Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Sie

Als ich sie kennenlernte, war sie ein 18-jähriges kleines Mädchen. Ein kleines über-braves Mädchen und ich war weder der erste noch der letzte, der ihr sagte: „Achte doch mal mehr darauf, was Du! willst!

Sie hat den Rat zu Herzen genommen und hat begonnen, weniger auf andere zu hören und mal mehr dem eigenen Bauch zu vertrauen. Und trug dann zum Beispiel auch recht fix bald nicht mehr die netten Blüschen, die ihrer Mami so gefielen.

Dummerweise hat sie – als sie diese Entwicklung, diese Bewegung in Gang setzte wohl vergessen, sich den Status zu Beginn zu merken. Hatte also nie einen Vergleich, um ihre Erfolge zu messen.
Alles was in ihrem Kopf war, war die Regel: „Nicht auf andere hören!“
Und was zu Beginn sicher keine schlechte Maxime war, machte sie schnell zu dem egozentrischsten Wesen, das ich kennen lernen durfte.
Weil sie in den 6 Jahren, die ich sie gekannt habe nie aufgehört hat, jeden Tag ein bisschen weniger auf andere zu achten als am Tag vorher. Schließlich hatten wir ihr das so geraten.

(to be continued)

7 Antworten zu “Sie”

  1. SaschDaily sagt:

    Sehr deutliche Worte und eine lehreiche Story. Manchmal scheint es schwer zu sein, den goldenen Mittelweg zu finden, nicht von einem Extrem ins andere zu fallen. Und manchmal geht auch der beste Ratschlag nach hinten los… Das sind wir Menschen nun mal!

  2. CountZero sagt:

    hätte se mal weniger auf euch gehört,. als ihr ihr gesagt habt, sie soll nich so viel auf andere hören, wäre der schuss wohl weniger nach hinten losgegangen.

    diese sorte mitmensch merkt leider erst dann, daß der zug abgefahren is, wenn niemand mehr da is, den man unfair behandeln könnte. ist aber leider auch die einzige sprache, die diese sorte mitmensch noch ansatzweise versteht.

  3. […] (Teil I) Wenn man sich als „normaler” Mensch so umschaut, dann könnte man davon ausgehen, dass es keine „Ökos” mehr gibt. Punks und Hippies sind auch weg von der Bildfläche und wenn man mal einen sieht, dann wirkt er im normalen Stadtbild seltsam verloren. Und seit dem Euro sind auch die „Hasse ma ne Mark”-Schnorrer irgendwie seltener geworden. […]

  4. […] (Teil I, Teil II, Teil III) Um das Bild von Ihr abzurunden bleibt eigentlich nur noch eins zu erzählen: Sie hätte es harmoniebedürftig genannt, ich sage: konfliktscheu. Sie hätte gesagt, sie wollte wohl niemand verletzen, ich sage: feige. […]

  5. […] (Teil I, Teil II, Teil III, Teil IV) […]

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