Strandweh

Aus der Kategorie »just people«

Die geneigte Leserin mag es mitbekommen haben: ich liebe das Meer.
Es gibt da Abstufungen – es muss sich schon um „richtiges“ Meer handeln. Richtiges Meer definiert sich über eine gewisse Grundmenge an Wellen, über die Möglichkeit, auch mal kräftig gegen Strand oder Promenade zu schlagen und über eine gewisse Weite. Nicht die gesehene Weite, sondern die, die mir die Seele gut macht, wenn ich am Rand stehe und mir die Wellen gegen die Beine schlagen.
Die Ostsee und auch das Mittelmeer fallen zum Beispiel raus. Nordsse ist prima, aber nur auf einer Insel, sonst ist es ja nur Watt.
Und um Himmels Willen, haltet mich bloss vom Atlantik weg, ich könnte mich unsterblich verlieben…

Wenn man mich früher fragte, was ich mit DEM großen Lottogewinn machen würde, dann habe ich immer gesagt „ein Haus in Dänemark in der ersten Dünenreihe kaufen und auswandern“. Später, als ich hier in der Stadt in der ich wohne auch zu leben begann, wurde das dann zu „eine Wohnung auf der Insel haben“ modifiziert.

Das ist natürlich leicht dahingesagt.
Natürlich kann ich meinen Beruf überall machen. Aber hier habe ich Kunden.
Natürlich kann S. Ihren Beruf überall machen. Aber hier hat sie eine gute Stelle.
Hier sind Menschen, die uns etwas bedeuten. Und ein paar andere liebgewonnene sind so gerade noch mit 2 Stunden Fahrt erreichbar.

Natürlich ist die Vorstellung schön, jeden Abend noch mal schnell ans Meer gehen zu können.

Aber tut man es?

Ich denke, ich würde es tun.

Und in den letzten Tagen beginne ich, beginnen wir, uns vorzustellen, wie das wohl wäre. Wie das wohl ginge. Wie man da arbeitet. Wie man da wohnt. Wie man da lebt. Wie es ist, 30 Jahre Zeit abzuschliessen. Menschen zu verlassen. Gewohntes, geliebtes, gehasstes, vertrautes einfach hinter sich zu lassen und an einen neuen Ort zu gehen. Einfach „Hallo, hier sind wir!“ zu sagen und zu schauen, was passiert.

Das ist ein sehr, sehr großer Gedanke. Kein Plan, keine Idee. Aber ein Gedanke.

Nachdem wir ihn das erste Mal ans Licht gelassen haben haben wir ihn wieder gut verpackt, liebevoll verstaut und uns dem Alltag zugewandt. Er liegt da jetzt und vielleicht geschieht etwas mit ihm. Mal sehen.
Er sah gleichzeitig so gross und so verschreckt aus, dass wir ihn wohl noch lange da liegen und reifen lassen müssen.

Aber es ist schön, dass er da ist.


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