Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Soundtrack meines Lebens: Little Wing

Beim Lesen beim Bosch etwas entdeckt und für gut und nachahmenswert befunden. In loser Folge stelle ich hier Stücke vor, an die ich mich erinnere und/oder mit denen ich besondere Situationen verbinde. Folge 6 von …

Peter Gabriel also. Das war Popmusik, aber das war etwas deutlich anderes als Modern Talking oder Duran Duran. Ich guckte mir also die Tische in der Teestube noch einmal genauer an. Dazu müsst Ihr wissen: Für die Oberstufenschüler gab es einen Raum, ganz hinten im Keller, die allerletzte Tür, da war eine Teestube. Tee oder gar eine Teeküche gab’s zwar nicht, aber es gab eine Stereoanlage und ein paar lose im Raum stehende bunt lackierte Tische. Die wurden gelegentlich sorgfältig neu lackiert und ebenso sorgfältig innerhalb der ersten zwei Tage danach wieder mit vielen liebevollen Bandlogos und lustigen 80er-Jahre-Sprüchen neu geschmückt. Der ganz dicke Edding, you know.

Die Sprüche wechselten natürlich, aber es gab immer einen Tisch, auf dem in den typisch abgerundeten Kleinbuchstaben eben »peter gabriel« stand. Quasi tischfüllend. Und den hatte ich ja gerade endeckt, den Herrn Gabriel, also lohnte es sich vielleicht einmal, auch auf die anderen Tische zu schauen?
Ebenfalls quasi tischfüllend fand ich da – von nicht bis schwer verschnörkelt – »U2«, »Queen«, »Genesis« und in schicken Serifen auch »Sting«.
Also los. Ich stieg voll ein, liess mir viel Musik aufnehmen, entdeckte »Sunday bloody sunday« und »Killer queen« ebenso wie ein Leben vor »I can’t dance«. Das hatte auch alles sehr wenig mit Modern Talking zu tun und ich hatte das Gefühl, das vieles ebenso handgemacht und mit ebenso viel Gefühl auf die Platte gepresst war wie das, was ich im Heavy Metal gesucht hatte.
Dann brachte Sting »Nothing lke the sun« heraus. Erstens hörte ich da das erste Mal bewusst ein paar der Musiker, die mir später auf dem Weg zum Jazz wieder begegnen sollten und zweitens war ziemlich am Ende der Platte ein Stück namens »Little wing«. Irgendwie schmalzig aber irgendwie schön. Aber irgendwie … hm.

Zum Glück hatte der Herr TheMM sich inzwischen auch musikalisch weiter entwickelt und zeigte mir, wer diesen Song eigentlich geschrieben hatte. Leider hat sich da ein Plattenkonzern zwischen mich und ein Video gestellt, was ich jetzt hier zeigen könnte und so weiche ich auf jemanden aus, der »Little Wing« auch gecovert hat. Und zwar um einige Ligen besser als Herr Sting.
Quatsch, nicht andere Ligen. Anderer Sport. Denn unter uns: Sting hätte das mal besser sein lassen.

Well she’s walking through the clouds
With a circus mind that’s running round
Butterflies and zebras
And moonbeams and fairy tales
That’s all she ever thinks about
Riding with the wind.

When I’m sad, she comes to me
With a thousand smiles, she gives to me free
It’s alright she says it’s alright
Take anything you want from me,
Anything.

Alle Beiträge dieser Reihe kannst Du hier finden.

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