Switch im Home-Office. Von Windows 7 zum Mac

Aus der Kategorie »just tools«

Ich erwähnte es: Ich habe letzte Woche den Wechsel von Windows zum Mac vollzogen. Wer nachschauen möchte, wie ich insgesamt in meinem HomeOffice so arbeite, kann gerne hier nachlesen, das meiste hat immer noch Gültigkeit.
Grund für den Wechsel war, dass ich wirklich, wirklich, wirklich keine Lust auf Windows 8 hatte, da half auch 8.1 und die Rückkehr des Startmenus nichts – ich möchte das einfach nicht.

Hier möchte ich ein bisschen zusammenfassen, wie der Switch lief und läuft – denn so etwas ist natürlich irgendwie nie abgeschlossen. Da ich schon seit einigen Jahren mit einem MacBook arbeite, werdet Ihr hier weder begeisterte „Hach, ist diese Oberfläche aber hübsch”-, noch verwirrte „also dieses Dock soll jetzt mein Startmenu sein?”-Absätze finden.

desktopKurz zur Hardware: Da ich zwei Monitore brauche und auch zwei Monitore besitze, fiel die Wahl logischerweise auf einen Mac mini. Ich habe beim Bestellen jeweils die unterste Option angeklickt und so jetzt einen ausreichend schnellen Prozessor und viel RAM. Und das schicke FusionDrive, weil ich weder auf die Geschwindigkeit einer SSD noch auf eine große Platte verzichten wollte und konnte.
Außerdem habe ich mir ein MagicTrackpad gegönnt, nach vielen Jahren am MacBook ist es toll, die gewohnten Gesten zum Blättern und Zoomen jetzt auch am Schreibtisch nutzen zu können.

Da das MacBook auf der Software-Seite größtenteils gut ausgestattet war, habe ich als Basis zum Einrichten das letzte TimeMachine-BackUp genommen und hatte so nach 10 Stunden ein laufendes System mit allen Einstellungen an der gewohnten Stelle.
Achtung: Will man danach aber zwei verschiedene Rechner haben, nutzen und auch sichern, sollte man die TimeMachine dann auf dem neuen Rechner einmal neu einrichten und auch die Sicherheitsabfrage beim ersten BackUp lesen und verstehen. Sonst überschreibt das BackUp des neuen Rechners die Sicherungen des alten und es gibt großes Chaos.

Spannend wurde es danach, da ich das Laptop selten zur produktiven täglichen Arbeit, sondern eben als Zweit- und Mobilrechner benutzt hatte.

Das System und das Dock
In so ein Startmenu passen ja nun deutlich mehr Dinge als in ein Dock. Das führt bekanntlich unter Windows schneller als einem lieb ist zu wahnsinnigem Wildwuchs, weil jeder Hersteller das ausnutzt und seinen Mist dort hinschreibt. Aber ein paar Dinge habe ich doch ganz gerne schnell greifbar, ohne sie ständig vor der Nase (also zB auf dem Desktop) zu haben.
Ordnr im DockMeine Lösung: Irgendwo in meinen Dateien habe ich mir einen Ordner angelegt – bei mir heißt er „Quick Access”, er könnte aber auch „Startmenu” heißen. Oder „Gurkensalat”. Darin befinden sich thematisch benannte Unterordner und in denen wiederum lege ich Aliase zu den Programmen oder Dateien an, die ich früher ins Startmenu gepackt hatte.
Diese Ordner wiederum habe ich dann rechts ins Dock gezogen, in den Optionen die Ansicht auf „als Ordner anzeigen” und „Liste” gestellt und schon habe ich quasi ein Startmenu mit selbst definierten Einträgen. Das bleibt sauber, weil sich kein Programm selber reinschreibt, trotzdem ist der Zugriff schnell möglich. Also: Wenn ich die Hand gerade auf der Maus oder dem Touchpad liegen habe …

quicksilver

Quicksilver
… denn: ja, ich kenne Spotlight. Aber ich bin weder durchweg Tastatur- noch durchweg Mausnutzer – ich möchte da, wo ich gerade die Finger habe, ein Programm starten können. Daher auch mein Startmenu-Nachbau, daher aber auch meine Liebe zu Quicksilver. Meiner Meinung nach ist Quicksilver die bessere Alternative zu Spotlight und daher die Wahl, damit etwas zu suchen oder ein Programm zu starten, wenn ich die Finger auf der Tastatur habe.

Zwei Bildschirme:
Der Mac hat zwei Möglichkeiten, mit zwei Bildschirmen umzugehen: Dock und Menuleiste auf beiden oder Dock und Menuleiste nur auf einem. Sind Dock und Leiste auf beiden, kann man Fenster zwar hin- und herschieben aber nicht quer über beide Screens platzieren. Dafür hat jeder Screen seine eigenen Places. Ich habe mich für einen Haupt- und einen Zweit-Bildschirm entschieden, die Option findet sich in Einstellungen -> Mission Control -> Monitore verwenden verschiedene Spaces.

cc

Die tägliche Arbeit:
Die eine Hälfte meiner Arbeit, das Screendesign, spielt sich im Photoshop ab. Da ich eh noch mit CS6 arbeitete, habe ich die Gelegenheit genutzt, mich in die Arme der AdobeCloud zu werfen. Hurra. Aber vollkommen unkompliziert.
Naja fast, bei genauerem Hinsehen sind ein paar Shortcuts anders belegt und wenn man seit ca. 15 Jahren mit einem Programm arbeitet, dann ist es arg irritierend, wenn eine Bewegung nicht zum gewünschten Ergebnis führt. Das Bewegungsgedächtnis ist nämlich ein sehr egoistisch-totalitäres Arschloch und den Wechsel von die-Taste-ganz-links-unten-außen + Buchstabe zu die-vierte-Taste-von-links-ganz-unten + Buchstabe dort zu verankern wird wahrscheinlich noch ein paar Tage dauern. Noch machts mir Spaß, mich selbst beim Verwirrt-sein zu beobachten. Mal sehen, wie lange das anhält.

office

Office:
Den Office-Kram, den mir meine Kunden schicken, den bekomme ich gut in Pages*, Numbers* und Keynote* auf. Wobei ich im Moment noch die alten Versionen nutze, die Apple netterweise im Ordner iLife09 gespeichert hat, als die vieldiskutierten Updates kamen. Die haben ein paar Funktionen mehr.
Ich selber habe in Word nur Angebote und Rechnungen geschrieben und muss mir die Tage mal meine Briefpapier-Vorlage in Pages nachbauen. Sollte nicht so schwer sein, if you can make it in word, you can make it anywhere.
Musste ich selber mal eine Präsentation machen, habe ich das schon seit Jahren in Keynote getan. Aus Gründen.
Und wenn ich längere Texte schreibe (so wie den hier), dann tue ich das auch schon länger im iA Writer*. Weil es unfassbar hilft, sich zu fokussieren.

coda

Editor:
Gut, dass Du fragst. Die zweite Hälfte meiner Arbeit findet nämlich in einem Html-Editor statt. Bisher in Blumenthals Webeditor und an den hatte ich mich fast noch mehr gewöhnt, als an Photoshop.
SublimeText sucks, BBEdit sucks, Espresso sucks. Jedenfalls für mich. Das mag und soll jeder anders sehen – aber Gewohnheiten sind schwer zu brechen. Und da kann einer der drei noch so tolle Funktionen haben, die ich vielleicht noch entdecken müsste – im Moment muss ich arbeiten und da saugt alles, was nicht spontan mindestens halbwegs so reagiert, wie ich es kenne. Im Moment freunden Coda2* und ich uns etwas an, aber wenn noch jemand Empfehlungen für einen wirklich guten Html-/CSS-Editor hat (Tag-Vervollständigung, Code-Falten, FTP-Funktion, vernünftige Snippet-Verwaltung, vernünftige Projektverwaltung), dann her damit.
Ach: Wer in den Kommentaren jetzt einen Editor-Flame-War beginnt, der fliegt. Ich meine das ernst.

online

Mail:
Nach Jahren des Outlook-Zwanges bin ich glücklich wieder heim im Thunderbird-Reich. Apples Mail ist mir zu … ich weiß nicht. Zu viele Vereinfachungen, die ich nicht möchte, zu wenig Einstellmöglichkeiten, die ich möchte. Das Imap-Handling ist mir irgendwie suspekt und außerdem habe ich noch nirgends gefunden, wo ich die Darstellung von Html-Mails abstellen kann. Und das möchte ich, bei Mails bin ich echt altmodisch.
Im Thunderbird machen mir FolderPane View Switcher, Allow Html Temp, Extra Folder Cloumns, LookOut, Manual Sort Folders und Signature Switch das Leben schöner.

Weiß jemand ein Programm, mit dem ich ein paar Gigabyte Outlook-PST-Archive unfallfrei rüberholen und als Thunderbird-(mbox? eml?)-Archive ablegen kann?

Browser:
Immer noch Firefox. Wegen Firebug, PageSpeed, FireShot, der Html Validator und der PrefBar, Screengrab und so weiter. Man hat ja so seine Gewohnheiten.

helferlein

Allerlei Helferlein:
Wenn ich eine Bilddatei anklicke, dann will ich schnell das Bild sehen. Nein, die Vorschau ist nicht schnell, die ist unhandlich. XEE ist mein Freund (Nein, nicht die aktuelle Version 3 aus dem AppStore, sondern die freie Version 2.2).
Bisher hatte den Job ACDSee gemacht – das habe ich jetzt in der Mac-Version ebenfalls installiert, um schnell große Bildermengen zu sichten und zu verwalten.
Meine eigenen Fotos verwalte und bearbeite ich schon seit ein paar Jahren mit Aperture*.
BetterRename* hilft mir, Ordnung in Dateinamen zu halten.
Tunnelblick macht den VPN-Tunnel zu einem Kunden auf.
Integrity* checkt Websites nach Broken Links.

2048Fluid macht aus Websites, die eher App als klassisch Web-Seite sind, ein eigenes Programm. Das kann hübsch sein, sehr viel mehr Grund gibt es aber kaum. Es sei denn, man richtet seiner Mama zB eine pixlr.com-App ein und versteckt so vor ihr, dass sie gar kein Grafikprogramm hat. Oder man erklärt unglaublich sinnvolle *hust* Zeitvertreibe zur App und gibt ihnen damit etwas mehr Bedeutung.

Um meine Arbeitszeiten zu protokollieren nutze ich jetzt Tyme*. Das ist hübsch und funktioniert, macht höchst interessant anzuschauende Statistiken über das eigene Arbeitsverhalten, kann mir CSV- oder PDF Exporte anfertigen, pausiert selbstständig, wenn ich es auch tue und synct per iCloud auch mit dem Laptop. Nice.
Meine Projekt-Stoppuhr unter Windows konnte die protokollierten Arbeitszeiten direkt noch in den Outlook-Kalender schreiben, das fand ich ja sehr praktisch. Ich hab mit dem Tyme-Entwickler mal darüber gesprochen, er verstand den Sinn nicht. Naja.

outlook

Kalender und Kontakte:
Das stellte ich mir einfach vor, ich dachte: Mach ein letztes BackUp Deines iPhones auf Windows (sicher ist sicher). Stell dann dort die Synchronisierung im iTunes ab und mache die (bisher nicht genutzte) iCloud an. Dann sollte doch alles auf dem Mac sein.
Hach, wie naiv man sein kann.
Nein, im Ernst: Im Prinzip ging das auch so. Die Termine habe ich dann aus dem einen Kalender, den Outlook und iPhones miteinander teilen konnten in ein paar thematische sortiert und mich gefreut. Über die Möglichkeit, jetzt endlich funktionierend mit der Liebsten Kalender zu teilen erst recht.
Als ich aber meine Kontakte in Gruppen sortieren wollte, überraschte mich die Wolke mit einem recht standhaften Ignorieren meiner Bemühungen. Genauer: was auch immer ich tat, es setzte sich irgendwann in den nächsten 10 Minuten wieder zurück. Sehr überraschend und ziemlich ärgerlich. Egal, ob ich auf dem Mini, dem MacBook, auf icloud.com oder auf dem iPhone etwas änderte.
Und als ich das dritte Mal 385 Kontakte in Gruppen sortiert hatte und schnell einen Export des Adressbuchs machte, bevor sich alles wieder zurücksetzte sah ich: Die Adressbuch-Datei wird 1.6GB groß. Da konnte was nicht stimmen.
Was auch immer da passiert ist – die Lösung war dann eigentlich einfach. WLAN aus, Adressbuch sortieren (natürlich habe ich bei der Gelegenheit ausgemistet, das ist auch sehr zu empfehlen), alle Kontakte als VCF exportieren. Das waren dann 6MB, das schien mir realistisch; ein Blick in die Datei mit einem Text-Editor bestätigte die Vollständigkeit.
Dann habe ich im Adressbuch alle Kontakte gelöscht und alle VCFs importiert. Und dann das WLAN wieder angemacht. Voila.
Direkt auf dem PC die iCloud für Outlook anzustellen kann ich natürlich auch empfehlen – wenn man darauf steht, danach wirklich lange aufzuräumen, tausende doppelte Einträge zu entsorgen und überhaupt sehr, sehr viel Angst zu haben, dass gerade alles den digitalen Bach runter geht. So gings mir jedenfalls. Finger weg.

fritz

HomeOffice:
Ich bekomme ja noch Faxe. Ich muss gelegentlich auch welche versenden. Und wir haben hier drei aktive Telefonnummern. Echtes ISDN noch. Jaha. Die Fritzbox hilft mir dabei, das alles zu verwalten und jetzt habe ich die fritz.mac-Suite entdeckt und mich sehr gefreut. Denn außer der gesuchten Fax-Funktion bietet sie mir auch etwas, was das Gespann aus Outlook, Windows und FritzBox seit Jahren versprachen aber nie gehalten haben – nämlich den Anruf eines Kontaktes per Mausklick aus dem Adressbuch heraus, sowie ein funktionierendes Anrufer Monitoring. Mein Telefon ist jetzt stumm geschaltet und wenn wer anruft, poppt ein Fensterchen auf, in dem der Name des Anrufers steht. Mit Bildchen! Ich steh auf sowas.
Bei dem Adressbuch unbekannten Anrufern wird schnell eine Rückwärtssuche im Web gestartet, führt die zu keinem Ergebnis, sehe ich immerhin den über die Vorwahl ermittelten Ort. iTunes und andere Player pausieren wenn ich abnehme und ich liebe es einfach nur.

Altlasten:
Ich habe viele Jahre mit CorelDraw gearbeitet. Das hatte immer einen schlechten Ruf, aber es tat wunderbar alles was ich wollte und das schnell und gut. Alte Rechnungen liegen im altbekannten doc-Format auf der Platte, das muss ich evtl auch noch mal dran. Aber ich werde mir dafür kein neues Office kaufen.
Naja, ich habe ja noch ein Windows7 im Parallels.

Apropos „Parallels”:
Wer ähnliches vorhat, dem gebe ich gern einen Tipp weiter, den die c’t zum Glück in einer der letzten Ausgaben für mich hatte: Ich habe Windows zuerst via BootCamp-Assistent installiert. Dann erst habe ich Parallels Desktop aufgerufen und dort die bereits vorhandene Installation ausgewählt. Klarer Vorteil: Ich kann den Mac im reinen Windows-Modus starten und so zB auch mal ein Spielchen spielen. Ich kann aber auch aus dem laufenden Betrieb heraus auf die selbe Windows-Installation zugreifen. Best of both worlds sozusagen.
Tipp: Um direkt beim Start in Richtung Windows zu booten, beim Start die ALT-Taste gedrückt halten – dann gelangt man zu einer Auswahl. Sonst bootet immer das System, das man unter „Einstellungen->Startvolume” ausgewählt hat.

So habe ich im Moment eine gut und fast wie gewohnt funktionierende Arbeitsumgebung, freue mich, dass in der Freizeit Logic* auf dem neuen Rechner viel flüssiger läuft und werde mal sehen, wie’s so weiter geht.

Offene Fragen:
Ich wiederhol’s nochmal: Hat jemand eine Idee, wie ich ein paar GB Outlook-pst-Archive sauber in den Thunderbird bekomme?
Wer einen guten Html-/PHP-Editor weiß, der mag erst oben lesen, was ich schon ausprobiert habe – und wenn er dann noch einen Tipp hat total gerne sprechen.

Links mit einem Sternchen sind übrigens Affiliate-Links zum AppStore.


Ähnliche Artikel lesen?

Außerdem schrieb ich zum gleichen oder ähnlichen Themen auch noch …

Ich finde den Artikel super!

Das freut mich natürlich sehr.

Du kannst den Artikel weiter verbreiten
Du meinst, der Artikel könnte auch anderen gefallen? Dann findest Du etwas weiter oben auf dieser Seite, direkt rechts unten am Artikel ein paar Buttons. Damit kannst Du den Artikel per eMail, Twitter, facebook oder google+ weiter verteilen. Ich würde mich darüber freuen.

Mir ein Geschenk machen? Uiuiuiui.
Gefallen Dir meine Artikel immer wieder, schöder Mammon ist Dir aber zu doof? Dann mach mir doch eine Überraschung: Hier findet Du meine amazon-Wishlist mit ausgesuchten und garantiert Freude spendenden Präsenten zwischen fünf und zweitausenfünfhundert Euro – da ist bestimmt was passendes dabei.

Geld? Wow.
Ist Dir mein Artikel darüber hinaus sogar noch etwas wert, dann findest Du bei den Icons zum Verbreiten des Artikels einen flattr-Button. Jeder Euro, der darüber reinkommt geht direkt weiter an netzpolitik.org.

Wer? Was? Warum?

Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

21 Reaktionen

Auch kommentieren? Zum Formular

Am 22.04.2014 um 8:42 Uhr meinte Kiki:

Sehr schön, und vielen Dank für so manchen Tipp, den ich mir näher ansehen werde. Coda 2 ist auch mein Lieblingseditor, ich finde den superbenutzerfreundlich, ansonsten nutze ich auch gerne mal TextWrangler.

Bilder ansehen kannst Du im Finder übrigens mit einmal anklicken und dann auf die Spacebar hauen. Reicht für mich meist für eine Schnellansicht.

Und die Vorschau App ist besser als ihr Ruf, finde ich – müheloses Ausschnitt wählen mit Gummiband und dann cmd-K, schon ist’s im gewünschten Format, das finde ich bei Screenshots hinreissend simpel und perfekt.


Am 22.04.2014 um 9:50 Uhr meinte Matthias Mees:

Das Problem mit dem Editor ist tatsächlich, dass man alte Gewohnheiten und vor allem im Muskelgedächtnis abgelegte Tastaturkürzel nur ganz schwer ablegt. Ich erwische mich heute noch dabei, emacs-Kürzel anwenden zu wollen, und das ist 15 Jahre her. Ich würde Sublime Text heute nicht mehr hergeben, habe aber auch drei Anläufe gebraucht. Ansonsten dazu: Angebot steht.

Hübsch brauche ich bei Time Trackern nicht unbedingt, aber eventuell willst Du da noch mal einen Blick auf Timings werfen. Sportlicher Preis, aber dafür bietet es ein paar Sachen, die andere Time Tracker nicht haben.


Am 22.04.2014 um 10:37 Uhr antwortete Etosha:

Wow, Respekt. Würde ich mir so glaub ich nicht zutrauen, ohne ein paar Wochen Urlaub dabei vergehen zu lassen.
Wieso eigentlich Jahre des Outlook-Zwangs? Ich verstehe jedenfalls die Freude, ich hasse Outlook von Herzen und hab im Home-Office nie damit gearbeitet. In allen anderen Büros war ich aber ebenfalls gezwungen und bin es noch. Zum Import hab ich leider keine schlauen Tipps; ich hatte schon genügend Troubles beim Umstieg von Eudora auf TB, ganz ohne OS-Wechsel, und das war vermutlich vergleichsweise easy (der Hund liegt wie immer im Detail).


Am 22.04.2014 um 10:42 Uhr meinte Christian:

@Kiki: Die Schnellansicht, richtig. Die kenne ich eigentlich, nutze ich aber viel zu wenig. Mal Gewohnheiten trainieren :)
#Screenshot: Dann drücke ich gleich CMD+Shift+4. Oder gibts über die Vorschau noch einen anderen Nutzen?
(Mist, jetzt hab ich den ganzen Desktop voll mit Screenshots :) )

@Matthias: Ich muss gestehen, ich bleib jetzt wohl erstmal bei Coda, der funktioniert richtig gut für mich.
Und Timings hat jetzt nichts, was ich spontan noch unbedingt haben wollen würde – aber danke für den Tipp!


Am 22.04.2014 um 10:48 Uhr sprach Christian:

@Etosha: Ich hab ja seit Jahren ein MacBook, das macht einen Switch mitten in der Arbeit wahrscheinlich viel einfacher. Meine Umgewöhnung reduziert sich wirklich auf ein paar Shortcuts.

Und zum Outlook-Zwang: Wenn ich das iPhone vernünftig synchronisieren wollte, blieb mir doch nur Outlook.
Ich fand Outlook auch gar nicht sooo übel; wenn man wusste, wo die vielen Voreinstellungen zurückzusetzen waren, dann war das eigentlich echt ok. Meist :)
Aber ich mag TB einfach viel lieber, der ist in seiner Grundeinstellung und -ausstattung halt ganz dicht an dem, wie ich es will.


Am 22.04.2014 um 10:49 Uhr antwortete jpr:

Für den Umzug der Mails: Meine besten Erfahrungen habe ich damit gemacht, direkt über den Mailserver zu synchen, also halt via mehreren Rechnern und Programmen auf die gleichen IMAP-Folder.
iirc spricht Outlook doch auch IMAP. Kannst Du dann nicht von dort aus Dein Archiv auf den Server schieben und vom neuen Rechner aus wegarchivieren?


Am 22.04.2014 um 10:50 Uhr wusste Luca:

Da ich mit Coda immer recht zufrieden war (bis auf die Geschwindigkeit bei großen Dateien), kann ich in die Richtung nicht weiterhelfen.

Ich bin irgendwann von Quicksilver auf Alfred umgestiegen. Warum genau weiß ich nicht mehr, habe es aber sehr gemocht. Quicksilver war aber auch großartig.

Vorschau.app habe ich deshalb geliebt, weil ich quasi alles draufwerfen konnte und fast immer ein verwertbares Ergebnis bekam. Unter Windows nutzt gefühlt jede zweite Dateiendung ein anderes Programm und ich möchte mich nicht ständig neu anpassen.

Mit riesigen .pst s kenne ich mich nicht aus, aber irgendwas in mir meint, dass man das doch am besten über einen IMAP Server rüberschieben können müsste. Sobald ich aber länger darüber nachdenke, klingt das ziemlich dämlich.

Außerdem finde ich den Beitrag durch die Programmsymbole sehr hübsch.


Am 22.04.2014 um 10:54 Uhr sprach Christian:

@jpr / @Luca
Den Weg über IMAP würde ich irgendwie gerne vermeiden. Schon weil ich etwas Angst habe, was Outlook tut, wenn ich ihm Gigabyte-weise Mails wieder in die aktuelle PST reinwerfe. Da gabs doch immer noch Größenbeschränkungen, oder?
Klar: Die aktuellen (as in: „nicht archivierten” Mails) sind natürlich gar nicht von Rechner zu Rechner migriert, ich arbeite seit jahren mit IMAP und hab halt einfach den Server eingetragen.
Aber die Archive. Ich trau mich noch nicht …

@Luca: Du kriegst noch Mail von mir. Bald. Bestimmt. ich hoffe, Du verstehst …


Am 22.04.2014 um 21:06 Uhr ergänzte Matthias Mees:

Was Timings kann, aber vermutlich nicht jeder braucht: kunden- und/oder projektbasierte Stundensätze.

Apropos Vorschau: Viele Leute vermissen ja so ein Programm, mit dem man mal eben schnell durch ein paar Bilder oder Fotos flippen kann, um sie nur eben zu sichten. Einfach im Finder markieren und dann ⌘ + y. Nicht sehr komfortabel im Vergleich zu iPhoto oder sowas, aber eben flott.

Oh, und wo wir bei Tastaturkürzeln sind: CheatSheet finde ich superpraktisch. Einfach in einem Programm ⌘ gedrückt halten, dann zeigt es alle Tastaturkürzel an.


Am 22.04.2014 um 21:36 Uhr kommentierte Christian:

Alle markieren und Space geht aber auch, oder?
Ich werd mich mal umgewöhnen, das ist ja nochmal deutlich schneller als XEE.

CheatSheet: Stimmt, hatte ich mal; hab ich vergessen. Danke!


Am 22.04.2014 um 22:18 Uhr sagte Matthias Mees:

Oh, lustig – das ist ja exakt dasselbe. Ich benutze seit ca. anderthalb Jahren immer ⌘ + y, weil mir das mal jemand so gesagt hat. :)

Müsste man Dir sonst nochwas empfehlen? Hmmm. 1Password? So in Zeiten von Heartbleed? Ich möchte es nicht mehr missen (auch auf iOS nicht.) Oh, und schau Dir mal Duo an. Kann als Webbrowser überhaupt nichts, ist aber sehr praktisch, um responsives Zeugs schon mal vorzutesten.


Am 22.04.2014 um 22:42 Uhr schriebChristian:

@Duo: Hybsch. Danke!


Am 23.04.2014 um 7:46 Uhr kommentierte Thomas:

Oh ja! Das Magic Trackpad, ich liebe es! Zuhause benutze ich nichts anderes mehr, zum Arbeiten (PS + ID) komme ich allerdings nicht um den Mausbetrieb herum, hier aber auf jeden Fall die gute alte Apple Mighty Mous mit Kabel, da sie wirklich ein „Handschmeichler“ ist. Die aktuelle Magic Mouse hat zwar ein wirklich hübsches Design, ist mir aber zum 8-stündigen Arbeiten zu unbequem da zu flach und kantig.

Outlook Archive lassen sich hervorragend mit PST Bridge konvertieren (App Store, ich glaube ca. 15 EUR, da installiert kann ich den Preis nicht mehr sehen), habe ich mal für eine Switcherin gekauft, der Umzug der alten E-Mail (Outlook unter XP) liess sich problemlos bewerkstelligen.


Am 23.04.2014 um 7:52 Uhr ergänzte Christian:

@Thomas: Das sieht laut Beschreibung ziemlich gut aus, danke!
(10 Mails auf einmal ansehen / exportieren ist gratis. Per inApp-kauf kriegt man für 10,99 den Exporter und für 16,99 den Viewer)


Am 23.04.2014 um 7:54 Uhr kommentierte Thomas:

BTW, für Quicklook (ansehen per Space-Bar) gibt es jede Menge Plugins, z. B. eine Übersicht hier: http://www.maceinsteiger.de/how-to/quicklook-plugins-quick-look-auch-fur-andere-dateitypen/
Da findet sich z. B . auch eines zur schnellen Code-Ansicht, das ist sehr praktisch, da QL inzwischen ja auch markieren und kopieren von Text erlaubt …


Am 24.04.2014 um 6:22 Uhr meinte Christian:

… das eröffnet ja auch einige nette Möglichkeiten. Danke!


Dein Kommentar:

Du möchtest auch so ein hübsches Bild am Kommentar haben? Die Bilder gibts bei gravatar.com
Die Bedingungen für das Buchen eines kommerziellen Kommentars findest Du hier.


Auch anderswo wird darüber gesprochen …

[…] knapp einer Woche schrieb ich ja über meinen Wechsel der Arbeitsumgebung – und schon ist es Zeit für einen […]
[…] kann ich sehen, welche Shortcuts es in einem Programm gibt? Dank Matthias Mees nutze ich dazu […]

Bei facebook gabs den „Daumen hoch” von: