Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Sechs und das Kino

Ich weiss gar nicht, ob ihr mitgekriegt habt, es läuft aktuell ein Kinofilm, der quasi die Fortsetzung einer kleinen Fersehserie ist, die vor ein paar Jahren im amerikanischen Bezahlfernsehen lief – soweit ich weiss, wurde die Serie auch nach Deutschland importiert und lief dort irgendwo auf einem der Privatsender.

Nein, Spass beiseite.
S. war damals so etwas wie ein Fan der Serie, hier stehen alle Staffeln als DVDs im Regal und der Start des Films wurde durchaus herbeigesehnt. Und gestern Abend fanden wir dann Zeit, mit noch einer Freundin ins Kino zu gehen.

Kleiner Exkurs: Erinnert Ihr mich bitte daran, dass ich meine Gründe habe, nicht in das Mendener Kino zu gehen? (Relativ unfähige Bedienung, geiler Stereo-Sound, fehlende Klimaanlage, zu enge Sitze) Danke. Exkurs Ende

Als wir ins Kino kamen saßen dort 5 Teenie-Mädchen und ich freute mich, der einzige Mann im Raum zu sein und dann auch noch die ganzen schönen Wortspiele auf dem Silbertablett serviert zu bekommen; leider kamen dann noch ein Teenie-Pärchen und leicht verspätet unsere Freundin. Das wars dann mit „Sechs und der Christian“ – naja, man kann nicht alles haben.

Die Teenie-Riege war natürlich höchst unterhaltsam anzuhören, wie sie ihren Spaß hatten, wie sie bei der stellenweise immer noch recht direkten Sprache vor sich hin-gibbelte und wie sie Carries und Bigs Kapriolen mit dem wunderbar kompromisslosen Blick der Jugend kommentierten.

Ach so… – der Film? Wie ich den Film fand?

Ich sage das jetzt nicht, weil ich als Mann ja eh nichts anderes sagen darf oder zum Mitkommen gezwungen wurde – aber der Film war ziemlich grottig. Mich beunruhigt schon immer, wenn in einem Film ein Kind oder ein Tier entscheidende Situationen hervorrufen muss. Gestern: Erst Kind, dann Hund.

Der Plott war plattestes Hollywood-Klischee (bis zu einem gewissen Grad mag ich sowas, aber das war way too much) und in der Mitte des Films schien sich executive Producer Parker überlegt zu haben, dass die anderen drei doch eigentlich eh viel zu viel im Bild waren und holte sich auf einmal einen neuen Filmpartner ins Boot (Früher konnte Carrie noch selbst telefonieren und brauchte keinen Personal Assistant)
Die Charaktäre waren zwar einerseits angenehm gealtert und die paar Jahre seit Ende der Serie waren auch ein paar Jahre, aber wenn das bdeutet, dass alle Frauen in New York auf einmal grauenhaft tussig werde, dann will ich da doch nicht hin.

Tja. Es ging immer noch einigermaßen viel um Sex, die Darstellerinnen durften zeigen, dass sich Personal Trainer und moderne Chirurgie lohnen und zum Ende hin gab es einen von diesen widerlichen Hollywood-Showdowns, wo auf einmal die Hauptdarsteller und Musik so richtig losrennen.
Das eigentliche Ende fand ich dann – innerhalb des Filmkosmos – ok (Ein Sieg für die Liebe!), die anwesende Weiblichkeit nicht so. Tja, vielleicht hab auch ich mehr Mr. Big in mir als ich dachte.
Insgesamt: Setzen, sex. (Sorry, der musste einfach noch sein)

Wenn ich ehrlich bin hinterliess der Film neben einem durchgesessenen Hintern vor allem eines: Echte Angst vor dem angekündigten Friends-Kinofilm.

Sex and the City (USA 2008, 148 min), Trailer, Website, Fundierteres Runtermachen bei Frau Gröner, Carries im Film genug geteaserte Website

Eine Antwort zu “Sechs und das Kino”

  1. Ebola sagt:

    Danke Alden!
    Ich wollt’s nicht schreiben (Frauen können grausamste Feinde sein). Hab‘ letzte Woche zwei fast ein Jahr alte Kinogutscheine (die schon vergessen hatte) dafür geopfert – und mich an der Kasse mit Nelly Furtado für Arme gestritten, weil die ja schon vier Tage abgelaufen wären.

    Die Serie habe ich gemocht – zumindest sah ich die letzten beiden Staffeln. Das Kinodings ist mau, vorhersehbar, abgeklatscht und zwei Jahre zu spät. 2008 funktioniert’s nicht mehr.

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