Soubrette Werd‘ Ich Nie

Aus der Kategorie »just music«

Vor ziemlich genau 15 Jahren fand ich mich auf einmal in einer sehr netten schwulen Clique und den entsprechenden Gabis wieder, die sich alle begeistert gegenseitig seltsame Lieder von müden Schlampen vorsangen.
Konnte ich nichts mit anfangen.
Viele Jahre später hatten Rosenstolz ihren Stil dann doch ein bisschen geändert und wurden verdientermaßen auch von der Öffentlichkeit endlich einmal wahrgenommen.
Und Samstag Nachmittag stellten wir fest, dass Supernichte und Mutter (welche meine Ex-Schwipschwägerin ist, aber wir wollen hier ja nicht loriotesk werden) Montag Abend (also heute) zum Rosenstolz-Konzert gingen. »Boah, ich auch!«, entfuhr es mir, weil ich spontan an »Was kann ich für Eure Welt« oder »Willkommen« und die entsprechenden Videos dachte.

Rosenstolz Konzertkarte

Der Mann am Telefon der Halle Münsterland konnte mir zwar heute morgen nicht versprechen, dass es eine Abendkasse geben würde, aber: no risk, no fun.

Halb sieben waren wir an der Halle verabredet.
Halb sieben stand ich im Stau und Supernichtenmutter und ich versicherten uns gegenseitig, dass wir in 5 Minuten da wären. Sie lügt, ich lüge.

Dafür kam immerhin ein netter südländischer Mitbürger vorbei und bot mir einen Drive-by-Ticket-Servce an. Schön, dass mit der Karte war als schon mal geregelt, egal ob Abendkasse oder nicht.

Nachdem ich mich einmal um die ganze Halle gestanden hatte, machten ein freundlicher Warnwestenträger direkt vor mir den Parkplatz direkt an der Halle auf – wenn Engel zu Konzerten fahren, ich sags ja. 15m Fußweg vom Auto bis zur Hallentür laß‘ ich mir doch gefallen.
Supernichte und Mutter (welche ja …) waren dann auch da, wir fanden uns recht schnell (wie haben wir das eigentlich früher ohne Handys gemacht??) und kamen ziemlich genau zum Konzertbeginn in die Halle.

verwackeltes Rosenstolz Bühnenfoto
(Ehrlich, da links im weißen Scheinwerfer steht AnNa)

Geil wars. Rosenstolz feierten mit uns ihren 15 Bandgeburtstag, gruben zu diesem Zweck auch noch die ältesten Songs wieder aus und ich bekam auf wunderbare Art und Weise einen gut gelaunten Querschnitt durch die Bandgeschichte.
Ich fands schön, mal wieder ein richtiges Popkonzert zu sehen, so richtig mit mitsingen, mitklatschen und so weiter. Nicht so einen etepetete Jazzscheiss…
Dann musste ich nur noch der Supernichte erklären, dass Musiker auf Konzerten immer stocksteif rumstehen, nur beobachten und am Ende erklären, dass sie es geil fanden. Wobei ich fürchte, sie hat das Konzept der Muckerpolizei nicht ganz verstanden. Naja.

Fazit: Sehr empfehlenswert, Karten für die weiteren Konzerte scheint es ja noch zu geben.


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Wer? Was? Warum?

Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

5 Reaktionen

Am 30.05.2006 um 3:38 Uhr wusste Tobias K.:

„Vor ziemlich genau 15 Jahren fand ich mich auf einmal in einer sehr netten schwulen Clique und den entsprechenden Gabis wieder…“

Sagen Sie mal, Herr Jawl, war das ein grammatischer Fehler, oder meinen Sie, was Sie da geschrieben haben und möchten uns was mitteilen? =)


Am 30.05.2006 um 8:22 Uhr kommentierte Christian:

*rrr* ich hatte sie. alle :-)

OK, ich korrigiere auf „fand ich mich auf einmal im Kreise einer sehr netten Schwulen und Gabis – Clique wieder
War ja schon spät gestern Abend: Und die Erinnerung verklärt ja auch einiges …

Davon abgesehen möchte ich natürlich immer etwas mitteilen :-)


Am 30.05.2006 um 10:44 Uhr wusste Ebola:

Schön ist, dass bei Rosenstolz nicht (mehr) die Neigung sondern die Musik im Vordergrund steht.

Und, der Erfolg ist bestimmt verdient.


Am 30.05.2006 um 10:51 Uhr antwortete Christian:

… das trifft es gut. Ich glaube damals war mir die Musik zu _betont_ schwul.


Am 30.05.2006 um 12:41 Uhr wusste Tobias K.:

Ich fand so faszinierend, dass die eigentlich extrem „berechenbare“ Musik machen. Will sagen: Wenn ich mir mein Keyboard schnappe, dann spiel ich nach wenigen Sekunden immer die gleichen Akkorde. Aber es ist trotzdem genial, es macht trotzdem Spaß und die Texte sind sehr treffend. (Hab das neulich mit ner Freundin mal ausprobiert, mitgespielt und mitgesungen ;-) )


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