Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Stefan sucht nen Superstar

… und ich denke, während ich dabei zugucke, über die verschiedenen Casting-Formate nach, die wir so im deutschen Fernsehen haben.
Und darüber, was für Menschen bei „Deutschland sucht den Superstar“, bei „Popstars“ oder auch dem „Supertalent“ auflaufen – und was für einglaublicher Unterschied im Niveau zu Stefan Raabs Sendung besteht.
Wenn man sieht, was die vier Kandidaten da heute Abend abliefern und das mit dem lustigen Alexander oder wem auch immer vergleicht … um mit Pulp Fiction zu sprechen: „Das ist keine andere Liga, das ist ein anderer Sport“.
Aber warum landen die nicht bei den Popstars? Warum sind die keine Superstars oder Supertalente?

Unterschiede, die mir einfallen:

Alle vier wirken nicht so, als würden sie es auch nur im Entferntesten in Betracht ziehen, sich von Dieter Bohlen oder Detlev D! Soost anschnauzen zu lassen.

Alle vier wirken – schüchternes Auftreten vor der Jury hin oder her – so, als wären sie sich und ihrer Sache recht sicher. Und sind gleichzeitig so unprätentiös, dass es einem zwischen all den durchgestylten Maxim-Schönheiten die Tränen in die Augen treibt. Mehr Sein als Schein.

Und alle bewegen sich so neben dem Mainstream her (selbstgeschrieben Singer/Songwriter-Stücke, Tower of Power …), dass sie es wahrscheinlich schon deswegen nicht mal bis in den ersten Recall geschafft hätten.

Alle vier wirken so, als würden sie ihre Musik machen wollen und nicht als wäre es das erklärte Ziel, ein Star zu werden. was in der GalaBlitzExklusiv-Welt ja sehr sympathisch ist.

Oder ist es das: Alle vier beweisen einfach eine unglaubliche Qualität?

Edit: Ein paar Videos meiner beiden Favoriten bei YouTube.

6 Antworten zu “Stefan sucht nen Superstar”

  1. joerg sagt:

    Mein Reden. *allesunterschreib*
    (Und die verstecken das im Nachtprogramm, dazu fällt mir nix mehr ein.)

  2. joerg sagt:

    Mein Reden. *allesunterschreib*
    (Und die verstecken das im Nachprogramm, dazu fällt mir nix mehr ein.)

  3. Konstantin sagt:

    Ich weiß, es ist ein Tippfehler, aber ich will mich ja auch gar nicht darüber lustig machen. Ich finde nämlich „einglaublich“ (wie in „einglaublicher Unterschied“) beim zweiten, dritten, vierten Nachdenken ein sehr schönes und treffendes Wort.

    Dankeschön!

  4. Garvin sagt:

    Also für Stefanie und Gregor kann ich da auch nur deutlich unterschreiben – die beiden Alben sind definitiv gekauft.

    Auch den Rocker aus Hamburg und das „Dankeschön“-Mädel, das viel zu früh rausflog, fand ich mehr als Starwürdig, auf genau die Weise, die Du beschreibst.

    Bei Mario und Steffi konnte ich da aber eher nur den Kopf schütteln, die waren für mich persönlich eher unter DSDS-Niveau.

  5. DSDS sagt:

    Ich muss dir trotz einer eigenen DSDS Fanseite leider vollkommen Recht geben: die Castingkandidaten bei Stefan Raab hatten bei weitem mehr drauf als der Durchschnittskandidat bei DSDS… traurig aber wahr. Dieter Bohlen bedient eben den Massenmarkt.

  6. DSDS-Blogger sagt:

    Ich denke DSDS spielt mehr Geld ein und die Einnahmequoten geben RTL halt auch die Bestätigung so weiter zu machen.

    Ob es der richtige Weg ist? Ich glaube nicht… aber wenn man die Abstände der einzelnen Staffeln betrachtet, merkt man ja auch schnell wie lange so ein Star halten soll.

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