Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Solche Konzerte. Und solche.

Es gibt ja solche Konzerte. Und solche. Manchmal auch solche.
Es gibt welche, da fährt man hin, weil man die Musik mag und sich eine große Party oder wunderschöne Lieder verspricht. Deswegen gehe ich zu den fantastischen Vier.

Es gibt welche, da geht man hin, weil man einen versierten oder vielleicht sogar virtuosen Künstler auf seinem Instrument bewundern will; manchmal wird so etwas aber auch sehr anstrengend. Viele Jazz-Konzerte fallen übrigens in diese Kategorie.

Es gibt welche, da geht man der Geselligkeit halber hin; man geht mit, weil Freunde fragen und nicht, weil man die Band so sehr mag. Oder man will „so etwas“ einfach mal erleben. Die beiden letzten Gründe zusammen brachten mich zu Tokio Hotel.

Freitag abend kam einiges zusammen. Ich hatte eine Mail von meinem ältesten Jugendfreund bekommen, den ich im Moment so ca. einmal im Jahr sehe – der soziale Faktor war also abgedeckt.
Er lud mich ein, zu einem Konzert von Tuck & Patti zu fahren – ein Jazz-Duo der Extraklasse* – also war auch für den Anspruch gesorgt.
Glücklicherweise ist Tuck Andrews zwar vermutlich einer der besten Gitarristen der Welt*, hat es aber nicht nötig, das ständig in irgendwelchen hudeligen Soli zu beweisen. Alles was er spielt dient immer dem jeweiligen Song. Wir konnten also auch schöne Lieder erwarten.

tuck & patti. live in koblenz. on Twitpic Dazu kam – immerhin waren wir gute 200 Kilometer gefahren – ein absolut prfektes Timing: Wir bogen um die Ecke auf den Innenhof der Festung Ehrenbreitstein als Tuck & Patti deutlich zu früh die Bühne betraten. Alles ziemlich perfekt also.

Die beiden haben zwar nur eine gute Stunde gespielt, aber das war dann an perfektem musikalischem Input auch mehr als genug.

*) Als kleines Klangbeispiel für diejenigen, die Tuck & patti nicht kennen habe ich noch ein YouTube-Video ausgegraben, das erstens zeigt, was ich weiter oben mit „vermutlich einer der besten Gitarristen“ meinte und auch aus anderen Gründen schön in die Zeit und damit hier in den Beitrag passt:

Ja. So war das am Freitag.

2 Antworten zu “Solche Konzerte. Und solche.”

  1. Ich war bisher immer nur in Konzerten klassischer Musik oder Jazz. Eigentlich würde ich ja auch gern mal auf ein Rock- oder Popkonzert gehen, aber ich befürchte das dort zuviel Lärm und Gedränge herrscht. Das ist nicht so ganz meine Welt. Aber vielleicht überwinde ich eines Tages ja nochmal meine Abneigung gegen solche Veranstaltungen. Es scheint ja irgendwie genügend Leute zu geben, die das Alles sehr geniessen.

  2. Emanuel sagt:

    wow, sehr beeindruckendes spiel von tuck andrews. nur seinen spruch am ende kann ich noch nicht so ganz einordnen :-)

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