Silvester 1992

Aus der Kategorie »just people«

1992 spielte ich in einer Bluesband. Wir waren zu zwölft und verbrachten auch zusammen den Jahreswechsel.
Wir waren alle so um die zwanzig, hatten lange Haare, trugen Lederhosen und Mopedstiefel und spielten kernigen Blues und Soul.

Dementsprechend verbrachten wir die „Party“, zu der uns unser Saxophonist eingeladen hatte logischerweise damit…

… auf der Couch zu sitzen, Charlie Parker zu hören und den ganzen Abend das „verflixte Labyrinth“ zu spielen.
Harmloser gings nicht.

Trotzdem wollte der Gute vor seiner Schwester nicht als Spießer dastehen und so wurden wir alle instruiert, möglichst exzessive Partygeräusche zu produzieren, wenn das Telefon klingelte und sie anrief.
Das tat sie öfter den Abend über und wir waren schnell recht gut darin, auf Kommando den Lärmpegel anzuheben (eigentlich logisch für Musiker…)

Man stelle sich also einen Haufen langhaariger, zwanzigjähriger Rockmusiker vor, die angeregt Labyrinth-Kärtchen schieben und wie pawlowsche Hunde beim Telefonklingeln Gläser aneinanderstießen, mit den Stühlen rückten, die Lautstärke der Anlage hochschoben und obszön rumgröhlten. Ohne dabei den Blick vom Spielbrett zu nehmen logischerweise.

Dumm, dass recht pünktlich gegen Mitternacht dann auch seine Eltern anriefen.
Dümmer, dass wir ihm sein „jetzt nicht!“ nicht abnahmen.
Noch dümmer, dass er striktes Partyverbot hatte.

Und logisch, dass ihm seine Eltern die Geschichte natürlich überhaupt nicht glaubten.

Ein frohes neues Jahr wünsche ich Euch!


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1 Reaktion

Am 01.01.2007 um 1:33 Uhr sagte Matthias:

Nette Geschichte, klingt nach guter Musik, und erinnert mich irgendwie an meine Jugend ;-)

Ein ‚Gutes Neues Jahr‘ Wünsche ich Dir ;-)


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