bei den üblichen Superhelden bekommt man am Anfang ja meist eine kleine Identitätsfindung mit, aber sie alle haben fast immer nur die Auswahl zwischen gut und böse. Welt beherrschen oder Welt retten. Und – unter uns: eigentlich ist klar, wie sie sich entscheiden.
Die Idee, dass ein Held nicht weiss, wie und was er ist, dass er auf sein Heldending mehr oder weniger scheisst und sein Anders-Sein im Alkohol ertränkt gefiel mir.
Dass er dann von einem PR-Berater auf den richtigen Weg gebracht wird ist Hollywood.
Und dass der Held den tragischen Teil seines Schicksals erst im letzten Drittel des Films erfährt und es auch nicht löst ist eine angenehme Abwechslung, die diesen Film meiner Meinung nach sehr sehenswert macht. Wenn man Will Smith – Klamauk mag.
Und sag nicht Arschloch zu ihm.


Ähnliche Artikel lesen?

Außerdem schrieb ich zum gleichen oder ähnlichen Themen auch noch …

Ich finde den Artikel super!

Das freut mich natürlich sehr.

Du kannst den Artikel weiter verbreiten
Du meinst, der Artikel könnte auch anderen gefallen? Dann findest Du etwas weiter oben auf dieser Seite, direkt rechts unten am Artikel ein paar Buttons. Damit kannst Du den Artikel per eMail, Twitter, facebook oder google+ weiter verteilen. Ich würde mich darüber freuen.

Mir ein Geschenk machen? Uiuiuiui.
Gefallen Dir meine Artikel immer wieder, schöder Mammon ist Dir aber zu doof? Dann mach mir doch eine Überraschung: Hier findet Du meine amazon-Wishlist mit ausgesuchten und garantiert Freude spendenden Präsenten zwischen fünf und zweitausenfünfhundert Euro – da ist bestimmt was passendes dabei.

Geld? Wow.
Ist Dir mein Artikel darüber hinaus sogar noch etwas wert, dann findest Du bei den Icons zum Verbreiten des Artikels einen flattr-Button. Jeder Euro, der darüber reinkommt geht direkt weiter an netzpolitik.org.

Wer? Was? Warum?

Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

1 Reaktion

Dein Kommentar:

Du möchtest auch so ein hübsches Bild am Kommentar haben? Die Bilder gibts bei gravatar.com
Die Bedingungen für das Buchen eines kommerziellen Kommentars findest Du hier.


Auch anderswo wird darüber gesprochen …